Pia Piaggio schaut ins Universum

Es gibt wohl kaum etwas, das auf uns Menschen anziehender wirkt als der Weltraum. Auf wundersame Weise ist unser Planet eingebunden in eine unvorstellbar große Galaxie, die wiederum Teil eines unendlichen Universums ist, von dem wir bisher erst winzige Bruchteile entdeckt oder sogar erforscht haben. Im Second Life kann man sich jetzt einiges davon anschauen.

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Andoni Merlin aus Galizien ist der Betreiber eines virtuellen 3D Planetarium Doms. Über ihn kann man nicht besonders viel ausgooglen, aber sein folgendes Statement lässt doch einiges erahnen: „RL may happen to be a mind creation…..keep a sharp lookout“. Andoni hat zumindest eine recht visionäre Einstellung zur Wirklichkeit. Das belegen auch seine Videos, die er bei youtube postet.

Als Pia Piaggio von dem Planetarium hört, ist sie sofort Feuer und Flamme. „Oh ja, einen Space-Trip – was ´ne coole Idee!“, jauchzt sie.


Im Orbit

Und schon steht sie mitten im Orbit gerade neben der Milchstraße. „Ganz schön finster hier“, mault sie und dreht sich dann einmal um die eigene Achse. Sie klettert aus dem Fernrohr, in das sie aus irgendeinem Grund hineingeplumpst ist, und fliegt erst mal hoch über die Location.


Planetarium

Diese macht auf den ersten Blick einen recht unspektakulären Eindruck. Eine Handvoll Planeten, die im Gridhimmel schweben. Daran verankert eine Art Plattform aus Stahl und Glas. „Hmmmm“, macht Pia enttäuscht und geht in den vollen Senkflug.


Eingang

Sie landet genau vor dem Planetarium. „Schade, und ich hatte mir so viel davon versprochen“, jammert sie voreilig, wie ich finde. Wer weiß, was uns in dieser schwarzen Kugel erwartet?


Im Dom

Kurzerhand stolziert Pia Piaggio durch die pechschwarze Tür und steht von einem Schritt zum anderen im 3D Planetarium Dom.


Planeten

Sphärische Musik erklingt. Auf den Innenwänden ist die Marsoberfläche projiziert und im Raum schweben Planeten und Sterne; kreisen in langsamen Bahnen umeinander.


Staunen

Pia Piaggio ist ausnahmsweise mal stumm vor lauter Staunen. Wie in Trance tippelt sie auf der Plattform einige Schritte ins Innere dieser virtuellen Galaxie.


Orion

Und schon ändert sich das Bild im Hintergrund. Gezeigt werden nun die Nebel des Orion. „Wau, Stephy, schau doch mal, was hier abgeht!“, ruft Pia mir zu. Ja doch, ich bin ja nicht blind, Mensch…äähhhh Avatar.


Wiki 1

Pia Piaggio hat natürlich noch keine Ahnung, was sie da wirklich sieht. Drum schlendert sie an den Schreibtisch und konsultiert erst mal das Wiki.


Wiki 2

„Die Galiläischen Monde……“, liest sie mir vor. „Da gab es so einen Typ, der hat mal gerade das ganze Weltbild zum Einsturz gebracht“, fasst sie nach einer längeren Lesepause zusammen. „Die Menschen dachten nämlich, die Planeten einschließlich der Sonne würden sich um die Erde drehen.“


Sonnensystem

„Dabei ist das eigentlich ganz anders“, fährt sie fort, „die kreisen nämlich allesamt um die Sonne.“ Sie überlegt einen Moment. „Aber ich verstehe nicht so richtig, was daran so spektakulär sein soll“, murmelt sie dann. Tja, unwissende Pia, das hängt nun in erster Linie mit der Kirche zusammen. „Aha“, sagt sie spitz. Ein klares Zeichen, dass sie das nicht weiter interessiert.


Drubel

Derweil sind auch noch weitere Avas und Avis aufgetaucht, um dem interplanetarischen Spektakel beizuwohnen. Die futuristischen Sessel gewähren allerbeste Aussicht.


Antarktis

In insgesamt 31 Bildern kann man hier über den Gesamtkontext der Erde meditieren. Gezeigt werden die Fotos beginnend mit der Perspektive unseres Planeten, die sich dann immer tiefer in den Weltraum vorarbeitet.


Carina

„Da steckt der Fotograf mitten in den Nebeln von Carina. Meteoriten und Kometen pfeifen ihm um die Ohren und ganz sicher ist es dort kalt. Sehr kalt“, fantasiert Pia vor sich hin.


Bahnen

Ein nächstes Bild zeigt die Umlaufbahnen der einzelnen Planeten, wie sie um ihre Sonne kreisen.


Dimensionen

Und dann gibt es auch noch einen Größenvergleich der Erde zu ihren Begleitern. „Meine Güte“, säuselt Pia, „ich hätte nie gedacht, dass um uns herum so viel los ist. Man sieht ja davon so gut wie nichts.“


Mars

„Und dieser Mars, der sieht ja verdammt eisig aus“, mutmaßt sie.


Eiskalt

„Schau mal, das sieht ja aus wie ein riesiger Fußabdruck oder so.“ Pia ist von den Socken. „Komm, lass mich mal was in diesem Weltraum herumschweben“, fordert sie mich auf.


Meditation

Sie hockt sich mal auf diesen, mal auf jenen Planeten und floatet damit durchs Universum. Irgendwann entdeckt sie dann eine Yoga-Animation und beginnt, in aller Ruhe zu üben.


Sonnengruß

Ich kann mir nicht verkneifen, ihr zu stecken, wie unmöglich sie mit ihren Schneestiefeln und dem Felljäckchen in diesem Ambiente aussieht. Aber sie atmet nur hörbar aus, wirft mir einen tadelnden Blick zu und fährt mit dem Sonnengruß fort.


Explosion

Als sie endlich mit ihrer Meditation fertig ist, kommt die Frage, auf die ich eigentlich schon lange warte. „Sag mal“, beginnt sie, „wo ist denn eigentlich der Linden Planet?“ Noch bevor ich ihr erklären kann, dass ihr Planet quasi eine Welt in der Welt der Erde ist, also eine Art Subplanet, zwitschert sie weiter.


Planet

„Ist Linden Planet vielleicht das Ding da oben, das transparent über allem schwebt?”, frohlockt sie. Tja, eine gewagte, aber in diesem Kontext nicht einwandfrei zu verneinende These. Soll sie sich ihren Linden Planeten meinethalben doch ruhig so vorstellen. Sie lächelt zufrieden. „Zauberhaft!“, säuselt sie dann noch.

Wirklich zauberhaft ist jedoch erst das, was danach passiert. Ich logge mich aus dem Second Life aus, schließe das Programm und dennoch ertönt weiterhin der Musik-Stream mit den sphärischen Tönen. Ich warte eine Weile, aber die Musik hört nicht auf. Seltsam, denke ich als IT-Laie, das Programm ist doch geschlossen. Irgendwann geht mir der Sound, den ich nirgendwo ausschalte, kann, total auf den Wecker. Ich breche die Verbindung zum Internet ab, schalte mein Modem aus, aber die Musik spielt weiter. Schließlich weiß ich mir keinen anderen Rat mehr, als den Rechner neu zu starten. Zum Glück ist die Musik damit verschwunden. Trotzdem fahre ich mit meiner Arbeit einigermaßen nachdenklich fort.

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