Pia Piaggio in Pandora

Pia Piaggio in Pandora


Im Grunde liegt nichts näher, als den Film Avatar in einer ehedem aus Avataren bestehenden Welt zu interpretieren. JackSully Toocool hat es gemacht und das deutschsprachige Avatar Rollenspiel Pandora Magic im Second Life™ gegründet.



Leicht irritiert findet Pia Piaggio sich nach dem Teleport in einem abenteuerlich anmutenden Ambiente wieder. „Wo bin ich denn hier nur gelandet?“, wundert sie sich und starrt einigermaßen entsetzt auf ihr seltsam verkleidetes Gegenüber.


In der Welcome Area von Pandora Magic herrscht einiger Betrieb. Der Teleporter kommt kaum hinterher, all diese Na’vis auszuspucken, die sich von hier aus in die Tiefen jener Wunderwelt begeben. „Sag mal, Stephy, meinst du nicht, ich bin hier irgendwie falsch?“, fragt Pia und schaut an sich hinunter.


Iwo. Da vorn, vor dem Board des Pandora Orga Teams, steht auch eine ganz normale Avin, die sich noch kein Na’vi-Skin zugelegt hat. Hier im Ankunftsbereich kann man durchaus so aufschlagen. Pia seufzt erleichtert und gesteht mir, dass sie sich dennoch ein wenig deplatziert fühlt, umgeben von all diesen merkwürdigen Wesen mit den Katzenaugen und der bläulichen Hautfarbe.


„Schau mal, da gibt es die Landmarke zu einem Shop, der solche Skins verkauft“, zischelt sie mir mit einem flehenden Blick zu. Aber ich lasse mich nicht erweichen. Bevor ich der Pia so ein Outfit kaufe, will ich erst mal sehen, was sie damit überhaupt so erleben kann.


Ganz billig sind die magischen Accessoires nämlich nicht. Allein ein Nasen- und Ohrenset soll – jedenfalls in der Welcome Area – stolze 250 L$ kosten. „Ja toll“ wendet Pia ein. „Dann berappe ich die Dollars und bin immer noch nicht blau“, kommentiert sie dieses Angebot zwar nicht ganz passend, aber doch ziemlich scharfsichtig.


Für weitere 250L$ könnte Pia sich dann eine der Tafeln mieten, auf denen sich die Mitspieler präsentieren dürfen. „250 L$ pro Tag, pro Woche oder pro Monat?“, fragt Pia sich, und ich kann dazu leider nichts sagen, denn das geht aus dem Angebot wirklich nicht hervor. Naja, bei Interesse müsste man dann wohl nachfassen.


Am besten wohl bei JackSully Toocool, dem Gruppenadministrator selbst. Platz für PR-freudige Na’vis ist an den Wänden allemale noch vorhanden.


Insgesamt kann man drei verschiedenen Gruppen beitreten. Die Visitors Group ist kostenlos, will man jedoch den Humans oder sogar den Na‘vis beitreten, werden wieder 250 L$ fällig. „Da bist du also locker schon mal einen Tausender los, bevor du überhaupt mitspielen kannst“, moniert Pia. Ja, aber auch wenn das im SL viel Geld ist, sein wir doch mal ehrlich, dass umgerechnet etwa 2,50€ keine Hausnummer darstellt, wenn es um echten Fun geht.


Und wenn ich den Andrang hier richtig interpretiere, dann verspricht Pandora Magic echtes Vergnügen für die Fans dieses Films. In die entsprechende Region gelangt man, indem man den Pfeilen folgt oder sich des Teleportcenters bedient.


„Also, irgendwie sehen diese Na’vis nicht so sehr freundlich aus“, wispert Pia mir zu. „Sollen wir nicht lieber zu den Humans? Die sind sicher friedlicher.“ Mitnichten, liebe Pia, soviel ich gehört habe, ist es genau anders herum. „Wie??? Du kennst diesen Film gar nicht?“, hakt sie nach. Jain. Die Popularität dieser Cameron-Manifestation führt quasi zu einer Art Basiswissen, das man generell darüber hat.


„Pfff“, macht Pia, „du willst mich also in dieses Pandora schicken, ohne eine echte Ahnung zu haben, was da auf mich zukommt“, beschwert sie sich. „Pandora……was ist das überhaupt?“, setzt sie dann noch hinterher. Nun, der Begriff bezieht sich auf Pandora, die nach der griechischen Mythologie die erste Frau auf Erden war. „Ach, wie romantisch“, säuselt Pia. Nein, das wohl weniger, brachte sie den Menschen doch die Büchse der Pandora. „Mit lauter hübschen Dingen darin?“, mutmaßt Pia hartnäckig. Eben nicht. In dieser Büchse war nur Böses drin. Pandora hat schon viele kreative Geister beflügelt, wie zum Beispiel neulich noch den Herrn Piñol, der ein aberwitzig gutes Buch dazu schrieb.


„Okay, also dann lass mal losteleporten“, fordert Pia mich auf, obwohl ihr der Schrecken im Gesicht steht. Tapfer ist sie ja schon.


Mit einem mordsmäßigen Lichtspektakel setzt sich der Teleporter in Gang. Er bietet insgesamt fünf Locations an, die Pia innerhalb ihres Besucherstatus offen stehen.


Zunächst landet sie auf Marketplace 1. Ähnlich wie bei einer Messe sind hier allerlei Verkaufsstände aufgebaut, die jedes Avatar-Fanherz höher schlagen lassen.


Hier gestalten sich die Preise bereits etwas moderater. Für 300 L$ kann man zum Beispiel schon ein komplettes Skin und Shape inklusive Lendenschurz ergattern. „Na super“, meint Pia und drängelt dann: „Aber jetzt will ich gern was von diesem Pandora sehen.“


Okay. Dann teleportieren wir halt mal auf die Brücke vom Raumschiff. Von da aus lässt sich das Treiben auf Pandora sogar sehr analytisch beobachten.


Dort sind diverse Desktops und Bedienpulte aufgebaut, die allerlei Informationen über diesen vielversprechenden Planeten liefern. „Hmmm…“, brummelt Pia, „…von hier aus sieht er aus wie die Erde.“ Mag sein. Und doch ist es dort ganz anders.


Es ist ein Ort voller Magie, voller Schwingung und von einnehmender Natur. Da gibt es zum Beispiel den Tree of Voice, auf dem viele dieser Na’vis leben.


Diese Geschöpfe organisieren sich in Clans und vermutlich ist dies eine Omaticaya. „Omati-was?“, unterbricht Pia mit gekrauster Stirn. Omaticaya. Ein Clan, der auf dem riesigen Pandora Baum lebt und den die Menschen schon recht genau aus der Ferne studiert haben.


„Wow“, seufzt Pia andächtig. „Das ist wirklich ganz schön magisch hier.“ Yeep. Diese Sim wurde bereits von Bixyl Shuftan als ausgesprochen sehenswert herausgestellt. Demnach gibt es einige Pandora- oder Avatar-Projekte hier im SL™, aber das deutschsprachige Rollenspiel Pandora Magic soll wohl von allen am besten gelungen sein.

Landmarke zum deutschsprachigen Rollenspiel Pandora Magic

Über twuertz

Tobias arbeitet seit Ende 2009 für avameo bzw. für SLTalk & Partner.

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  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von avameo, Second Life Blog erwähnt. Second Life Blog sagte: Pia Piaggio in Pandora http://bit.ly/cppLwm […]

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