Online Educa Berlin 2010

Vom 01. bis 03. Dezember 2010 findet in Berlin die größte internationale E-Learning-Konferenz für Unternehmen und den öffentlichen Dienst statt. Die Online Educa findet zum 16. Mal statt. Zu den Keynote-Speakern gehört u.a. auch Hochkaräter Leif Edvinsson. Der Wissensmanagement-Guru prägte den Begriff des Intellektuellen Kapitals in Unternehmen und war einer der Ersten, die mittles einer Wissensbilanz das Humankapital von Unternehmen quantifizieren. Mittels seines bekannten Skandia Navigators übertrug er das Konzept der Balanced Scorecard, um Wissen im Unternehmen darzustellen.

Die Konferenz beschäftigt sich neben dem wichtigen Thema Lernen lernen auch mit Learning Ecosystems und innovatoven Lernumgebungen. So wundert es nicht, dass man auf der Konferenz mit Fragen konfrontiert wird, wie die Zukunft des Klassenzimmers aussehen mag. Ebenso wenig verwundert es, dass wir „alte Bekannte“ aus dem Avalon-Projekt wiedersehen, über das wir bereits mehrfach berichteten, u.a. auch im Arbeitskreis „Lernen in virtuellen Welten„. So ist besondere Aufmerksamkeit dem Pre-Conference-Workshop zu gebieten mit dem Titel:

Virtual Pedagogies in Practice

Der Workshop wird u.a. mit LANCELOT und AVALON-Projektkoordinator Gary Motteram von der University of Manchaster durchgeführt. Der 7-stündige Workshop kostet 150€ und in der Beschreibung wird selbstverständlich ein Second Life-Rechner zur Teilnahme vorausgesetzt:

Kindly note that the seminar is computer-based. Participants are requested to bring their own laptops (Second Life installed) & headsets in order to actively participate in the seminar.

Ein starker Auftakt für eine starke E-Learning-Konferenz. Das weitere Programm dieser anspruchsvollen Konferenz Programm findet man hier.

Anm. TWuertz: Link gestrichen, da nicht mehr korrekt

Bilder: ICWE GmbH

Über Andreas Mertens

Andreas Mertens aka Patrick Wunderland (SL) ist Initiator von avameo und schreibt seit 2006 für diesen Blog.

Kommentare

  1. James OReilly says:

    Lancelot School GmbH ist nicht ZFU.de registriert/ zugelassen, Kursentgelt zurueckfordern http://ht.ly/3zfCC

  2. Patrick says:

    Ich wusste gar nicht, dass es so ein Gesetzt gibt! Ich glaube hier müssen sich einige E-Learning-Anbieter mit Inhalten „warm“ anziehen. Tja, in Deutschland gibt es ja wirklich zu allem ein Gesetz!

  3. Heike Philp says:

    Das ZFU ist vor 33 Jahren geschaffen worden um Studierende eines Fernlehrganges zu schützen als es in der Zeit einige Skandale von Abzocke gab. Interessanterweise fallen die Fernlehrgänge von Universitäten nicht unter dieses Gesetz, denn das ist nur wirklich ein Auflage für private Trainingsinstitute.

    Nun, das Gesetz ist etwas alt und mittlerweile gibt es ja auch live online Angebote wie das unsere.
    Da ist die große Frage ob auch wir uns auch zertifizieren lassen sollten. Ich hätte nichts gegen den offiziellen Stempel aber dieses Gesetzt betrifft uns nicht direkt. Und nur für den Namen ist das eine recht teure Angelegenheit (ab 1000 EUR pro Jahr aufwärts).

    Warum uns dieses Gesetz nicht betrifft ist weil 95% aller unserer Kursteilnehmer und unsere Trainer nicht in Deutschland zuhause sind.

    Es muss auch, laut ZFU, damit eine Qualitätskontrolle eines Fernlehrstudienganges möglich ist, ein Kurspaket vorliegen und ein Vertrag abgeschlossen sein, was kontrolliert werden kann. Ohne Vertrag (Versprechen) keine Qualitätssicherung. Laut diesem uralten Gesetz muss das sogar ein signierter Vertrag sein. Aber wie dem auch sei, wir produzieren keine Fernlehrgänge als E-Learning-Pakete in diesem Sinne. Bei uns ist alles live online.

