Pia Piaggio – der Fünfzigste

Avameo sagt:

„HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH IHR ZWEI!“


001_Pia PiaggioKLEIN

…und vielen Denk für Eure Berichte!

Jetzt treibt sich Pia Piaggio schon fast zwei Jahre im virtuellen Leben herum. In mehr als hunderttausend Wörtern hat sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse bereits festgehalten, in etwa eintausendfünfhundert Schnappschüssen das Gesehene dokumentiert und damit über 3GB Speicherplatz belegt. Heute lesen Sie den 50. Streifzug – eine Zahl mit deutlichem Jubiläumscharakter, der geradezu verleitet, auf die Vergangenheit zurückzublicken, vielleicht sogar so eine Art Zwischenbilanz zu ziehen.

Sinn oder Unsinn


Die Frage, was es mit 3D-Welten auf sich hat, welchen persönlichen oder gesellschaftlichen Nutzen sie bringen, wofür sie überhaupt dienen können und warum man sich eigentlich einen Avatar, also ein virtuelles Ich, zulegt, wo doch das RL schon unerschöpfliche Möglichkeiten anbietet, beschäftigt viele Gemüter. Umso mehr deshalb, weil es sich eben nicht um einen kurzlebigen Trend einiger realitätsmüder Gestalten handelt, sondern um eine Plattform, die offenbar in einigen Bereichen an Boden gewinnt und mittlerweile ernst zu nehmende Möglichkeiten für Unternehmen, Forschung, Lehre und Kultur anbietet.

Die Spannung steigt

Noch dazu scheinen momentan bei Pia Piaggios Ur-Schöpfer spannende Entwicklungen stattzufinden, die sich bis dato allein in dem verführerischen Namen Lovemachine manifestieren, sich allerdings durch reiche Kost aus der Gerüchteküche nähren, nicht selten aus den eigenen Töpfen von Linden Lab. Sei’s drum – ohne Show kein Fun. Immerhin sind sich ebenfalls die Experten sicher, dass eine entscheidende Entwicklung der virtuellen Welten kurz bevorsteht. Das münze ich einfach mal als Gunst der Stunde und resümiere mit der Pia, was man bisher so alles erleben kann, wenn man sich ins virtuelle Leben traut.


002_Pia Piaggio auf dem Campus

Der Einstieg im Februar 2008 war wahrhaftig nicht leicht. Die ersten sechs Texte hat Pia Piaggio mit dem Erlernen rudimentärer Kenntnisse verbraselt. An dieser Stelle sei einmal dafür gedankt, dass sie dafür von der Community nicht gebannt wurde und das Avameo-Team dies mit der Gelassenheit wahrer KybernEthiker hinnahm. Gleichwohl konnte die Pia im Laufe ihres Daseins erfahren, dass nicht nur sie eine Weile brauchte, um die Grundtechniken des virtuellen Lebens zu erlernen.


003_Pia Piaggio auf dem Campus

Sie unternahm eine Exkursion zu den damaligen einschlägigen Anlaufpunkten für sogenannte Newbies. Besonders stark dafür machten sich die Fachhochschule Köln und die VHS. Letztere hatte bereits ein Kursangebot ausgearbeitet, das fundierte Kenntnisse zur Orientierung im virtuellen Leben vermittelte. Beim Angebot an Newbie-Lernpfaden hat sich seitdem einiges getan. Sie haben den Namen Gateway erhalten und sollen die postgeburtlichen Wehen der Avatare kurieren; einen verständlichen, leichten Einstieg ins Grid ermöglichen.


004_Pia Paggio auf der Modemesse

Nachdem Pia sich durch die Einsteigerkenntnisse gebissen und sich im SL-History-Museum ihrer Wurzeln besonnen hatte, war sie dann im achten Streifzug so weit, dass ich sie auf die Modemesse teleportieren konnte. Sie hatte gelernt, sich zu bewegen, zu fliegen, zu landen, zu chatten, zu suchen, und sie hatte sich sogar schon etwas nett zurechtgemacht. Auch beim Fotografieren konnte sie nun den Viewer wahlweise ein- oder ausblenden.


