Pia Piaggio auf Caerleon Isle


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Noch bis Ende Juli gibt es auf Caerleon Isle die Ausstellung The Environmental Fluidity Collaborative Project zu sehen. Wie der Name schon sagt, geht es um fließende oder sich bewegende virtuelle Umgebungen und Objekte.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Caerleon Isle wurde seinerzeit von Gary Zabel aka Georg Janick, einem Philosophiedozenten an der University of Massachusetts in Boston, gegründet. Derzeit arbeiten sieben Künstler an diesem Projekt und nutzen die virtuellen räumlichen Möglichkeiten von Caerleon ergänzend zu ihren eigenen realen Ateliers.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

„Sag mal, woher weißt du das denn schon wieder alles?“, fragt Pia, die leicht irritiert am Landepunkt steht, ist sie doch von lauter Avataren umringt, die keinen Namen tragen und sie nur schweigend mustern. Ich weiß das von Thorsten Küper, der schon im März 2008 darüber schrieb. Allerdings hat sich das Künstlerkollektiv seitdem wohl doch etwas verändert.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Momentan scheinen sich dort Lollito Larkham, Patriciaanne Davieau, Pixels Sideways, Wotthe Dickins, Alzarin Goldflake, Artistide Despres und Banrion Constantine auszutoben. Natürlich geht es alles in allem darum, die Möglichkeiten der virtuellen Kunst zu entdecken und zu erforschen. „So ein wenig wie bei Odyssey “, bemerkt Pia und ich sage vorsichtshalber nichts dazu. Kunst und Künstler sind mithin eine extrem sensible Angelegenheit und am Ende mag eine Ähnlichkeit dieser beiden großen Kunstprojekte im Second Life ® nur dem Betrachter einfallen, während die Macher deutlich unterschiedliche Ansätze verfolgen. Aber sei’s drum.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Bei ihren Versuchen, den Start der Ausstellung zu betreten, wird Pia Piaggio argwöhnisch bis missgünstig von einer Senior-Avatarin beobachtet. Etliche Male klickt Pia den Notecardgeber an, der ihr jedoch keinen Teleport anbietet. Wütend toucht sie alle möglichen anderen Objekte an, aber es ist nichts zu machen. „WTH, ich komme hier nicht weg“, flucht sie.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Ein Schwenk mit der Kamera zeigt, dass sie sich in einem hellblauen Zylinder befindet, der im Gridmeer dümpelt, umgeben von einer recht chaotisch wirkenden Landschaft. „Weißt du was“, meint Pia, „wir machen’s jetzt ganz einfach mit der Karte.“


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Offenbar stehen uns vier Sims zur Erkundung bevor und meine Vermutung ist, es wird dabei ein bissel chaotisch zugehen.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Schon der erste Teleport zeigt, wie recht ich habe. Die arme Pia landet unter einer grasgrünen Deckplatte und fängt auch gleich an zu nölen. „Weia, das mit den Teleportpunkten müssen die hier aber noch mal gesondert üben“, keift sie.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Wieder mal hilft allein die Kamera, um eine Orientierung zu bekommen. Scheinbar ist Pia unter diesen sechs farbigen Boxen gelandet, die allesamt mit lauter Wunderlichem angefüllt sind.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

In der grünen Box befindet sich ein Stück Landschaft, die alle paar Sekunden ihr Gesicht ändert. Sie mutiert ohne avatarliches Zutun von einer trockenen Wüste…..


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

….zu einem saftig grünen Waldstück. „Der Übergang könnte – dem Motto der Ausstellung folgend – ein wenig flüssiger sein“, bemerkt Pia zickig, und ich ahne schon, sie hat ein wenig schlechte Laune.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Der Blick in die blaue Box entlockt ihr dann aber doch ein verzaubertes Lächlen. Dort entschwebt eine anmutige Frau wieder und wieder dem eisigen Labyrinth, aus dem sie ohne Unterlass entsteht.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Mit einiger Mühe gelingt es Pia, diesem Labyrinth zu entkommen. Sie landet auf einer Art Steg, wo zwei seltsame Avatargestalten herumlümmeln. Erhobenen Hauptes stolziert sie an ihnen vorbei und findet tatsächlich eine Teleportsäule, die sie mit dem Ausdruck „Let’s go“ in die Region Aquatica befördert.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Dort ist sie umgeben von fabelartigen Fischwesen, die einen recht lieben Eindruck machen. Aber Pia hat keine besondere Lust, dieses Wasserreich zu erforschen. „Ist mir echt ein bisschen zu nass hier“, meint sie. Glücklicherweise befindet sich auch hier ein Teleportangebot.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Diesmal führt er nach Evotropolis, einer stufenförmig angelegten Skulptur, die es zu erklimmen gilt. Sie liegt in einem von Felsen eingefriedet Terrain, aus denen eine halb menschliche Hand gespenstisch herausragt und irgendetwas krampfhaft festhält; nicht loslässt. „Endlich mal wieder Himmel über dem Skin“, meint Pia erleichtert und nutzt die Gunst des Ortes, um loszufliegen.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Hoch oben in den Gridlüften ist ein weitläufiges Schachbrett positioniert.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Es ist dem Feld der Primatecture gewidmet und zeigt in einer Reihe von Arbeiten, was die simplen Prims so alles können.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Vorausgesetzt, sie werden von einem Könner und Kenner der Materie gerezzt und bearbeitet.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Pias Weiterflug führt in eine objektdichte Region, die ziemlich vielversprechend aussieht.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Unter dem Thema Math Mystic zeigt hier Wizard Gynoid einige Arbeiten.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

„Wizard scheint ziemlich aktiv zu sein“, mutmaßt Pia mit Blick auf ein weiteres Ausstellungsplakat, das in der Seitenleiste Teleports, Website und Infos anbietet.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Ein wenig erschreckt ist Pia von dieser merkwürdig deformierten, leblos wirkenden Avin, die vor einem Ausstellungskomplex schwebt.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

„Huuch“, quiekt sie, als diese sich dann auch noch in eine ergraute Mumie verwandelt – und dies in einem tatsächlich fließenden Übergang.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

„Also, da ist mir dieses Werk hier schon lieber“, resümiert sie und betrachtet eine Weile die kreisenden Objekte, welche die Installation Life is a bowl ausmachen. Kandinsky hätte daran sicher ebenfalls seinen Spaß gehabt.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Eine Etage darüber sind die sechs Dimensionen der Virtuellen Kunst knapp und treffend beschrieben. „Das sind im Prinzip die Werkzeuge virtueller Kunst“, fasst Pia das Gelesene zusammen.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Yeep. Erfahrbar ist das auch in der Region Primolator, wo diese Dimensionen geballt eingesetzt werden.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Schließlich zeigt eine Bilderwand einen kleinen Ausschnitt der Projekte, die auf Caerleon im Second Life® bisweilen realisiert wurden. Übrigens gibt es dieses Projekt ebenfalls im Reactiongrid.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Ob dort die gleiche Künstlerstaffel tätig ist, weiß ich nicht.


Pia Piaggio auf Caerleon Isle

Pia Piaggio ist derweil auf die Plattform Meet the artists gekraxelt und ich vermute, sie hat dort einen lebhaften Plausch begonnen. Ich meinethalben folge dem darüber prangernden Motto und logge mich mal ganz fließend aus.
Landmarke Caerleon Isle

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