7.AK: Ellen Trude: Exkursion nach Etopia

Der vergangene Arbeitskreis war wieder eine Komposition von Außergewöhnlichkeiten. Außergewöhlich war die Impulsgeberin Ellen Trude, die erst seit wenigen Monaten in SL aktiv ist, und schon Gruppenveranstaltungen im E-Learning-Kontext abhält. An diesem Abend zeigte Sie uns die Insel Etopia, die im „High-Tech SL“ zu finden ist, und dabei E-Learning-Inhalte für ein ökologisches Leben in RL bietet.

Für uns war es außergewöhnlich, von Berlin aus teilzunehmen, genau gesagt aus dem Internet Cafe Treffpunkt Weltweit, das wir über Google gefunden haben.


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Mir persönlich hat der Gedanke gefallen, dass der Treffpunkt „Weltweit“ nun sogar die virtuelle mit der realen Welt verbunden hat.

Doch auch unsere Impulsgeberin Ellen Trude hat Welten zusammengebracht. Die Welt der Hi-Tech-Information mit der Welt nachhaltiger, ökologischer Lebensweise.

In einer kurzen Einführung auf der Kybernethik1 stellte sie die Absicht der Inselerschaffer vor, und klärte kurz die Struktur Etopias.

Anschließend nutzte sie die 4 Fortbewegungsarten, die auf Etopia zur Verfügung gestellt werden, um Gruppen zu definieren, die die Insel erforschen sollten.

Denn wenn man sich zu Fuß, mit dem Rad, dem Zug oder per Seilbahn bewegt, man begegnet immer anderen Lerninhalten.


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Die Organistation fand ich klasse. Ellen Trude hatte kleine Schilder in SL gebaut, auf die Art der Fortbewegung schließen ließen, und nach anklicken Notecards verteilten, die die Aufgabenstellungen für jede Gruppe beinhalteten. Das war, wie sich später herausstellte sehr wichtig, da die unabhängig agierenden Gruppen ein Orientierung hatten, die alle am Schluss wieder zusammen führte. Somit war es auch nicht schlimm, dass Etopia alle ankommenden Reisenden in einem, doch recht beachtlichen, Radius, um den eigentlichen Ankunftspunkt herum, verstreute.

Die Gruppen aber fanden sich, und mit Hilfe der Notecard ging es schon los.

Im Laufe der Zeit sammelten sich die Teilnehmer auf einer Lichtung des Virtuellen Waldes von Etopia. Zu meiner großen Freude entstand tatsächlich eine Diskussion, in der Fragen aufgeworfen wurden, wie sinnvoll Textbeschreibungen in SL sind, ob 2D Bilder Sinn machen, und wann die Immersionsförderung auf Kosten der Usability geht.


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Als Abschluss der Veranstaltung gab es noch ein gemeinsames Trommel-Event, und manch einer nutze die Tai Chi Balls für den harmonischen Ausklang.

Ich hatte am Ende den Eindruck, dass Ellen Trude ein Bisschen geknickt war, weil die Technik von SL ihr ein paar kleine Striche durch die Planung gemacht hat. Aus meiner Warte kann ich das verstehen, aber ich weiß mittlerweile auch, das solche Zitterpartien die besten Lehrer sind. Immerhin wissen wir, wie es das nächste Mal besser geht, und trotzdem hat alles – Dank der super Vorbereitung – geklappt.

Denn mit Hilfe der Notecards und der Gruppendynamik lief alles wie geschmiert. Die Dynamik von Gruppen gleicht tatsächlich die ein oder andere Unebenheit aus. Ich halte eine gute Vorbereitung für wichtig, doch ein zwangsläufiges „Daranfesthalten“ für nicht notwendig, wenn man mit Leuten wie dem Arbeitskreis unterwegs ist ;-)

Ich persönlich kann mir nur wünschen, dass jeder die Chance ergreift, und selbst Content produziert. Der Unterschied zwischen „vorher“ und „nachher“ ist beachtenswert…

Über twuertz

Tobias arbeitet seit Ende 2009 für avameo bzw. für SLTalk & Partner.

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