Pia Piaggio quer durch SL6B

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Es ist mal wieder so weit. Für alle Second Life Fans ist der 23. Juni ein besonderes Datum, an dem sich alle Jahre wieder die Geburt ihrer virtuellen Welt feiern lässt. In diesem Jahr wird das Metaversum von Linden Lab sechs Jahre alt. Galt es doch im vergangenen Jahr einen Runden zu feiern, der keines besonderen Mottos bedurfte, steht die aktuelle Feier unter dem Leitmotiv The Future of Virtual Worlds.

Es geht um Zukunft


Logo

Dementsprechend futuristisch mutet auch das Logo an. Wie immer wird die Veranstaltung von einem Wiki begleitet, dem Interessierte genauere Informationen, Termine und weitere Links entnehmen können. Erstmalig gibt es davon sogar eine deutsche Übersetzung. Sie ist zwar nicht ganz vollständig und sicher nicht von Muttersprachlern übersetzt, aber immerhin ist das doch eine nette Geste aus San Francisco beziehungsweise aus der Community.

Noch bis zum sechsten Juli

Seitens Linden Lab werden 20 Regionen für das Spektakel zur Verfügung gestellt. Bis zum 6. Juli stellen diverse Residents ihre Projekte und Ideen dort vor. Begleitend finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Die Infrastruktur beschreiben die Veranstalter so:

„….. Sie ist etwas düster und etwas glänzend. Sie ist etwas inspirierend und etwas schrecklich. Sie ist definitiv dreidimensional. Denkt im Licht. Denkt in Konzepten. Schaut nach oben. Schaut unten drunter. Schaut hinein und hört gut (zu)…….“.

Pia geht hin

„Huuuh, da bin ich aber mal gespannt“, meint Pia Piaggio, als ich ihr davon erzähle. „Letztes Jahr war es dort ja richtig lieblich. Mal schauen, was uns da diesmal erwartet. Es hat sich ja einiges getan“, fügt sie bedeutungsvoll an und macht sich für den Teleport bereit.


Paradox

Sie segelt aus dem Gridhimmel in Richtung Paradox Region und saust auf einen virtuellen Baukörper zu, der an ein überdimensionales Maschinenteil erinnert.


vernebelt

„Das ist in der Tat ein wenig ziemlich gruselig hier“, jauchzt sie vor wohligem Schauder und landet auf der umnebelten Plattform.


Teleport

Um sie herum kreisen Planeten, die jeweils eine Landmarke zu den weiteren Geburtstags-Locations enthalten. „Ganz schön spacig“, meint Pia, während sie mit den Augen die kleine Galaxis verfolgt.


Angebot

Ein Blick auf die Karte vermittelt einen Überblick des SL6B Angebots, das seitens Linden Lab auch gern als Messe bezeichnet wird. Schließlich wird in den Regionen alles gezeigt, was das Second Life derzeit hergibt. Und dies, wie die Bebauungsdichte auf der Karte deutlich zeigt, in geballter, kompakter Form.


Polarregion

Nach einigem Hin und Her entscheidet sich Pia für die Polaris Region. Bestärkt habe natürlich ich sie in dieser Wahl, denn bei knapp 40 Grad hier auf dem Hain, hört sich das nach verlockender Kühle an. Eis und Schnee gibt es dort leider nicht, aber immerhin regnet es stellenweise dicke Tropfen.


Last

„Ich glaube, hier geht es um eure Erde“, mutmaßt Pia. „Der Regen, der spielt wohl auf diese Katastrophe mit dem Klima bei euch an. Und hier diese Arbeit will wohl zeigen, dass ihr alle, also ihr Menschen, gemeinsam diese Kugel tragen müsst“, interpretiert sie diese Installation und tut gerade so, als hätte sie mit all dem rein gar nichts zu schaffen.


