Software as a Service

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Während ein Teil der teilnehmenden Publisher offen darüber nachdenken, an der kommenden E3 Messe ob der gestiegenen Preise und neuen Regeln teilzunehmen, geben andere einen Ausblick auf Planungen zur Globalisierung der Spielebranche. Im ersten Schritt denken die Spielekonsolenhersteller Microsoft (XBox Live) und Sony (PS Home) daran, Konsolenspielern eine „zweite Heimat“ zu verpassen. Der nächste Schritt sei die Mobilisierung und von PC, Konsolen und Handywelten. In Second Life® Jemanden kennenlernen, mit dem Handy in dessen Blog stöbern und abends eine Runde Autorennen auf der Playstatoin gegeneinander fahren, und das ohne seine Kontaktdaten auf jeder Plattform neu eingeben zu müssen. Das sei die wahre Inkarnation der „Software as a Service“-Mentalität, sagt niemand geringeres als Microsofts CEO Steve Ballmer.

Wie man sieht, wird nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand über solche Projekte geredet. Sony spricht auf der E3 zum Beispiel vom ersten Schritt in eine mobile Zukunft. Phil Harrison, Chef von Sony Consumer Electonics of America, zeigte mit Hilfe seines Sony Ericsson W880i, dass der japanische Hersteller bereit ist fürs spielerische Web2.0. Er schießt mit dem Walkman-Handy ein Livefoto des Publikums und lädt es auf seinen PS Home-Acount. Fotos mit einem Handy in ein Blog zu stellen, ist spätestens seit dem K800i ein alter Hut, aber diese Vorführung zeigt, dass man dazu bereit ist, die Mauern um die Konsolenwelten für mobile Endgeräte zu öffnen.

Wann und welche Features Sony offiziell für Handys zur Verfügung stellen will, wurde auf der E3 nicht verraten. Glaubt man den Verlautbarungen von Microsoft, arbeitet man auch in hier bereits an einem XBox Live-Adapter für Handys. Nicht vergessen wollen wir in diesem Zusammenhang auch Nokias Initiative des vernetzten Gamings und die erst kürzlich angekündigte Kooperation des Spieleherstellers Vivendi und Exit Games.

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Bleibt abzuwarten, ob sich die Branche dazu bewegen kann, einen gemeinsamen gleichen Nenner für diese Plattformübergreidenden Anwendungen zu finden, oder ob schon bald ein, wie schon so oft erlebt, ein Kampf um die Durchsetzung des eigenen Standarts entbrennt. Letzteres birgt immer die Gefahr, das selbst renomierte Anwendungen oder Hersteller, zu früh auf das falsche Pferd gesetzt, ganz schnell vom Markt verschwinden könnte. Was das für Second Life® bedeutet, wird die Zukunft zeigen. Aber eines ist sicher: Es tut sich was!

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