005_Pia Piaggio auf der Modemesse

Kleine Fortschritte mit großer Wirkung. Aber ehrlich gesagt hatte sie ihr Inventar noch nicht so richtig begriffen. Es war ihr ein Rätsel, was es mit den Boxen auf sich hatte und wie das mit dem Rezzen so ganz genau funktionierte. Insofern machten ihr die Freebies, die es dort an allen Ecken gab, keine rechte Freude, stand sie doch nachher immer aufgespießt von dem Paket da. Wie mit den Inventarobjekten tatsächlich umzugehen war, eignete sie sich bei einem Bummel durch die einschlägigen Freebiestores an. Danach hatte sie es raus.


Pia Piaggio

Im Mai 2008 fühlte sie sich ihres Metiers schon so sicher, dass sie sich eine Prüfung der Dresdner Bank zutraute. Gegenstand war der virtuelle Auftritt dieses traditionsreichen Unternehmens in Apfelland. Die Pia zog das in ihrer Community-Unkenntnis völlig unbedarft durch, denn dass der Auftritt ziemlich misslungen war, bedurfte keines Experten-Auges. Jedenfalls waren nicht alle Leser begeistert von diesem Streifzug, wie die Kommentare zeigten. Davon erholte sie sich dann erst mal in einem Urlaub an der Nordsee.


Pia Piaggio

Ein wenig daneben ging auch der Streifzug über die Pink Floyd Show The Wall. Rezzen hatte sie mittlerweile gelernt, Freundschaften konnte sie auch schon schließen, die Suchfunktionen hatte sie verinnerlicht und auch schon die eine oder andere IM versendet. Aber das mit dem Medien-Player, das hatte sie noch nicht verstanden. Ihr Leben war bisweilen klanglos verlaufen und so blieb es auch an jenem Abend der Show. Diese gab allerdings rein optisch schon so viel her, dass sie den Sound gar nicht weiter vermisste.


Pia Piaggio

Glatt verpeilt hatte die Pia das rechtzeitige Auftitschen bei der 5. Geburtstagsparty von Second Life. Als sie kam, waren die Feierlichkeiten schon gelaufen. Zum Glück befanden sich die Aussteller noch da und so konnte sie immerhin einen Nachruf zu diesem jungen Geburtstag verfassen. Dabei wurde ihr ganz klar, dass es sich in ihrer Welt um lauter Pioniere handelte, die ihre Zeit und Kreativität ins Second Life© steckten. Die Bedeutung von usergeneriertem Kontext offenbarte sich dort förmlich, ja, sie biederte sich zum Begreifen an.


Pia Piaggio

Mittlerweile war es Juni 2008 geworden. Zeit, der Pia mal mein derzeitiges Heimatland mal etwas näher zu bringen, wenn auch nur völlig virtuell. Über Barcelona schipperten wir nach Ibiza und fanden dort tatsächlich ein Stück Spanien.


Pia Piaggio

Besonders authentisch war die Playa y Fiesta Stimmung dort, und der Sound im Malatu Club hatte es Pia so angetan, dass ich ein spezielles Kabel kaufte, um ihn auf mein heimisches Tapedeck umzuleiten und dort auf altmodischem Kassettentonband zu speichern. Ein kleiner Anachronismus an der Schnittstelle von RL und SL sozusagen.


Pia Piaggio

Auf die Eröffnungsfeier der Sim vom Goethe Institut habe ich sie aus rein persönlichem Interesse geschickt. Ich wollte doch mal sehen, wie meine spanischen Freunde im Web 3D Deutsch lernen könnten. Auch wenn mich das Unterrichtsangebot schlussendlich nicht überzeugte, ist es dennoch ein Ort, wo den Besuchern ein deutlicher Eindruck der deutschen Kultur vermittelt wird und der somit etwas transportiert, was ein reiner Sprachkurs nur schwer leisten kann.


Pia Piaggio

Über Musik, Kunst und das virtuelle SOS-Kinderdorf bahnte sich Pia ihren Weg in die Politik. Ende August 2008 teleportierte sie sich nach Politikland und fand das Geschehen dort mitten in der Sommerpause vor. Dies dachte sie zumindest auf den ersten Blick. Beim genauen Hinsehen stellte sie jedoch fest, dass diese Sim dauerhaft ausgestorben war und so langsam verwahrloste. Zu ihrer Empörung entdeckte sie auch noch einen gediegenen Pokertisch hoch in den Lüften. „Deutsche Politiker sind wohl echte Zocker“, schloss sie daraus, was ich in jenem Streifzug jedoch aus guten Gründen nicht wiedergab.