    Außerdem stellen wir auch keine Zertifikate aus für unserer Kurse, denn das macht für uns ICC Europe, die Akkreditierung- und die Zertifizierungsstelle für die LANCELOT und AVALON Kurse. ICC – The European Language Network ist in Hamburg zuhause und diese sind selber eine Qualitätssicherungseinrichtung.

    Last but not least sind unsere Kurse ja von Universitäten entwickelt worden und fallen von daher auch nicht unter dieses Gesetz.

    Ist leider ein recht altes Gesetz und es ist damals von allen Ländern verabschiedet worden. Um dieses Gesetz wieder aufzulösen oder zu erneuern (was im Internetzeitalter eigentlich angebracht wäre) müssen angeblich alle Länder wieder zustimmen. Nun mittlerweile hat die BRD doch ein paar Länder mehr an den Tischen und von daher sei das alles nicht mehr so leicht. Daher kenn ich schon einige Trainingsinstitute, die sich seit Jahren vor Gericht mit der ZFU treffen.

    Interessanterweise hat die ZFU aber mal auf ihrer Webseite unter den FAQs dieses Thema ‚Live Online‘ aufgeklärt und selber behauptet, daß dieser Live Unterricht nicht unter die Obhut der ZFU liegt. Diese Webseite haben Freunde von mir sauber abgespeichert und ich habe diese pdfs vorsichtig aufgehoben, man weiß ja nie…

    Liebe Grüsse aus dem milden Freiburg

  4. James OReilly says:

    Lancelot School GmbH fällt nicht unter das Hochschulrahmengesetz als öffentlich-rechtliche Körperschaft, sondern ist im Handelsregister eingetragen…

  5. James OReilly says:

    Nochmals, nach 4 EU Projektjahren kam nichts in den EU Projekten Lancelot und Avalon davon raus, obwohl genau dies Projektziel war… die EU Kommission weiss von der Blindheit…

    Weder wird das FernUSG in Deutschland, noch die EU Fernabsatzrichtlinie eingehalten…

  6. James OReilly says:

    Übrigens, eine sehr aktuelle BGH-Entscheidung zum FernUSG… und eine Strategiediskussion ausgerechnet beim Online Educa Berlin 2010…

    1. In Oktober 2009, hat der Bundesgerichtshof BGH vom 15. 10. 09 – III ZR 310/08, NJW 2010, 608 entschieden, dass wenn eine Zulassung nicht vorliegt, dass dann gezahlte Kursentgelte zurückbezahlt werden müssen.

    Entscheidendes Merkmal: Die Lernerfolgsüberwachung kann in Form von Korrektur- und Prüfungsaufgaben sowohl während der häuslichen Selbstlernphase als auch während des begleitenden Unterrichts vorgenommen werden; ausreichend ist allerdings auch eine einmalige Abschlussprüfung nach Durchführung des Fernunterrichts. Zur Überwachung des Lernerfolgs ist es nach der Rechtsprechung ausreichend, dass der Lernende die Möglichkeit hat, durch mündliche Fragen zum erlernten Stoff eine individuelle Kontrolle des Lernerfolgs durch den Lehrenden oder seinen Beauftragten zu erhalten.

    1. Online Educa Berlin 2010 e-Learning Policy Workshop
    Easing in a New Era: OEB-Workshop on the „European Digital Education Agenda“
    http://www.icwe.net/oeb_special/news171.php

    According to a recent study on behalf of the European Commission, many Internet service providers do not fully comply with European law – not even in their official terms of use. This is a major hurdle for those who would like to apply such services in an educational context, in schools as well as in corporate learning, Husmann stresses: „We need fully trusted and reliable Internet services for digital education and learning use because we are dealing with highly sensitive personal information, particularly when it comes to creating personalised and lifelong learning environments.“
    No Rogue Training Providers, Diploma Mills, Limited Value Learning in eLearning and Distance Learning!

