Lernen mit 3D Welten

Die Nutzung dreidimensionaler, virtueller Welten ist gerade für Menschen interessant, die auf visueller Ebene lernen. Auf www.alice.org wird der Wille zum Erschaffen eigener Welten und Erzählen von Geschichten dazu genutzt, Schüler zum Erlernen von Computersprachen zu bewegen.
Im Vordergrund steht nicht das mathematische Entwerfen von Programmflüssen aus abstrakten Fomeln.

Bei Alice geht es darum, seine eingene Welt zu schaffen, oder seine Geschichte zu erzählen. Um dies tun zu können, muss man sich mit der Programmierung diese Welt auseinandersetzen, was recht unkompliziert im „drag-und-drop“-Verfahren geschieht. Die Auswirkungen einer Programmierung auf die 3D Welt kann sofort überprüft werden, frustrierende Fehler halten sich auf Grund der Befehlsführung in Grenzen.
Meiner Meinung nach handelt es sich bei Alice um ein gutes Tool, mit dem man auf Experimentelle Art und Weise die logische Struktur hinter den Programmiersprachen erlernen kann, und gleichzeitig schöpferisch und gestalterisch tätig wird.

Über twuertz

Tobias arbeitet seit Ende 2009 für avameo bzw. für SLTalk & Partner.

Kommentare

  1. Unser Web 2.0-Qualitätssicherer Matthias Schwenk von bwl zwei null-Blog machte mich freundlicherweise und berechtigterweise darauf aufmerksam, dass das Projekt Alice schon älter ist und bat, um aktuellen Bezug. Als wir intern auf Alice aufmerksam wurden, haben wir uns Alice hier im Office angeschaut. Dabei ist uns aufgefallen, dass die Schüler auf einer 2D-Oberfläche via Drag & Drop Programmstrukturen- und Abläufe zusammenklicken können und diese visualisiert bekommen. Anschließend kann der Schüler diese Strukturen auf eine Art 3D-Welt übertragen, um zu sehen, wie sich die programmtechnische 2D-Abstraktion konkret im dreidimensionalen Raum auswirkt!

    Hier kam mir spontan der Gedanke, wie denn das Programmieren in Zukunft aussehen könnte, wenn man dies direkt im dreidimensionalen Raum macht. In Second Life und im OpenSimulator ist das ja schon so: Die Entwicklungsumgebung ist gleichzeitig auch die Laufzeitumgebung (oder engl. Runtime). Allerdings modelliert man nur dreidimensional im 3D-Raum von Second Life. Die LSL-Programmierung selbst findet auf 2D-Projektionsflächen im Dreidimensionalen statt.

    Bisher reden wir von einem Medienbruch, wenn wir aus dem immersiven virtuellen, dreidimensionalen Raum „auftauchen“ und zurück ins 2D-Internet gehen. Vielleicht ist es aber gar kein Medienbruch, sondern ein Raumbruch? Gerade haben wir in der Küche einen noch bessern Begriff dafür gefunden: Dimensionsverlust!

    Man könnte ja sagen, dass wir dies ja auch im physischen/physikalischen Raum erleben, wenn wir ein Blatt Papier als eine 2D-Fläche betrachten – tatsächlich hat das Papier aber eine immersiv spürbare Räumlichkeit, was beim Schwenk vom 3D-Internet (Second Life, OpenSimulator) in das 2D-Internet nicht der Fall ist.

    Die Frage also an die Leser, wie könnte die LSL-Programmierung in der Zukunft im 3D-Raum aussehen? Oder wird die textuelle Darstellung früher oder später obsolet?

    Vielleicht passt in Anlehnung dazu auch der Tweet von Jens Hoffmann:

    The illiterate ofthe 21st century will notbe those who cannot read and write, but those who cannot learn, unlearn and relearn-Alvin Toffler

  2. Nachtrag, was mit noch einfällt, zum Thema Programmieren im 3D-Raum. Meine Erfahrung, wie ein Programmcode im (fast) wahrsten SInne des Wortes ins Wasser fällt. Den nassen Programmcode musste ich glücklicherweise nicht trockenföhnen, um ihn wieder auszuführen ! :-)

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