Pia Piaggio

Im September 2008 hatte Pia ihr erstes Date. Sie traf sich mit dem Builder Heino Holmer, der zu ihrer Verzückung ganze Sims vor ihren Augen entstehen ließ. Er lud sie auf einen Baukurs ein, was Pia allerdings ablehnte. Sie war noch so beschäftigt mit all den neuen Eindrücken ihres jungen Ava-Lebens, dass sie einfach keinen Platz fand, diese Kunst zu erlernen.


016_Pia Piaggio als Literaturscout

Abermals aus persönlichem Interesse jagte ich Pia durch die virtuelle Literaturlandschaft. Sie trat einer Literaturgruppe bei, lernte Gruppenmitteilungen zu versenden, Notecards anzuhängen und ein THINC-Book zu produzieren. Diese virtuellen Aktivitäten führten zu einer Lesung aus meinem ganz realen Buch im virtuellen Raum. Eine irre Sache, hier von der Finca aus für Zuhörer aus der ganzen Welt lesen zu können! Die Pia hat sich dabei wacker geschlagen. Neben der Erfahrung des Lesens vor einem virtuellen Publikum begegnete sie bei dieser Gelegenheit ebenfalls den harten Regeln des Stylism und des Dresscodes, der im Metaversum eben auch nicht fehlt.


Pia Piaggio

Nicht entgehen ließ sie sich das alljährliche Festival Burnig Life, eine megakultige Angelegenheit, die aus dem RL ins Second Life© übernommen wurde. Immer im Oktober treffen sich etliche Freaks in der Wüste bei San Francisco, um dort über mehrere Tage ein Feuerspektakel zu veranstalten. Parallel dazu wird dieses Ereignis im SL gefeiert, wozu auch diverse Crossover Veranstaltungen gehören.


Pia Piaggio

Nach einer kleinen Jubiläumsfeier auf der gigantischen SS Galaxy, einer Stippvisite an der virtuellen Börse sowie eines vergnüglichen Abends im Schneegestöber von INOUK, der Sim des Reiseveranstalters KUONI, widmete sie sich abermals dem virtuellen Kunstgeschehen. Ein Ausflug mit Mosmax Hax von der HDK Zürich wurde zu einem unvergesslichen Trip, der im totalen WhiteNoise endete.


019_Pia Piaggio blickt Mathe

Es war schon Dezember 2008, als Pia Piaggio die bildnerische Ästhetik der reinen Mathematik entdeckte. Anlässlich des Jahres der Mathematik, das in Deutschland ausklang, präsentierte die virtuelle Galeristin Beacara Boa die Ausstellung IMAGINARY mit den Arbeiten von Seiffert Surface – eine ziemlich klasse Angelegenheit.


020_Pia Piaggio im Wintertaumel

Wieder mal aus rein persönlichen Gründen schickte ich Pia dann in ein Skigebiet. Ich liebe Winterlandschaften, die mir in meinem RL unter Blau leider völlig abgehen. Also jagte ich mit Pia virtuelle Pisten hinunter, stand im dreidimensionalen Schneegestöber und schunkelte mit der Seilbahn auf die höchsten Grid-Gipfel hinauf. Das hat uns beiden irre viel Spaß gemacht.


Pia Piaggio

Nach dem Besuch einer Art virtuellen Sternwarte ging auch Pia Piaggio auf, dass es neben der Welt, in der man lebt, ein ganzes Universum gibt, das einen umgibt. Das Zauberwort, um dies im virtuellen Raum zu entdecken, heißt OpenSim. Mithilfe dieser Innovation blickte sie über den Tellerrand der ihr bisher bekannten Welt und loggte sich kurzerhand ins 2LifeGrid ein.


Pia Piaggio

Offenbar war es ihr damit gelungen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Denn sie erhielt die Einladung, an der Eröffnung eines nagelneuen Grids teilzunehmen. So fand sie sich im Februar auf einem winzigen Eiland wieder, das sich mittlerweile in das deutsche Grid Open Neuland ausgewachsen hat. Die Anfänge dokumentierte sie in einer kleinen Chronik. Wie selbstverständlich bewegte sie sich nun schon durch verschiedene Grids; gab sich in ihrem virtuellen Lebensstil quasi metaversal, was nicht nur die Redaktion von Avameo befürwortete.