Gewächshaus

Pia schlendert weiter, mitten in ein virtuelles Gewächshaus hinein. „Hier mischen sich fotorealistische Pflanzenteile mit reinen Prims – meinst du, das ist schon Genmanipulation?“, will sie wissen und ich frage mich, wie sie wohl auf so einen Blödsinn kommt. Aber egal, so ist sie halt.


Mode

Eindeutiger findet sie die Modeausstellung gleich gegenüber. „Diese Naergilien Wunderlich meint, man muss die Vergangenheit kennen, um die Zukunft zu wissen“, murmelt sie und denkt dann scharf nach. Diesen Moment nutze ich, um mich mit der Kamera durch die Geschichte der Modezeitalter zu zoomen. Zwar stellt sie sich recht lückenhaft dar, aber das mag wohl am limitierten Raum liegen.


Atomic

Pias nächste Station ist die Atomic Region. Eine überdimensionale und verfremdete Mischung zwischen Projektor und Kamera schwebt darüber. „Da geht es wohl um Bilder“, schlussfolgert sie und streift im Senkflug das Objekt, das davon leicht erzittert.


Zukunftsfilm

Und tatsächlich geht es hier um die Zukunft des Films. Es präsentieren sich verschiedene Aussteller, die sich dem virtuellen Geschäft mit bewegten Bildern widmen.


Machinima

„Hey, cool, da ist ein Machinimacinema“, prägt Pia munter neue Begriffe. „Mal schauen, was da heute auf dem Programm steht“, wirft sie mir über die Schulter und stapft entschlossen Richtung Eingang.


Aufnahmedtudio

Enttäuscht stellt sie dann fest, dass es sich keinesfalls um ein Kino sondern um ein simples Aufnahmestudio handelt.


Kamera

Recht interessant wird es dann jedoch im ersten Stock. Dort ist eine virtuelle Wohnung im Stil des Inneren einer Filmkamera eingerichtet. „Ist ja heftig“, platzt es aus Pia heraus, die sich staunend umsieht und dann leicht irritiert weiterfliegt.


Jobs

Vor einer Art Erdkugel stoppt sie. „Kugeln sind ja wohl echt in“, resümiert sie und schaut sich den drehenden Raumkörper genauer an. Er ist mit einer Art Buttons besetzt, die mittels einer Spirale willkürlich an bestimmten Plätzen angedockt sind. Jeder Button steht für einen Beruf im Filmbereich, den die Zukunft virtueller Welten mit sich bringen wird. „Da wird es ja richtig Arbeit geben“, fasst sie zusammen und segelt gleichwohl weiter.


Live Act

„Lass uns mal schauen, was auf Void los ist. Da sind lauter grüne Taler und scheinbar gibt es da ein Event.“ Richtig geraten.


Musik

Kein Minderer als Zaphod Theas höchstpersönlich musiziert hier gerade live. Mit Inbrunst singt er in sein Headset und bringt sein Publikum in Schwung. Aber Pia steht nicht auf diesen Sound und will weiter.


Heiliger Ort

Sie will endlich in die Hologram Region, ins Herzstück der SL6B Sim vordringen. „Hier hat Er zur Eröffnung gesprochen“, faselt sie andächtig, als sie mitten im Auditorium landet. Er? „Ja, Er. Unser heiliger Philip, der Schöpfer dieser Welt.“ Ihrem Tonfall nach müsste ich jetzt eigentlich eine Animation zum Gebenedeien hervordraggen oder zumindest einen unterwürfigen Kniefall. Hab ich jedoch zum Glück nicht in meinem Inventar.


Mission

Statt dessen schleife ich die Pia zur Dallier Mission, der offiziellen Anlaufstelle für alle SL6B-Gäste. Dort gibt es die heiß begehrten Geburtstagsfreebies, die Pia sich sogleich ins Inventar rafft. „Die werden bestimmt mal wertvoll“, frohlockt sie und ich weiß nicht so genau, ob virtuelle Antiquitäten, die sich hauptsächlich durch eine schlechte Grafik auszeichnen, tatsächlich mal wertvoll sein können. Ist ja eigentlich auch egal, die Regenschirme und Blumen sind jedenfalls echt flippig.