  7. James OReilly says:

    International wird das Thema von der EU und UNESCO/OECD behandelt, und „Consumer Protection“ wird über tausend-fach im ERIC Datenbank behandelt…

    – Im Jahre 2000 hat die Europäische Union eine „Fernabsatzrichtlinie“ für alle Partnerländer vorgegeben, die ihr Vorbild im deutschen Fernunterrichtsschutzgesetz 1977 hat.

    http://www.linguee.com/german-english/translation/fernunterrichtsschutzgesetz.html

    EU Directive 97/7/EG (Distance Sales Directive, Fernabsatzrichtlinie)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fernabsatzrichtlinie

    DE: Fernabsatzgesetz
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fernabsatzgesetz

    UK: Consumer Protection (Distance Selling) Regulations 2000
    http://en.wikipedia.org/wiki/Consumer_Protection_(Distance_Selling)_Regulations_2000

    – International – UNESCO/OECD 2005

    Regulation of e-Learning
    New National and International Policy Perspectives
    http://www.scribd.com/doc/43494103/Regulation-of-E-Learning#

    UNESCO/OECD guidelines on „Quality provision in cross-border higher education“
    http://www.oecd.org/document/52/0,3343,en_2649_35845581_29343796_1_1_1_1,00.html

    ERIC Database provides 1206 hits for „Consumer AND Protection“
    http://ht.ly/3tyO8 > So, no need to re-invent the wheel! http://eric.ed.gov/

  8. James OReilly says:

    Hier ein Dokumenten-Link zu der BGH-Entscheidung
    http://www.zfu.de/Downloads/Rechtsgrundlagen/PDF/BGHIIIZR31008151009.pdf

  9. James OReilly says:

    Auf Anforderung liefert die http://www.ZFU.de ein Infoheft mit mehr Details hierzu…

    – Im Jahre 2000 hat die Europäische Union eine “Fernabsatzrichtlinie” für alle Partnerländer vorgegeben, die ihr Vorbild im deutschen Fernunterrichtsschutzgesetz 1977 hat.

    http://www.linguee.com/german-english/translation/fernunterrichtsschutzgesetz.html

    EU Directive 97/7/EG (Distance Sales Directive, Fernabsatzrichtlinie)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fernabsatzrichtlinie

    DE: Fernabsatzgesetz
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fernabsatzgesetz

    UK: Consumer Protection (Distance Selling) Regulations 2000
    http://en.wikipedia.org/wiki/Consumer_Protection_(Distance_Selling)_Regulations_2000

    Directive 97/7/EC of the European Parliament and of the Council of 20 May 1997 on the protection of consumers in respect of distance contracts – Statement by the Council and the Parliament re Article 6 (1) – Statement by the Commission re Article 3 (1), first indent
    http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31997L0007:EN:NOT

  10. James OReilly says:

    Es ist ein Käufermarkt, und kein Verkäufermarkt… daher Geld zurückfordern…

  11. twuertz says:

    @ James OReilly
    Vielen Dank für die Sammlung der relevanten Gesetzestexte und Urteile! Allein diese Menge zeigt, wie komplex das Thema ist, und was alles in einer Entscheidung zu berücksichtigen ist.

    Heike hat nachvollziehbar dargestellt, aus welchem Grund sie der Meinung ist, dass ihre Schule nicht unter die Bestimmungen fällt.

    Ich wünsche mir, dass Du nun mit Deinem gesammelten Material genauer auf die Punkte eingehst, die Heike angeführt hat, damit wir genaue Baustellen identifizieren können.
    Weiterhin interessiert mich Deine persönliche Meinung zu den Gesetzestexten und Urteilen, ob Du sie für realisierbar und praktikabel hältst.

    @Heike
    Hast Du denn die Problematik schon mal vorher mit James OReilly besprochen, oder ist das hier die erste Diskussion zu dem Thema?