023_Pia Paiggio sucht Buecher

Ihren nächsten Streifzug widmete sie dem Projekt von BukTom Bloch, der sich auf Pegasus unermüdlich für die literarische Kultur im Second Life© einsetzt. Bei dem Ausflug sind Pia wieder so manche Schnitzer passiert, deren Ursachen BukTom in seinen Kommentaren ausführlich analysierte. Zu zuguterletzt schickte er Pia eine wunderschöne rote Rose, die einen Sonderplatz in ihrem Inventar erhielt, mit dem sie derweil schon recht gut umgehen konnte.


Pia Piaggio

Im April 2009 kam der Punkt, an dem Pia Piaggio erste Müdigkeitserscheinungen zeigte. Sie fühlte sich ein wenig ausgelaugt von ihrem virtuellen Dasein, wusste nicht recht, wonach sie dort suchte und schon gar nicht, was sie dort finden konnte. Ein Ausflug in ein Yogazentrum gab ihr dann neue Energien. Sie geriet wieder in Einklang mit dem Metaversum, dessen grundsätzlichen Sinn zu ergründen ihr unwichtiger erschien, als es einfach anzunehmen, dabeizubleiben und mitzumachen.


Pia Piaggio

Über eine Pressemeldung gelangte sie nach Bluepill. Dort vergnügten wir uns mit einem Spiel zu den einzelnen Nationalitäten der Europäischen Union. Es war ziemlich aufschlussreich und wirklich gut gemacht, auch wenn weder Pia noch ich vorhatten, ins internationale Business einzusteigen, denn darauf war das Quiz ausgerichtet. Ein weiteres Highlight der Sim von Paco Zagato war ein Theaterpavillon, in dem eine Premiere kurz bevorstand.


Pia Piaggio

Dort erlebte Pia Piaggio ihren ersten Theaterabend. Der Regisseur Simeon Blaesi wagte ein Experiment und präsentierte einen Ausschnitt aus Arthur Schnitzlers Werk. Der Premiereabend war gut besucht, von wichtigen Namen gekrönt und durchaus unterhaltsam gestaltet. Insgesamt war dieses Projekt so interessant, dass ein zweiteiliger Streifzug daraus entstand.


Pia Piaggio

Ihr nächster Streifzug war wirklich eine brandheiße Sache. Bei dem Besuch der Küchenbrand-Simulation vom SwissProjekt erlebte sie, wie durch die Zubereitung eines kleinen Snacks die ganze Wohnung ruiniert werden kann. Etwa vier Mal wäre sie fast im Qualm erstickt, bevor sie gelernt hatte, was im Falle einer Brandentwicklung zu tun oder zu vermeiden sei.


Pia Piaggio

Ebenfalls um Lernen ging es dann bei der Abschlusspräsentation des ersten BlendedPLUS Seminars von Avameo. Die Teilnehmer stellten dort die Resultate ihrer Projekte vor und Christine Fischer von der VHS-Goslar überzeugte zu hundert Prozent mit der Darbietung einiger Lehrmethoden, die alle Register hinsichtlich der Möglichkeiten von Wissensvermittlung im geteilten virtuellen Raum zogen.


029_Der Arbeitskreis Elearning

Aus diesem Seminar hat sich übrigens der Arbeitskreis E-Learning entwickelt, an dem Pia mit Freude teilnimmt. Alle zwei Wochen trifft sich ein loses Grüppchen, um gemeinsam die Chancen und Grenzen von Lernumgebungen in virtuellen Welten auszuloten.


Pia Piaggio

Schon war es wieder Juni und diesmal schaffte es Pia rechtzeitig, den sechsten Geburtstag von Second Life© zu feiern. Wieder gab es eine Menge zu sehen und unverkennbar war die Entwicklung zum Vorjahr. Unter dem Motto The Future of Virtual Worlds wurden zahlreiche Projekte präsentiert, die nicht selten interaktiven Charakter besaßen und Pia sehr viel Spaß gemacht haben.