Hoch hinaus

Ehe Pia sich versieht, ist sie in der Nachbarregion Portal angekommen. Wieder scheint es dort irgendwie um die Erde zu gehen – ein offenbar sehr beliebtes Thema bei der Zukunft virtueller Welten.


Konzept

Genau genommen widmet sich diese Region dem Thema Lernen respektive dem E-Learning. Konzeptionell wird in diesem Bereich derzeit schwer gearbeitet. Hier zum Beispiel präsentiert sich eine Lernumgebung im Parkhauscharakter. Unten angefangen windet man seinen Wissenshorizont bezüglich der Europäischen Union durch die einzelnen Decks nach oben.


Diagramme

Auch im Trend liegen begehbare Diagramme, Feedbackkarusells und Wissensschaukeln. „Wo siehst du das denn?“, fragt Pia erstaunt. Vor meinem geistigen Auge, erkläre ich ihr und als Avatarin versteht sie nicht genau, was das sein soll, findet meine Ideen jedoch recht amüsant. Puuuh.


Handfestes

Ganz konkret dagegen ist das Versprechen der DJ-Schule. Learn to earn heißt es und prophezeit Musikbegeisterten eine grandiose Karriere als virtueller DJ. „Klar“, meint Pia dazu, „getanzt wird ja hier sehr gerne. Da lässt sich sicher so mancher Linden mit machen.“


Alkoholiker

Im weiteren geht es dann auch um Gemeinschaften jeder Art, die den virtuellen Raum beschreiten. Das sind zum Beispiel die Anonymen Alkoholiker, die ihr Hilfsangebot dank einer Plattform wie SL auf 24/7 ausweiten können. „Macht ja Sinn“, kommentiert Pia und tippelt neugierig weiter.


Dressingroom

Geradezu magisch angezogen wird sie vom Virtual Dressing Room, der molekular in der Luft hängt.


Zukunft

Über eine Rolltreppe gelangt sie auf das Mode-Molekül und taucht sogleich durch das Schlupfloch tief hinein.


Shopping

Sie landet im ersten Untergeschoss, wo einige Fotos mit plakativen Wortfeldern das Klamotteneinkaufsfeeling von gestern zeigen. „Oh grausiger Gridteufel, welch Horrortrip!“, erkennt Pia die Situation sofort. „Das war ja mal echte Action, einen coolen Fummel aufzutun“, fasst sie nach einem Rundblick zusammen. Dann jumpt sie durch das Loch.


Shopping

„Das mutet schon etwas entspannter an. Das Mädel da auf dem Sofa laptopt sich offenbar seine Kleider. Easy going, so läuft das heutzutage“, zwitschert sie und stürzt sich noch eine Etage tiefer ins Modegeschehen von morgen.


Shopping

Dort werden Avis als Modepüppchen missbraucht; müssen herhalten für die Verbildlichung jeglicher Kleidfantasien.


Spass

Angespielt wird ebenfalls auf den sozialen Austausch, der dabei stattfinden kann. „Virtuelles Bummeln“, fällt Pia zu den beiden gut gelaunten Freundinnen ein, die gemeinsam auf datenbasierte Kleiderpirsch gehen. „So, und ganz unten gibt´s einen Eindruck davon, wie das Ganze 795 Lichtjahre entfernt aussieht“, frohlockt Pia.


unten

Sie jumpt und steht dann wieder auf festem SL-Boden unterhalb der Ausstellungskugel. Umgeben ist sie mit Tüten von FREDA´S fine fashion, dem Modelabel hinter dieser ganzen Darbietung. „Das Ende hätte besser sein können“, mosert Pia und schwingt sich gleich darauf zum Weiterflug in den Gridhimmel.


fliegen

Mit ihrer SL6B-Blume fest in der Hand überquert sie die Wasserlinie zurück in die Hologram Region. Irgendwie hat sie es im Bauch, dass dort gerade was Abgefahrenes geht.


