Intelligenz 2.0

Intelligenz 2.0 ist, wenn man das Netz nutzt. Das stimmt noch nicht ganz! Intelligenz 2.0 ist, wenn man die Menschen im Netz durch Vernetzung nutzt und es schafft, dass diese Menschen gemeinsam mehr Kreativität entfalten und produktiver sind, als die Summe der Einzelprodukte der Individuen.

Der Satz „Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile“ war lange eine Wortphrase, die zwar immer wieder auftauchte, aber empirisch erst seit Wikipedia und Second Life evident sind und zugleich so zerstörerisch für diejenigen, die verschlafen haben, wie z.B. die Verlage (siehe Duden und Brockhaus).

In der Kybernetik 2. und höher Ordnung ist dieses Konzept schon lange bekannt, u.a. durch das Konzept der Emergenz und der Erkenntnis, dass komplexe Systeme gelenkt, aber nicht kontrolliert werden können. Auch Peter Senge als „Systemdenker“ beschreibt diese Effekte wunderbar in seinem Buch „Die fünfte Disziplin“.

Das Nutzen kollektiver Intelligenz ist allerdings mit einem radikalen Paradigmenwechsel verbunden, aus:

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

wird im Kontext der vernetzten Intelligenz 2.0:

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Das sich selbst steuernde Kollektiv sorgt dabei für eine nachhaltige Qualität, wie es Wikipedia zeigt.

Das Phänomen Second Life auf Basis dieses Konzeptes wird nun in dem neuen Buch von Thomas M. Malaby mit dem Titel

Making Virtual Worlds: Linden Lab and Second Life

bearbeitet. In diesem Interview spricht Malaby über die Wisdom of the Crowds:


In meinem WIKT-Metamodell mit den Vier+1 Erfolgsfaktoren für Second Life habe ich versucht, das Phänomen der Kollektiven Intelligenz über die Wertschätzung, der Identifikation, der Kommunikation und über den Teil-der-Welt-Aspekt zu beschreiben.

Über Andreas Mertens

Andreas Mertens aka Patrick Wunderland (SL) ist Initiator von avameo und schreibt seit 2006 für diesen Blog.

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