Interoperabilität zwischen Metaversen

Auf seinen Blog hat David A. Smith vom Croquet-Team die Schwierigkeiten bzgl. der Interoperabilität zwischen Metaversen in seinem Artikel vom 14. April 2007 zusammengefasst. Hier die Essenz:

  1. Entwicklung eines Standards für einen Universal-Avatar, mit dem man zwischen den Metaversen wechseln kann. Dies kommt einer Art Single-Sign-On nahe
  2. Entwicklung und etablieren eines Standards für ein Transportprotokoll für Online-3D-Daten mit einer Delta-Update-Funktionalität (Funktionalität, User-Generated-3D-Content in Echtzeit zu aktualisieren,Analog HTTP)
  3. Entwicklung und etablieren von einen Datenbeschreibungsformat von Online-3D-Daten mit Delta-Update-Funktionalität
  4. Entwicklung und etablieren eines Standards für eine Build-In-Sprache, um 3D-Objekte zu steuern.

Der letzte Punkt steigert die Komplexität eines solchen Vorhabens: Die Schaffung eines Standards für eine Sprache, sowie eines Frameworks, mit dem man Objekten „Leben“ einhauchen kann, analog zu Linden Labs Linden Scripting Language. Mir scheint, dass sich dieses Vorhaben wahrscheinlich durch einen Quasi-Standard des dominierenden Marktführers etablieren wird. Leider, so habe ich das Gefühl, nimmt das Web3D-Consortium, welches bereits seit 2002 existiert, im Bereich Virtueller Welten das Zepter nicht wirklich in die Hand. Ich habe vielmehr das Gefühl, dass das Consortium eher stark wissenschaftliche Ansätze wie VRML und X3D forcieren, statt pragmatische Ansätze in Zusammenarbeit mit den sich herauskristallisierenden Marktführern. Schade.

Über Andreas Mertens

Andreas Mertens aka Patrick Wunderland (SL) ist Initiator von avameo und schreibt seit 2006 für diesen Blog.

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