Sophos kontrolliert Second Life

sophoslogo.jpgSecond Life® ist nicht nur eine moderne Web 2.0 Anwendung, es entwickelt sich zu einem Trend. Und wie das mit Trends ist, die müssen dann auch schon mal für Marketingzwecke herhalten. So warnt aktuell der IT-Security-Spezialist Sophos in einer aktuellen Pressemitteilung vor den Gefahren durch SL. Dabei sagt Jens Freitag, Senior Technology Consultant bei Sophos: „Second Life® demonstriert auf eindrucksvolle und faszinierende Weise die neuen Möglichkeiten der Kommunikation, die das Internet im Zeitalter des Web 2.0 bietet. Die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt beginnen zu verschmelzen – immer mehr Privatpersonen bauen sich im Second Life® ein zweites Leben auf und auch erste Firmen und öffentliche Einrichtungen nutzen die Plattform für den Aufbau neuer, virtueller Standorte. Lassen Unternehmen jedoch zu, dass Mitarbeiter während der Arbeitszeit ihren privaten Avatar durch Second Life® steuern, führt dies zwangsläufig zu Produktivitätseinbußen. Die Nutzung des Online-Spiels wirkt sich außerdem negativ auf die Performance der Netzwerke und die verfügbare Bandbreite im Unternehmen aus.“

Zum Thema Kriminalität und Sicherheitsprobleme durch Second Life® sagt Freitag weiter:
„Cyber-Kriminelle versuchen heute vor allem über das Internet in fremde Netzwerke einzudringen. Durch die stärkere Interaktivität der Nutzer im Web hat sich der Gefährdungsgrad weiter erhöht. Über kurz oder lang ist davon auszugehen, dass Hacker auch die wachsende Popularität von Second Life® gezielt nutzen, um an die vertraulichen Daten und nicht nur an die Linden-Dollars der User zu gelangen. Um sich vor Angriffen aus dem Web zu schützen, sollten Unternehmen und IT-Administratoren daher prüfen und bestimmen können, auf welche Internet-Seiten ihre Mitarbeiter zugreifen und welche Anwendungen sie im Netzwerk nutzen. Daneben gilt auch im Second Life®: Vorsicht bei der Weitergabe vertraulicher Informationen, wie etwa persönlicher Nutzerdaten oder Kreditkartennummern.“

Generell sind diese Hinweise nicht neu und auch nicht unbedingt auf Second Life® beschränkt. Allerdings ist Second Life® nun mal ein aktuelles Thema, mit dessen Hilfe Anbieter Sophos auf sein neues Produkt aufmerksam machen will: „Mit der Hardware-basierten Sophos WS1000 Web Security Appliance bietet Sophos Unternehmen und Organisationen eine Lösung, mit der sich der gesamte Internet-Verkehr über eine zentrale Management-Konsole überwachen lässt. Die Appliance vereint Content Security, Anwendungskontrolle und URL-Filtering in einer einzelnen Lösung; Unternehmensnetzwerke können damit wirksam vor Internet-Bedrohungen, wie Spyware, Phishing-Attacken sowie Viren und Trojanern, geschützt und Produktivitätseinbußen durch unberechtigte Web- oder Anwendungs-Nutzung verhindert werden. Mithilfe der integrierten Sophos Application Control Technologie, einer optionalen Funktion von Sophos Anti-Virus, lässt sich dabei der Einsatz von Applikationen, die zum Risiko für Unternehmensdaten- und Netzwerke werden können, kontrollieren. Dazu gehören unter anderem Spiele, VoIP-Programme, Peer-to-Peer-Filesharing und Instant Messaging Anwendungen. Ab 22. März 2007 lässt sich via Sophos Application Control auch die Nutzung von „Second Life®“ kontrollieren.“ (Quelle: http://www.sophos.de)

Kommentare

  1. TJ Ay says:

    Na ja das ist ja ganz nett, das man „ab 22.März“ die Nutzung von SL auch in einer firma kontrollieren kann. Dumm ist nur das der „Normale“ Administrator das sowieso schon kann, indem er nämlich einfach einen PORT in der 1300er Gegend schliesst. Bums, SL geht auch nicht mehr.

    TJ

  2. Vin Tomsen says:

    Du bist aber auch ein böser Mensch. Sophos hat ein Produkt um diese Portkontrolle gebaut, und du musst alles verraten, Spielverderber. :D

Ihre Meinung ist uns wichtig

*