Pia Piaggio

Der tragische Tod von Michael Jackson wurde zum Anlass für eine kleine Trauerstudie. Pia Piaggio durchkämmte das Second Life©, um herauszufinden, wie sich dieses unvorhersehbare Ereignis im Metaversum manifestierte. Am Ende waren wir beide ganz eingenommen von den rührenden Beiträgen zum Abschied dieser Pop-Legende.


Pia Piaggio

Ende Juli 2009 wurde es schließlich höchst abenteuerlich. Friendly Riddler und Internet Engineer luden ein zu einer Exkursion durch die 3D-Welten. Zusammengefunden hatte sich ein kleines Grüppchen, das gemeinsam eine Reise durch verschiedene Grids unternehmen wollte. Das Ganze verlief nicht so reibungslos, wie man es sich allseits gewünscht hätte. Aber dennoch deutete sich an diesem Abend die Zukunft des Web 3D deutlich an.


Pia Piaggio

Recht futuristisch mutete ebenfalls die factory of e-motion an, ein Projekt des Fraunhofer Instituts. Der Diplom Ingenieur Stefan Seitz trieb dort sein Unwesen mit dem Nachbau einer Fabrikationsstraße für Automobile. Ein umfangreiches und aufwändiges Projekt, das die Server von Linden Lab tagtäglich an ihre Grenzen brachte. Für Pia erklärte er den Projektaufbau bis ins Detail und gegen Nachmittag brauste sie mit dem selbst entworfenen Quad, das extra für sie gebaut wurde, von dannen.


Pia Piaggio

Sie raste in Richtung Kalifornien, straight zu Bernhard Drax aka Draxtor Despres, mit dem sie sich auf einen ausgiebigen Plausch traf. Dabei schauten sich die beiden einige Filme aus der Draxtor Schmiede an, die Pia nicht nur aus medientechnischer Sicht einfach hammermäßig fand.


Pia Piaggio

Gut einen halben Tag verbrachte sie auf der Sim Odyssey, die sich voll und ganz dem virtuellen Kunstgeschehen widmet. Der Kurator Helfe Ihnen legt allerhöchsten Wert auf die Präsentation von Künstlern, welche in ihren Arbeiten mit den Möglichkeiten dieser neuen Plattform experimentieren. Von daher gab es dort einiges zu erkunden, wobei die Pia wohl den meisten Spaß an dem Gedichtautomaten fand.


Pia Piaggio

Im Sinne der Kunst ging es dann auch weiter. Im September gab es eine Crossover-Veranstaltung anlässlich der stART 09. Stars wie Jaynine Scarborough und Tia Ryba wurden gemeinsam mit erfolgreichen Kulturschaffenden wie Kaya Angel, nerd Bert und natürlich Draxtor Despres zu einer Talkrunde im Rose Theater eingeladen, die Andreas Mertens live in die Mercatorhalle in Duisburg übertrug.


Pia Piaggio

Anfang Oktober loggte sich Pia Piaggio seit langem mal wieder ins Open Neuland ein. Dort hatte sich eine Menge getan, etliche Regionen waren ausgebuildet und Yoster Allen konnte endlich voller Stolz seine Zinnfigurenausstellung eröffnen. Bei einem Besuch der Yosterburg überzeugte sich Pia davon, dass es dabei um viel mehr als um Zinn und Figuren geht.


Pia Piaggio

Der Streifzug Nummer 48 ging ins Chelsea Hotel im tiefsten New York. Die Location hatte sich Pia aus dem Showcase ausgesucht, nachdem eine Verabredung unverhofft geplatzt war. Dieses legendäre Hotel präsentiert sich im Second Life© auf seine einmalige, unverwechselbare Art und fast hat es mir mehr Spaß gemacht als der Pia, dort eine Zeit lang zu verweilen – wenn auch nur ganz virtuell.


Pia Piaggio

Der letzte Streifzug dieser langen Reihe führte wieder ins ON, wo Pia sich mit Beacara Boa traf, um deren Ausstellung 90 Jahre Bauhaus zu besichtigen. Davon war sie ganz schön begeistert. Sie hatte den Eindruck, Bauhaus nicht nur gesehen sondern auch erlebt zu haben und das spielt ja besonders beim Verständnis dieser Kunstrichtung eine tragende Rolle. Natürlich hatte Beacara wieder eine Menge zu erzählen, denn in ihrem Fall scheinen sich das reale und virtuelle Leben optimal zu ergänzen. So verlebte Pia einen ausgesprochen inspirierenden Nachmittag auf art neuland.


