Europäische Kommission erkennt den Zukunftsmarkt Virtuelle Welten

In einem Interview von Tom Sperlich mit Gerald Santucci auf Technology Review geht es um die Frage, was wir in Zukunft für Anforderungen an das Internet zu erwarten haben. Santucci arbeitet bereits seit 1986 in der Generaldirektion Informationsgesellschaft und Medien der Europäischen Kommission und ist seit März 2007 Leiter der Einheit „Networked Enterprise & Radio Frequency Identification“.

Auf Seite 2 des Interviews liest man:

Technology Review: Sie erwähnen selbst häufig 3D Online-Spiele, respektive die virtuellen Welten. Es verwundert ein wenig, dass sich die EU für dieses in seiner Nützlichkeit durchaus umstrittene Thema interessiert.

Santucci: Gut, es mag ein bisschen eigenartig erscheinen. Aber betrachten Sie einfach mal den Fall der 3D-Technologien, denen durch populäre Spiele oder virtuelle Welten wie „Second Life“ der Weg bereitet worden ist. In fünf Jahren hat sich der Umsatz rund um Online-Spiele verdreifacht, und bei virtuellen Welten wird geschätzt, dass sie mehr als 60 Million Benutzer weltweit anziehen.

Diese Tendenz eröffnet interessante Aussichten für ein „3D-Internet“, mit Anwendungen der virtuellen Realität, die die Flexibilität und die Geschwindigkeit der digitalen Welt besitzen. Es versteht sich von selbst, dass zusätzlich zu den neuen technologischen Anforderungen, die der zugrunde liegenden Netzwerk-Infrastruktur dadurch gestellt werden, eine systematische Ausbreitung dieser virtuellen 3D-Welten weitere neue Herausforderungen mit sich bringt. Dazu gehört das Management multipler Identitäten, die Umwandlung virtueller Güter in reale Geldwerte und die Aufstellung von Richtlinien für den Datenschutz auch bei den digitalen Avataren.

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