Bau

Zunächst taucht eine ziemlich futuristische Bühne auf. In reinem Weiss glitzert und funkelt sie im Mittagslicht.


Pixelmusik

Das Unternehmen Pixel Music hat diesen optischen Appetithappen hier aufgebaut. „Es geht um die Musik von morgen, vielleicht sogar von übermorgen“, staunt Pia und beginnt bei den BPMs sofort zu zappeln.


Windlow

SharonLee Windlow heizt den Partyfreunden an diesem Nachmittag ein. Dabei schüttelt sie immer wieder ihre weinrote Mähne und hämmert auf dem KORG herum. „´N ziemlich krassen Beat legt die Lady da auf“, greint Pia mir durch den hämmernden Bass zu. Ich lasse sie eine Weile schunkeln, aber dann müssen wir wirklich weiter. Es gibt noch sooooooo viel zu sehen!


Fernsehen

Zum Beispiel die Quantum Region, wo es voll und ganz um die Medien geht. „treet TV trumpft mit einer gigantischen Bühne auf“, bemerkt Pia. Vor allem ist sie gigantisch bunt. Aber wir können uns hier nicht lange aufhalten. Die Zeit rennt wieder mal.


Gratulation

Wir finden noch einen netten Hintergrund für ein Geburtstagsfoto, auf das Pia besteht. Ich habe ihr versprochen, per Sprechblase die besten Wünsche reinzumontieren, finde das aber doch ein wenig peinlich und lasse es weg. Das merkt sie ja gar nicht.


Posthuman

Sie darf sich noch eine letzte Attraktion dieses virtuellen Rummelplatzes aussuchen und wählt eine Installation von ~JD~ in der Nano Region. Es geht um die posthumane Welt.


Teleport

Pia wagt sich ins leicht beängstigende Innere hervor. „Ich muss mir da den Teleport holen, wenn ich am Neuen Leben teilnehmen will.“ Ah ja, dann trau dich halt, denk ich noch, da ist sie schon verschwunden.


Warnung

Über die Escapetaste finde ich sie wieder. Sie steht jetzt irgendwo im reinweißen Nichts und studiert die Prognosen für das Neue Leben. „Hört sich nicht so verlockend an. Ich glaube, der Künstler warnt hier irgendwie vor dem virtuellen Leben“, unterstellt sie.


Hoffnung

Tja, Gefahren lauern eben überall. Bleibt zu hoffen, dass wir die Zukunft virtueller Welten nicht vermasseln, scheint es doch momentan eine der wenigen hoffnungsfrohen Perspektiven zu sein. Die Geburtstagsmesse des Second Life demonstriert jedenfalls eindrücklich, was schon so alles geht, wer sich so tummelt und welchen Kurs der virtuelle Raumkörper so einschlägt. Ein Besuch dieser Feierlichkeiten ist sicher ein Muss – viellicht sollte auch der Bundestag mal eine kurze SL6B Exkursion einschieben, um einen sehr kompakten Überblick von dem zu bekommen, was in Zukunft Thema sein wird. Wie auch immer, wir von Avameo gratulieren jedenfalls mit Nachdruck, wünschen nur das Beste für das kommende Jahr und bedanken uns bei allen Mitwirkenden für die tolle Feier!

Kommentare

  1. Holger says:

    Ahso Torben Trautmann ist also kein Muttersprachler der die Wiki Seiten übersetzt hat? Nett recherchiert

  2. Pia Piaggio says:

    Recherchiert habe ich das nicht, sondern einfach nur dem Text entnommen. Netterweise habe ich die Fehler und ungeschickten Formulierungen jedoch auf das Fremdsprachenproblem geschoben. Da habe ich mich wohl geirrt. Danke also für Deinen wichtigen Hinweis – ein toller, hilfreicher Kommentar zu diesem Streifzug!

  3. Hier die Closing-Speech von Philip Rosedale aka Philip Linden.


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