    Vielleicht können wir hier mit unserer gemeinsamen Kompetenz dem Gesetzgeber helfen, die in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen aufgrund einer aktuellen Problematik neu zu überdenken.

    Bin mal gespannt,
    Tobias

  12. James OReilly says:

    Danke… nochmals… „Im Jahre 2000 hat die Europäische Union eine “Fernabsatzrichtlinie” für alle Partnerländer vorgegeben, die ihr Vorbild im deutschen Fernunterrichtsschutzgesetz 1977 hat.“

    Aus der Sichtweise des Käufers (buyer-side microeconomics) hat das FernUSG seit 1977 die Bewährungsprobe für ihr Vorbild als Konsumentenschutzvorschrift in der Fernabsatzrichtlinie 2000 gehalten.

    Die gesetzliche Elemente und Prozesse sind m.E. zwecks Konsumentenschutz-Interessen ausgewogen.

    – Auch Konstruktivismus steht konsistent auf der gleichen Seite von Konsumentenschutz eigentlich…

    – Wer Konstruktivismus umarmt, muss auch Konsumentenschutz und die ökonomisch-rechtliche Auswirkungen umarmen, um glaubwürdig und konsistent zu bleiben. Im Internetzeitalter steht der Learning Performer im Zentrum, ob konstruktivistisch oder mikroökonomisch gesehen… alte Rollenbilder verschwinden…

    Die EU Mitglieder (mehr oder minder) haben die Richtlinie in nationales Recht übernommen. Auch wenn die nationale Übernahme noch nicht überall komplett ist, greift die EU Richtlinie dennoch unmittelbar.

    Jedenfalls im Internetzeitalter, wo Landesgrenzen keine Bedeutung haben, gibt es heute EU Schutz, wo es früher keinen Schutz gab. Und dies unabhängig von dem rechtlichen Status als deutsche GmbH oder öffentlich-rechtliche Körperschaft. Lediglich in Deutschland sind öffentlich-rechtliche Körperschaftschaften hiervon ausgenommen.

    Private Fernunterrichtsanbieter in Österreich und der Schweiz nehmen allerdings das deutsche FernUSG als Qualitätsbenchmark hin, lese einfach die konsumentenfreundliche Konditionen des Gesetzes, dann werden die Lücken klar. Die Rechtssprechung war lange Zeit schliesslich mit den Kehrseiten von nachsorgender Un-Qualität konfrontiert…

    http://bundesrecht.juris.de/fernusg/index.html

    Im Sinne eines Qualitätsmanagements, ist die nachsorgende Vorgehensweise durch eine vorsorgende Vorgehenweise ersetzt worden… einige bekommen hier vielleicht Haarausfall, aber die vorsorgende Vorgehensweise trägt zur Senkung von Un-Qualitätskosten und zur Erhöhung der Qualität bei, also zwei positive Wirkungen mit einer Massnahme.

    Wer sich um das FernUSG und die EU Richtlinie drückt, drückt sich auch vor dem Thema Qualitätsmanagement, und hat die Mis-Administration der Vorgehensweise nicht verstanden.

    Der Konsument und Käufer und Learning Performer will auf derartig-schwächliche Positionen informiert werden. Das sind seine Anforderungen…

    Consumer’s Guide To E-Learning
    http://www.google.de/search?sourceid=chrome&ie=UTF-8&q=Consumer's+Guide+To+E-Learning

    Industrie-Blindheit hat keinen Platz mehr… die gesetzliche Tatbestände stehen

  13. James OReilly says:

    Heike Philp schreibt: „Fernlehrgänge von Universitäten nicht unter dieses Gesetz, denn das ist nur wirklich ein Auflage für private Trainingsinstitute.“

    Lancelot School GmbH ist eine im Handelsregister eingetragene GmbH, und ist somit ein privates Trainingsinstitute, und unterliegt der Gewerbeordnung und dem GmbHG als gewinn-orientiertes Unternehmen. Fernkurse unter diesem GmbH-Dach unterliegen dem FernUSG.

