Weitere US-Universitäten starten Blended Learning Studiengänge mit Second Life

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Gleich zwei amerikanische Unis starten diese Woche Teile ihrer Ausbildung in Second Life.

Die Kansas University startet virtuelle Vorlesungen im Fach Animation und Game Development – die Kunstprofessorin hält diese übrigens in Fuchsgestalt. Experimente mit virtuellen Welten und insbesondere mit Second Life gibt es auch schon an vielen deutschen Hochschulen (z.B. HBK Braunschweig, Uni Bielefeld, Uni Hamburg) und einige sind in Planung, aber in USA ist man über das Experimentalstadium längst hinaus.

Stacey Fox, für den neuartigen Studiengang an der KU zuständige Professorin: „Colleges across the nation are experiencing a paradigm shift: More and more schools are advancing education by offering classes inside virtual worlds, such as Second Life. But a common misconception is that Second Life — built and launched by Linden Labs in 2003 — is a game. It’s far from that, Fox says. It’s actually a computerized extension of reality, a world created by its users — some 1.3 million people who live out second lives in Second Life.“

Die 1,3 Millionen Second Life Residenten sind übrigens aktive Nutzer, die mind. einmal in den letzten 60 Tagen eingeloggt waren. Hier nähere Infos und ein Video mit Mrs. Fox, in der sie erklärt, warum Second Life für die universitäre Ausbildung wichtig ist:

Second course: KU class meets in online fantasy site

Der Studienbereich für Zahnmedizin an der University of Southern California (USC) geht noch weiter und nutzt die Vorteile, die eine immersive, dreidimensionale Lernumgebung wie Second Life bietet, indem man Studierende in einer virtuellen Dentalklinik ausbildet. USC Professor Dr. Glenn Clark: “I want to have the students do more than watch me treat patients,” Clark said. “I want them to be engaged.”
Die aufwändigen Computersimulationen, die in Zusammenarbeit mit einer Engineering School programmiert wurden, trainieren Doktoranden der Zahnmedizin in Bereichen, die sie durch reine Beobachtung nicht erlernen könnten. Hier weitere Infos dazu

An der Glasgow Caledonian University in Schottland trainiert man übrigens Krankenschwestern in Second Life in der Anamnese und auch den damit verbunden Soft Skills – z.B. dem Aufbau eines Rapports zwischen Patient und Pflegerin durch freundlichen Smalltalk. Dafür setzt man in den „Assessment centers for Nurses“ sogar AIML-basierte Bots (Software gesteuerte Avatare, mit denen man eine Unterhaltung führen kann) und Text-to-Speech ein, um z.B. eine typische Notaufnahmesituation so realisitisch wie möglich zu gestalten.

Update:

Gaby Benkwitz, mezzoconsult – Blog / Friendfeed / Twitter

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