039_Pia Piaggio feiert Jubilaeum

Heute treffe ich sie an einem Überraschungsort, den van Zardak für eine kleine Jubiläumsfeier ausgesucht hat. Vorher kaufe ich ihr noch ein nettes Kleidchen bei XstreetSL, das am Nachmittag auch tatsächlich auf wundersame Weise in ihrem Inventar landet. Zum Glück habe ich ein winterliches Modell ausgewählt, denn der Überraschungsteleport geht nach Wintertraum.


040_Pia Piaggio im Team

Dort packt Patrick Wunderland für jeden ein Tortenstückchen aus, Pia kramt ihr Sektglas aus dem Inventar, das übrigens dringend mal aufgeräumt werden müsste, und allesamt plaudern sie eine Weile über dieses und jenes aus dem virtuellen Leben. Vermutlich war es van Zardak der irgendwann meinte: „So, liebe Pia, jetzt musst du aber noch deine Jubiläumsansprache loslassen. Wir wollen ja schon wissen, auf was wir hier anstoßen!“


041_Pia Piaggios Ansprache

Pia überlegt. Sie nippt an ihrem Sekt, mümmelt noch einmal von der Torte. Dann blickt sie auf, klimpert zwei, drei Mal mit ihren Avataräugelein und sagt: „Anlässlich meines fünfzigsten Streifzugs bleibt mir letztendlich nur Folgendes zu sagen: Es war interessant, es ist interessant und es wird interessant bleiben. Ich bin froh, dass ich hier bin. Trinken wir also auf die Zukunft virtueller Welten“, proklamiert sie einigermaßen trocken und bündig, als wäre sie ausgerechnet heute der vielen schmückenden und beschreibenden Worte müde.


042_Pia Piaggios Frage

„Aber eines wüsste ich doch noch gerne“, setzt sie hinterher. „Die Streifzüge sind ja immer ganz schön lang und detailreich. Und am Rechner zu lesen, das ist ja doch recht anstrengend. Sollte ich mich eventuell kürzer fassen?“ Schnell wird man sich dazu in der Runde einig. Dies können wohl nur die Leser selbst beurteilen. Insofern lassen wir die Frage einfach mal im Raum stehen – möge sie ermuntern zu konstruktiver Kritik im Hinblick auf die folgenden Streifzüge von Pia Piaggio. Der Nächste geht übrigens nach Wintertraum und vielleicht erwartet sie dort ihre erste Romanze…..

Über twuertz

Tobias arbeitet seit Ende 2009 für avameo bzw. für SLTalk & Partner.

Kommentare

  1. Beacara Boa says:

    Prost Pia! Und bleib so wie du bist! Ich wünsche uns noch viele gemeinsame Events, Plätze, Erlebnisse, Entdeckungen! Liebe Grüße von Bea

  2. WOW – das ist sicher das größte Lob für eine Reporterin in allen realen und virtuellen Welten: über 3GB Speicherplatz belegt… ;)

    Im Ernst: vielen Dank für die vielen informativen und lustigen Berichte aus dem virtuellen Weltall, und vielen Dank, dass ihr beide so oft auch über unsere Aktivitäten in Finis Terrae und in Open Neuland berichtet habt. Ich hoffe, wir sehen euch noch oft bei uns zu Gast.

    Muchissimas gracias, ihr beiden, und ein mächtiges ¡salud! auf die nächsten 950 Berichte!

    Die Guglmänner

  3. Liebe Pia,
    liebe Stephanie

    auch von mir vielen vielen Dank für Deine wirklich wundervolle Arbeit, Deine informativen Texte, die uns von vielen Lokalitäten des Metaversums, sowohl aus Second Life, als auch von OpenNeuland berichten.

    Liebe Grüße,

    Andreas

  4. BukTom Bloch says:

    Glückwunsch !
    Gut gemacht !!

    Und: „… kürzer fassen?“
    Keinesfalls!

    Bleib wie Du bist- und weiter so!!

    LG
    BukTom
    -Freie Bibliothek Pegasus-

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