    Es ist falsch eine Brücke zum Hochschulrahmengesetz zu schlagen, als ob die Fernkurse unter dem Dach einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft mit kameralistischer Buchhaltung stehen, und so wie Kurse der FernUni Hagen vertrieben und abgehalten werden.

    Die GmbH-Webseite mit Fernkursangebote unterliegen dem FernUSG von 1977 (allerdings in der für Internetfernkursen aktualisierten Fassung vom 2005) als privates und gewerbliches Trainingsinstitute.

    Verträge mit Kursentgelt werden mit dieser GmbH geschlossen, diese Verträge sind aber laut BGH-Entscheid null und nichtig, denn diese GmbH-Fernkurse sind nicht beim ZFU.de (1) registriert und (2) zugelassen (Auch Hobby-Fernkurse müssen mindestens (1) registriert werden, über die (2) Einstufung zur Zulassung oder Nicht-Zulassung entscheidet allein das ZFU).

    Darüberhinaus sind die im BGB eingebettete Vorschriften der EU Fernabsatzrichtlinie von 2000 zu beachten. Diese EU Richtlinie fusst ebenfalls auf dem FernUSG.

    Heike Philp unterliegt einem Mis-administrationsfehler in ihrer Rolle, insgesamt zeigt dies auf einen gravierenden betriebswirtschaftlichen Mangel im Qualitäts- & Risikomanagement, und eine Missachtung von Konsumentenschutz-Interessen hin.

    Also Konsumenten, Kunden, und Learning Performer… Geld zurückfordern…

  14. James OReilly says:

    Avalon Learning EU Project Number: 143643-LLP-1-2008 http://www.avalonlearning.eu/

    Projektziel: „Create and pilot a training course for teachers who would like to extend their e-learning skills to include virtual teaching worlds. This course will run for the first time during the project and will be offered after the project has finished as an extension of the LANCELOT School as a separate validated and internationally recognized qualification. The materials for running the course will also be available for any other enterprise wishing to run the qualification. 2 & 3D materials will be stored for future use.“

    Hier wird im EU Projektziel ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die entwickelte Fernkurse zur Verwendung in Lancelot School GmbH (also in einer privaten Trainingsinstitute als GmbH) und andere Unternehmungen zur Verfügung stehen.

    Hinweise auf FernUSG 1977 (2005) und die EU Fernabsatzrichtlinie 2000 sind in beiden EU Projekten Lancelot 2007-2008 und Avalon 2009-2010 gar nicht enthalten. Ein gravierendes betriebswirtschaftliches Qualitäts- und Nachhaltigkeitsrisiko…

    So stellt sich die Frage, inwieweit beide EU Projekte mis-administriert wurden, und inwieweit EU Steuermittel für unvollständige und hinkende EU Projektergebnisse zweckentfremdet wurden.

    Eine EU Auditierung und Nach-Controlling beider EU Projekte ist gewiss notwendig…

  15. James OReilly says:

    http://zfu.de/faq.html#a1048

    Ich möchte per Internet Fernunterricht anbieten. Brauche ich eine Zulassung?

    Wenn es sich um Fernunterricht im Sinne des Gesetzes handelt selbstverständlich ja!
    Das Medium, welches für die Wissensvermittlung eingesetzt wird spielt nur eine untergeordnete Rolle. Es ist also völlig egal, ob der Lernstoff per Lehrbrief, Hörkassette, Videokassette, DVD, Diskette, Email, Download oder was auch immer versendet wird. Gleiches gilt für die Lernerfolgskontrolle.

    Eine deutsche Hochschule bietet mir Fernunterricht/ Fernstudium an. Braucht sie eine Zulassung für den Fernlehrgang?

    Wenn es sich um Fernunterricht im Sinne des Gesetzes handelt, selbstverständlich ja!
    Fernunterricht im Sinne des Gesetzes liegt u.a. dann vor, wenn das Angebot privatrechtlich, gegen Entgelt durchgeführt wird.

    Im Zweifel hilft eine Anfrage bei der ZFU.

