Das Internet der Zukunft: Das Erlebnis-Internet

Static HTML, Webseiten mit dynamisch generierten Inhalten, Content Management Systeme, Web 2.0. Diese Schlagwörter beschreiben die Entwicklung des Web’s im Schnelldurchgang. Wie aber sieht das Internet der Zukunft aus?


BMW Bikes

Ein ganz klarer Trend zeichnet sich ab, man möchte mehr Action im Netz haben. Zwar wird heute schon von Internet-Marktplätzen geredet, aber das, was einen echten Marktplatz ausmacht, haben Internet-Auftritte lange nicht erreicht. Nämlich das Erleben von Ereignissen. Ein wichtiger Evolutionsschritt des Web’s wird sein, in eine Art Erlebnis-Internet zu gehen.

Plattformen wie Second Life werden hier sicherlich eine bedeutende Rolle spielen, sobald Sie der Masse bzgl. Usability usw. besser zugänglich sind. In er Zwischenzeit wird dieser Erlebnisscharakter für Consumer überbrückt durch Auftritte wie das aktuelle Web-Angebot für BMW-Bikes.

Der Nutzer kann über eine 3D-Landschaft in Flash das Angebot rund um BMW-Bikes explorieren: Development, Equipment, Moutain Bikes, BMW children bikes, Touring Bikes, Cruise Bikes untermalt mit einem Video, in dem sexy Radkuriere durch die City heizen.

Stellt man sich das Internet von morgen vor, so wird der Internetuser mit seinem Avatar auf solch ein BMW-Bike springen und selbst durch eine City oder Landschaft heizen können, um BMW-Feeling live im 3D-Internet zu erleben. Und zwar in Echtzeit mit Kumples, im 3D-Erlebnis-Internet.

Die Frage ist nur, wie lange wird es dauern, bis sich (a) die Standards etabliert haben, (b) die Software gut genug ist, (c) die nötigen Bandbreiten und die nötige Hardware in dem Durchschnittshaushalt bereitsteht und (d) sich schließlich die Benutzerfreundlichkeit der 3D-Browser so weit ist, dass auch „normale“ Internetuser diese mit Leichtigkeit bedienen können.

Über Andreas Mertens

Andreas Mertens aka Patrick Wunderland (SL) ist Initiator von avameo und schreibt seit 2006 für diesen Blog.

Kommentare

  1. Michael Wald says:

    Dazu passt auch der gestrige Artikel bei Silicon: Intel-CTO blickt in die Glaskugel

    Zitat: “ Virtuelle Welten werden immer ausgereifter und damit zu einem lebensechten Erlebnis. „Wir sehen an SecondLife und an Lively von Google die Fähigkeit von Maschinen, Welten zu erschaffen, die ein angenehmes Erlebnis für uns sind“, sagte Rattner.“

    Die Themen aus dem Werk Endo Management werden immer aktueller.

    Auch das Thema Augmented Reality wird uns noch fordern, oder begeistern. Siehe z.B. hier

  2. Dieser Film auf deinem Blog ist echt der Hammer. Es ist manchmal ein etwas merkwürdiges Gefühl 1+1 auf einer Metaebene addieren zu können und dabei einen so sicheren Blick in die Zukunft zu haben.

    Natürlich haben wir auch die Kritiker, und die bremsen natürlich den Durchbruch von Entwicklungen, sie bremsen aber erstens nicht die Entwicklungen und zweitens bremsen Sie nur den Druchbruch, sie verhindern ihn nicht.

    Und immer, wenn etwas auch eine gute Seite hat, wird sich der Aspekt durchsetzen. So könnten man ja sagen, dass ein Mensch, der einen Herzschrittmacher hat, bereits ein Cyborg ist. Für mich ist das so.

    Ein weiteres schönes Beispiel ist das sog. C-Leg, ein künstliches Bein mit dem man sogar Treppen steigen kann:



    In Stuttgart auf dem Hauptbahnhof habe ich dieses C-Leg das erste mal live gesehen – integriert in den normalen Alltag – und es war faszinierend …. etwas unbekannt und ungewöhnlich war es auch … vermutlich braucht das Ganze noch etwas Zeit, aber die Welt ändert sich ja ständig …. Ich frage mich gerade war just in dieser Sekunde wieder einmal von einem der 6 Milliarden Köpfe Abgefahrenes erfunden hat?

  3. Was ich an der ganzen Entwicklung ableite ist, dass das Netz sich entsprechend ausbreitet. Manche sehen ja eine Erweiterung des Internets auf den Mobile Sektor und denken ausschließlich an Handy´s. Es sieht aber so aus, als treiben wir hin zu einer totalen Vernetzung.

    Ein Bekannter von mir (Physiker in der Automobil Zuliefer Branche) war letztens in Korea und Japan und erzählte wie weit die dort schon seien, und wie weit wir doch im Vergleich hinten liegen. Ich merkte nur an, dass dort die Mentalität der Menschen auch eine völlig andere sei. In diesen Ländern steht „das System“ mehr im Vordergrund und das „Individuum Mensch“ hat weniger Bedeutung.

    Hier kommen wir dann Thematisch von der Kybernetik zur Kybernethik ;-).

  4. Sieht so aus als ob Heinz von Foerster mit der KybernEthik ziemlich weit nach vorne gedacht hat ? Was auf jeden Fall mal wieder ein Eintrag auf http://www.kybernethik.de lohnenswert ist!

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