Superdistribution in Second Life

Superdistriubution von Musik in Second Life®

Superdistribution von 3D-Objekten in Second Life® heißt das, was wir im April diesen Jahres mit dem Projekt www.olympia-schumann.de gemacht haben. Wir nannten es virales Marketing und berichten ausführlich in unserem aktuellen Printmagazin.

Tatsächlich liegt hierin, wie wir gezeigt haben, das Geheimnis expnentiell ansteigender Reichweiten in Second Life®. Man muss sich mit dem Gedanken der Funktion der klassischen „Immobilie“, egal ob in Form eines Hauses oder eines Plakates wohl verabschieden und neue Konzepte ausprobieren. Damit meine ich die Funktion des Hauses oder des Plakates als Ort für klassische Werbemittel. Natürlich machen in Second Life® Immobilien für Makler, Archtiekten und für den realen Hausverkauf Sinn, wenn es darum geht, eine reale Immobilie erst einmal virtuell zu besichten, wie beispielsweise den Kölner Dom. In Zusammenhang mit der Photogrammetrie sinken zudem die Kosten für das 3D-Modelling möglicherweise drastisch (die Praxis bleibt abzuwarten). Ich spreche hier nicht die Funktion einer Immobilie in Second Life® als Ort der Begegnung ab, man muss nur genau schauen was Sinn macht und was nicht. Viele Unternehmen, die nur ein Haus, eine Lokation als 3D-Objekt ohne Aktionen, Events und Promotion bereitstellen, haben einfach das Medium nicht verstanden.

Ist im Gegensatz dazu die Superdistribution oder das virale Marketing in Second Life® mit einem deutlichen Mehrwert für den User verbunden, so wird sich dieser vor der „Kommerzialisierung“ auch nicht mehr wehren.

Interessant wird in diesem Zusammenhang auch das MP3-Geschäft sein, egal ob iPod oder iPhone von Apple, das ab morgen, am 09. November exklusiv von T-Mobile in Deutschland vermarktet wird. Schade eigentlich, das T-Mobile nicht mehr Geld in innovative Marketingkonzepte steckt, wie Beispielsweise Vodafone mit ihrem InsideOut-Ansatz. Mobile Endgeräte wie dem iPhone, gekoppelt mit der Superdistribution von Musik und einem InsideOut-Produkt, das wäre ein echter Hammer. Die Kreativen, so scheint es, sind jedoch im Moment zu viel mit dem Thema Second Life® beschäftigt :-)

Die ersten Schritte in diesem Bereich macht 4FriendsOnly.com, mit der Multilevel-Superdistribution von Musik in Second Life®. Die Items sind kleine Radiokoffer, die der Avatar mit sich tragen kann und jederzeit Musik darauf laden kann, von überall. Ich vermute, dass dieser Art der mobilen Objekte mit multiplen Mehrwert für den Endnutzer die Zukunft gehören wird.

Die Second Life®-Immobilie muss die Funktion als besonderen Ort der Begegnung übernehmen und auf Promotions und Events evtl. Items mit deutlichen Nutzen für den Endverbraucher bieten, verbunden mit viralem Marketing und dem Konzept der Superdistribution.

Über Andreas Mertens

Andreas Mertens aka Patrick Wunderland (SL) ist Initiator von avameo und schreibt seit 2006 für diesen Blog.

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