    Eine Zulassung ist nicht erforderlich, wenn das Angebot öffentlich-rechtlich realisiert wird. Dafür wird idR ein Studentenstatus begründet und für die Teilnahme eine Gebühr nach einer Hochschulgebührenordnung verlangt. Dies trifft auf alle grundständigen Studiengänge der staatlichen Hochschulen zu. Bei Angeboten an Berufstätige, für deren Teilnahme keine Hochschulzugangsberechtigung erforderlich ist, sollten Sie ggf. nachfragen.

    Nach Art. 2 Abs. 2 Staatsvertrag ist die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht die für die Länder zuständige Behörde im Sinne des FernUSG.

    Nach Abs. 3 gilt dies nicht für den Hochschulbereich. Diese Bestimmung enthält jedoch keine selbständige Regelung, sondern ist eine Wiederholung von § 1 FernUSG mit anderen Worten, dass nämlich nur der auf privatrechtlicher Grundlage angebotenen Fernunterricht unter dieses Gesetz und in den Zuständigkeitsbereich der ZFU fällt.

    Mit „Hochschulbereich“ ist der Aufgabenbereich der Hochschulen im Sinne des öffentlichen-rechtlichen Status gemeint (Faber/Schade, Fernunterrichtsschutzgesetz § 19 Erl. 5). Dies ergibt sich aus der Systematik des Gesetzes und des Staatsvertrages. Das Gesetz unterstellt alle Fernunterrichtsangebote unabhängig vom Status des Trägers dem FernUSG.

    Der Staatsvertrag weist in Art. 10 der ZFU die Aufgabe zu, ein Verzeichnis der nach § 12 FernUSG zugelassenen Fernlehrgänge zu führen. Hier wird von einem einheitlichen Bereich des Fernunterrichts im Sinne des Gesetzes und einer einheitlichen Zuständigkeit ausgegangen.

    Eine andere Stelle für die Zulassung von Fernlehrgängen im Hochschulbereich ist nicht geschaffen worden und hat nie zur Diskussion gestanden; vielmehr wollten die Länder alle die ihnen nach dem FernUSG obliegenden Aufgaben der Zentralstelle übertragen (LT-Drucksache NRW 8/3154).

    Damit korrespondiert, dass die Länder auf Grund der Bundestreue zur vollständigen Umsetzung des FernUSG verpflichtet sind, so dass mit der Errichtung der ZFU eine vollständige Regelung getroffen werden sollte und wurde.

    (Beschluss des Verwaltungsausschusses der ZFU vom 15./16.11.2001)

  16. James OReilly says:

    Risikomanagement

    FernUSG § 21 Ordnungswidrigkeiten
    http://bundesrecht.juris.de/fernusg/__21.html

  17. James OReilly says:

    http://www.zfu.de/grundsaetzliches.html

    Die ZFU registriert nicht zulassungspflichtige Fernlehrgänge, wie „Hobby-Lehrgänge“, die ausschließlich der Freizeitgestaltung dienen.

    Der Vertrieb dieser Lehrgänge ist der ZFU anzuzeigen. Die Entscheidung, ob es sich tatsächlich um einen „Hobby-Lehrgang“ handelt, liegt bei der ZFU. Die Fernunterrichtsverträge solcher Fernlehrgänge unterliegen ebenfalls dem FernUSG und werden von der ZFU geprüft“.

  18. James OReilly says:

    §8 Umgehungsverbot

    Die §§ 2 bis 7 finden auf Verträge, die darauf abzielen, die Zwecke eines Fernunterrichtsvertrags (§ 2) in einer anderen Rechtsform zu erreichen, entsprechende Anwendung.

    http://bundesrecht.juris.de/fernusg/__8.html

  19. James OReilly says:

    Avalon project writes: „This course will run for the first time during the project and will be offered after the project has finished as an extension of the LANCELOT School as a separate validated and internationally recognized qualification.“

    LANCELOT School GmbH course is non-compliant with ISO quality management of European Association for Quality Language Services EAQUALS http://www.eaquals.org/

    This represents a grotesque and dubious case of mock & fake self quality certification. Demand your money-back…

    http://www.eaquals.org/why/

    WHEN YOU CHOOSE AN EAQUALS SCHOOL YOU CAN BE SURE OF THE FOLLOWING:

    Legal requirements: All legal requirements are scrupulously checked during EAQUALS inspections. EAQUALS members are committed to exceeding minimum standards in all areas, including client welfare, health and safety, and staff pay and conditions. All EAQUALS schools are accredited by the appropriate national agency in countries where such agencies exist; EAQUALS membership is a commitment to providing added value.

