Wissenschaft in SL

René König hat für für die Österreichische Akademie der Wissenschaften (OAW) am Institut für Technikfolgen-Abschätzung eine Arbeit „Wissenschaft in Second Life“ verfasst. In dem „Steckbrief“ soll das Potenzial für Wissenschaftskommunikation herausgearbeitet werden. Wenn auch der Nutzen von Second Life, meiner Meinung nach viel zu wenig herausgearbeitet wurde, möchte ich die Arbeit hier kurz vorstellen, da der Rechercheteil bzgl. Bildungseinrichtungen in Second Life sehr gut gelungen ist.

Der Arbeit hinzuzufügen ist, dass die ersten nicht experimentellen Arbeiten in naher Zukunft gestartet werden. So startet das Institut für Wissensmedien in Tübingen in Kürze reale Experimente in Second Life im Bereich der Kognitionspsychologie. Hierfür entwickeln wir ein Experiment Configuration Management System (ECMS). Das ECMS ist ein Framework für Wissenschaftler, um spezielle Experimente in Second Life zu parametrisieren, zu konfigurieren, den Workflow für den Experimentenablauf zu steuern, die Experimente beobachtbar zu machen und um die Experimente auszuwerten.

Die Arbeit zeichnet sich durch eine gute Recherche aus, der Nutzen und die tatsächlichen Möglichkeiten von Second Life sind leider nicht klar herausgearbeitet worden. Das Potenzial der Plattform bzgl. der Offenheit und Anbindungsmöglichkeit an andere Systeme ist nicht klar erkannt worden. Die strategische Rolle der OpenSimulator-Bewegung und die Bedeutung für einen potenziellen Defacto-Standard wurden nicht erkannt.

Trotz allem ist die Arbeit durch die gute Rechereteil bzgl. der Aktivitäten von Bildungseinrichtungen erwähnenswert.

Über Andreas Mertens

Andreas Mertens aka Patrick Wunderland (SL) ist Initiator von avameo und schreibt seit 2006 für diesen Blog.

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