Second Life, Bestandsaufnahme

Second Life® Zahlen Daten Fakten

Second Life® auf und ab, Talfahrten und Aufstiege. Die Web.3D-Plattform von Linden Lab® musste in den letzten Monaten harte Schläge von der Presse einstecken, als Grundlage dienten Kinderpornographie, die technischen Mängel der Plattform als auch die nachhaltigen Nutzerzahlen. Ich möchte heute einen weiteren Aspekt diskutieren und zwar die Tatsache, dass das Wirtschaftssystem von Second Life® an das reale Wirtschaftssystem außen gekoppelt ist. Linden Dollars können für US-Dollars von Linden Lab® gekauft werden. Das System ist allerdings auch in die andere Richtung gekoppelt. Schafft man mit seinem Tun in Second Life® einen Mehrwert, ist es möglich diesen in reale Dollars „umzutauschen“. Man kann also seine gemachten Linden Dollars an Linden Lab® verkaufen und erhält dafür reale US-Dollars. Spätestens an dieser Stelle meiner Vorträge vor Ökonomen weiten sich die Pupillen und die Aufmerksamkeit der Hörerschaft steigert sich.

Folgend habe ich die aktuellen Zahlen von Second Life® visualisiert. Dabei habe ich zum einen den Gegenwert von Linden-Dollar in US-Dollar genommen, der innerhalb Second Life® pro Monat die Avatar-Hände wechselt. Weiter habe ich mir angeschaut, wieviel US-Dollar von Linden Lab® monatlich ausgezahlt werden und wie das Verhältnis zwischen diesen beiden Zahlen ist.

Hier die Grafiken.

Durch Linden Lab® zurückgekaufte Linden Dollar in US-Dollar


Verkaufte USD

Den Zenith hatte Second Life® im April. Durch die negative Presse wurden sicherlich auch einige Leute verunsichert. Zudem gab es teilweise technische Probleme im Transaktionssystem. Für den Wachstum ist außerdem ein Problem, das man als Nutzer für den Verkauf von Linden Dollar eine Kreditkarte oder einen PayPal-Account haben muss. Nationale Überweisungssysteme sind noch nicht angebunden.

Umsatz innerhalb der Plattform pro Monat (Umgerechnet in US-Dollar)


USD in SL

Umgerechnet wechseln pro Monat derzeit ca. 7 Millionen USD die „Avatar-Hände“ innerhalb der Plattform.

Verhältniss zwischen herausgegebenen US-Dollar und „Plattform-internen Umsatz“


Verhältniss intern extern

Anteilig war der höchste Wert im Dezember 2006 und Januar 2007. Das System scheint sich langsam wieder zu erholen, die Kurve steigt wieder. Dabei muss man allerdings auch den unglaublich starken Wachstum der unique Accounts beachten. Während wir November 2006 knapp 1 Million unique Accounts zählten, verzeichneten wir im Juni 2007 über 5 Millionen. Die Anzahl der unique Accounts ist in diesen Monaten um das fünffache gestiegen.

Über Andreas Mertens

Andreas Mertens aka Patrick Wunderland (SL) ist Initiator von avameo und schreibt seit 2006 für diesen Blog.

Kommentare

  1. Frank Saiman says:

    Natürlich ist es toll, das man in SecondLife Geld Erwirtschaften kann oder auch von aussen Geld in SecondLife bringen kann…aber das alles nutzt nichts, solange LL die uneingeschränkte Möglichkeit hat, mit dem Geld des Users machen zu können was LL beliebt. Ich selbst bin betroffen von einer sogenannten „RISK“ einstufung. Das bedeutet, irgendjemand hat mir weil er von irgendjemand der irgendwann auch von irgendjemand „Illegale“ L$ bekommen hat, L$ Bar geschickt. Das führte dazu, dass mein Account auf RISK gestellt wurde. Ich bin ein potentieller Krimineller und habe nun keine Möglichkeit mehr meine L$ legal aus Second Life heraus zu befördern. Sipport-Tickets zu diesem Thema werden einfach nicht beantwortet. Nunja, irgendwas scheint wohl nicht ganz in Ordnung zu sein, zumal 1000te von Deutschen Accounts gesperrt wurden…mal abwarten was da passiert ist.

  2. TJ Ay says:

    Hmm, L$ aus SL rauszubekommen ist doch kein Problem. Mach Dir einen Account bei APEZ.BIZ. Dann zahlst Du deine L$ IN-World in den APEZ ATM, nun auf die WEB-Site gehen, dort den L$ auf ein PayPal Account transferieren. Klappt immer. Man muss nur ein bisschen Suchen und nicht immer sofort Weinen.

    TJ Ay
    auf „Ebersberg“ und „Kreiss“

  3. Frank Saiman says:

    Auch APEZ nutzt die RiskAPI von LL weils vorgeschrieben ist! Wenn man L$ auf das Konto dort einzahlt und festgestellt wird das der Avatar auf „RSIK“ steht, dann wir das gesamte Geld eingefroren.

    Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die fresse halten…

    Greetz

  4. Eh, das ist die Variante von Dieter Nuhr.
    Im Original (Wittgenstein) klingt das viel schöner:
    Worüber man nicht sprechen kann, muss man schweigen.
    (Ohne Anspruch auf Richtigkeit dass hier anwenden zu können).

    Wo sind die Bordregeln???

  5. Nico Sachsmann says:

    Hier gibt es wenige, bis hin zu keine Bordregeln. Wo kein Bord, da keine Bordregeln!

  6. Frank Saiman says:

    Ja ne, das ist in GamerKreisen halt nunmal so… :) Gibt unzählige Banner, Signaturen etc… hätte das wohl geordneter Ausdrücken können… :)

    Grüße

  7. SL-Pflüsterer says:

    Der SL-Hype ist (gottlob) vorbei, das System ist Geschichte! Ich hab mir SL im November 2006 angeschaut und… es war grauselig! Aus meiner Sicht ein Treffpunkt für Leute die sonst nicht viel mit Ihrer Freizeit anfangen können und wenig (keine?) Freunde haben oder dort ungebindert ihren perversen sexuellen Gedanken nachgehen können. In diesem Sinne… Second Life R.I.P. und wir sehen uns wieder im guten alten 2D-Web ;)

  8. ich seh nix

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