    Truthfulness: All information published by an EAQUALS school is scrupulously checked in EAQUALS inspections. EAQUALS members are committed to providing clear, accurate and complete information about all aspects of the courses and services offered.

    Teaching: Effective, well-planned and enjoyable teaching by well-qualified, trained staff with access to extensive teaching resources. All EAQUALS members have observation and teacher development programmes. All teachers are observed and evaluated in EAQUALS inspections.

    Curriculum: A tried and tested teaching/learning system with a clearly defined curriculum. Objectives and assessment are based upon the Common European Framework of Reference. Balance and variety in the programme are assured.

    Appropriate standards: The EAQUALS quality standards that are used for self-assessment and as inspection criteria are industry-specific: they have been developed by language teaching specialists over many years. Unlike most quality management schemes, including ISO schemes, the EAQUALS scheme covers not just processes and documentation but also what happens in reality. The focus is on the school-in-action, the experience of clients – not the school-in-theory.

    External quality control: The existence of internal quality assurance systems is verified and all aspects of the school are rigorously controlled during EAQUALS inspections. All EAQUALS schools undergo a thorough two day inspection by two independent inspectors every three years in relation to very detailed quality criteria covering all aspects of the operation. The only comparable scheme, worldwide, is the British Council’s English in Britain scheme.

  20. James OReilly says:

    Feststellung des Amtsgerichts Köln vom 02.07.2005 zur Zuständigkeit der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) im Hochschulbereich für Fernlehrgange, die auf privatrechtlicher Basis angeboten werden (521 Owi 100 / 03)
    http://www.zfu.de/Mitteilungen/Amtsgericht%20K%F6ln%20041104.pdf

    Am 9. März 2005 hat das Oberlandesgericht Frankfurt einem Kläger Schadenersatz wegen irreführender Werbung mit einem staatlich nicht anerkannten Studienabschluss zugesprochen(2 U 99/04)
    http://www.zfu.de/Mitteilungen/OLG_FRankfurt_1.pdf

  21. James O'Reilly says:

    Die Einrede, dass Lancelot GmbH den gleichen Status innehat, wie etwa das Goethe Institut e.V., und somit von einer Genehmigung ausgenommen sei, trifft ebenfalls nicht zu, weil die GmbH gewinnorientiert ist, und die e.V. gemeinnützig nach der Abgabenordnung ist. Dies ist der Vereinssatzung der e.V. ersichtlich.

    Goethe Institut e.V. Vereinssatzung § 2
    http://www.goethe.de/uun/org/rgl/deindex.htm

    Nochmals wie oben ausgeführt, die Registrierungspflicht erfolgt unabhängig von dem Genehmigungsprozess.

    http://www.zfu.de/grundsaetzliches.html

    Die ZFU registriert nicht zulassungspflichtige Fernlehrgänge, wie “Hobby-Lehrgänge”, die ausschließlich der Freizeitgestaltung dienen.

    Der Vertrieb dieser Lehrgänge ist der ZFU anzuzeigen. Die Entscheidung, ob es sich tatsächlich um einen “Hobby-Lehrgang” handelt, liegt bei der ZFU. Die Fernunterrichtsverträge solcher Fernlehrgänge unterliegen ebenfalls dem FernUSG und werden von der ZFU geprüft”.

  22. James O'Reilly says:

    Beschwerde bei de.Reclabox.com akzeptiert my complaint against heike was accepted http://de.reclabox.com/beschwerde/39755-lancelot-school-umkirch-registrierung-erlaubnis-fuer-fernkurse-fernusg-nicht-vorhanden

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