Rosedale im Spiegel-Online Interview

Rosedale äußerte im Spiegel-Online Interview einige Hinweise zur weiteren Strategie von Linden Lab® bzgl. Second Life®. Insgesamt sind 400 Universitäten in Second Life® vertreten, was daruf hindeutet, dass die Themen E-Learning und Real-Time-Collaboration wahrscheinlich die stärker fokussierten Themen in diesem Jahr sein werden. In Sony Home sieht Rosedale keine Konkurrenz, da Sony Home nicht über die Option User-Generated-3D-Content verfügt. Die Benutzeroberfläche soll einfacher und intuitiver gestaltet werden, ebenso soll es nur „Browser“ auf Basis des OpenSource-Clients geben. Bzgl. der Strategie und der Tatsache das neben OpenSIM weitere OpenSource-Projekte wie Croquet am Markt auftauchen ist folgende Aussage bedeutend:

Wir müssen das System fundamental öffnen. Die Client-Software haben wir schon geöffnet, jetzt machen wir mit Formaten, Protokollen, Standards, Programmcode weiter. Wir als Unternehmen können die Aktivitäten vieler anderer Firmen und Einzelpersonen in diesem System koordinieren – und indem wir das tun, können wir es ermöglichen, dass SL 100-mal oder sogar 1000-mal größer wird. Am Ende wird der Nutzen von virtuellen Welten den des Webs übertreffen.

Dies geht schon in Richtung GRID OpenSource, obschon das Global Provider-Programm Linden Lab-Seiten für mich noch nicht wirklich transparent ist und eher entgegen einer fundamentalen Öffnung strebt. Aber abwarten!

Unter einer fundamentalen Öffnung stelle ich mir den Download einer GRID-Server-Software vor, die ich nach Installation ähnlich einer DNS-Struktur in den globalen GRID-Verbund einbinden kann.

Höchst spannend klingt die Aussage, dass man aus der 3D-Welt endlich „normal“ im 2D-Web surfen kann:

Darüber hinaus arbeiten wir mit Hochdruck daran, dass man von SL aus perfekt im Web surfen kann.

Über Andreas Mertens

Andreas Mertens aka Patrick Wunderland (SL) ist Initiator von avameo und schreibt seit 2006 für diesen Blog.

Kommentare

  1. Loro Roffo says:

    Hallo Patrick, danke für den Hinweis. Interessante Aussagen vom Chef persönlich. Die Öffnung des Systems und das Surfen via SL werden die Plattform bestimmt noch erfolgreicher machen. «Eine reine Web-Benutzeroberfläche für SL» scheint mir aber noch immer DER Erfolgsfaktor zu sein, damit wirklich allen Usern der Zugang erleichtert wird. Virtuelle Grüsse, Loro Roffo. P.S: –> Der Chef heisst Philip Rosedale, nicht Rosendale ;-)

  2. Patrick says:

    Hallo Simon,

    jupp, danke für den Hinweis, der Tippfehler ist korrigiert … Wo bleibt der Artikel?

    Grüße,

    Andreas

  3. Artikel ist unterwex ;-)

Trackbacks

  1. […] Strategie diskutiert. Die wohl eindrücklichsten Aussagen sind m.E. (z.T. nicht 1:1 zitiert): [via] Die wirklichen Business-Anwendungen in SL haben mit Kollaboration zu tun, und die wachsen schnell. […]

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