Brain-Computer-Interfaces: Spiele und virtuelle Welten durch Gedanken steuern

Elf zu Bär: Neuartige Gedankensteuerung für WoW (Foto: University of Twente)

Elf zu Bär: Neuartige Gedankensteuerung für WoW (Foto: University of Twente)

Ein neuartiges Programm namens „alpha-WoW“ macht’s möglich: Nur durch die innere Anspannung eines Spielers wird ein Elf (sein Avatar) zum Bären…oder umgekehrt. Das funktioniert momentan nur im Forschungslabor und nur mit World of Warcraft, denn es ist leichter, den Stress-Level eines Spielers zu messen als seine unterschiedlichen Gehirnaktivitäten – geschweige denn, diese in sinnvolle „Befehle“ für den Computer zu übersetzen. „Es ist schwer, durch gezielte geistige Aktivität bestimmte Handlungen auszuführen, wie etwa das Verwenden eines Schwerts im Kampf gegen einen Gegner“, sagt Anton Nijholt, Leiter des Fachbereichs Human Media Interaction an der University of Twente http://hmi.ewi.utwente.nl.

Dies wäre aber notwendig, um z.B. komplexere Aufgaben wie das Navigieren durch 3D Welten wie Second Life durch reine Gedankensteuerung zu bewältigen.

Für einige Spiele und virtuelle 3D-Welten rückt die Mental-Steuerung schon in greifbare Nähe: Mit dem Emotiv EPOC Headset (kabellos, leicht, nur $299) sollen wir  durch die Kraft unserer Gedanken unsere Avatare steuern oder durch unser (echtes) Lächeln ein Grinsen auf das Antlitz unseres Avatars zaubern können (Update: noch nicht verfügbar. Aber man kann als Entwickler oder Reasearcher ein Headset mit SDK für 500 US$ hier bestellen).

Auf der Games Developer Conference in San Francisco demonstrierte das Emotiv-Team das Drehen und Anheben eines virtuellen Objektes allein durch gedankliche Steuerung.

Auf der Games Developer Conference in San Francisco demonstrierte das Emotiv-Team das Drehen und Anheben eines virtuellen Objektes allein durch gedankliche Steuerung.

Gaby Benkwitz, mezzoconsult – Blog / Friendfeed / Twitter

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