Konvergenzbeschleuniger: Das mobile Internet in Deutschland

Nachdem die ersten schnellen mobilen 4G-Netze in Skandinavien installiert werden, zieht Deutschland langsam nach. Seit heute werden die neuen Frequenzen mit einer Bandbreite von 360 MHz verkauft.

Allerdings wird nicht mit einem Deal wie in 2000 gerechnet, bei dem die UMTS-Lizenzen für 50,8 Milliarden Euro über den Tisch gingen. Um flächendeckend auch kleinere Gemeinden mit dem mobilen Internet zu versorgen, sind Bedingungen an den Erwerb der Lizenzen geknüpft. Vor den Metropolen müssen zuerst kleinere Städte und Orte versorgt werden. Ein cleverer Schachzug von Merkel, die sich ja immer wieder für den Ausbau des Internets in Deutschland ausspricht. Erst im März segnete Sie sogar das umstrittene Google StreetView-Projekt ab und will Google keine „Steine in den Weg“ legen.

Aus umwelttechnischen Gründen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bedenken. Mögliche Langzeitschäden, die durch die Strahlungen verursacht sein könnten, sind noch nicht hinreichend erforscht, deuten aber darauf hin, dass Sie für Mensch, Tier- und Pflanzenwelt schädlich sind.

Für unsere „interne“ Zeitrechnung des Durchbruchs des 3D-Internets stehen die Sterne gut, da das schnelle, allgegenwärtige mobile Internet auf unserem Konvergenzradar steht. Das mobile Internet ist eine Voraussetzungen für den Durchbruch des 3D-Internets. Hier die von uns beobachteten Konvergenzthemen:

  1. Das mobile Internet
  2. Das mobile Internet schafft die Infrastruktur, die uns von stationären Desktop-Maschinen befreit. Handys verschmelzen mit einer halbtransparenten Datenbrille, Displays verschwinden.

  3. Display-Technologien
  4. Neue Display-Technologien sorgen dafür dreidimensionale, dass virtuelle Räume auf neue Art und Weise wahrgenommen werden können. Dies kann über Datenbrillen oder Daten-Kontaktlinsen geschehen.

  5. Human Interfaces
  6. Neue Mensch-Maschinen-Schnittstellen werden bedient. Dazu gehören die Datenbrillen als auch Datenhandschuhe.

  7. Augmented Reality
  8. Durch Augmented Relaity verschwindet zunehmend die Grenze zwischen Virtualität und Realität. Mobile Internet-Anwendungen mit Datenbrille erleichtern unser Leben, helfen uns bei der Navigation und Überlagern die reale Wahrnehmung mit Echtzeitdaten aus dem Internet, wie wir es heute schon auf dem iPhone mit Layar und Wikitude kennen.

  9. Standards/OpenSource
  10. Last but not least werden Standards den Massenmarkt dominieren und anführen. Ob es der Standard ist, der die 3D-Brille zu dem passenden 3D-TV im Wohnzimmer definiert oder Software-Standards. In den klassischen industriellen Bereichen (TV, Datenbrille, Elektronik) setzten sich nach wie vor lobbygetriebene Standards durch. Im Softwarebereich dominieren Defacto-Standards, die durch Kraft von Open-Source getrieben werden. Im 3D-Internet wird dies der OpenSimulator sein.

Über Andreas Mertens

Andreas Mertens aka Patrick Wunderland (SL) ist Initiator von avameo und schreibt seit 2006 für diesen Blog.

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