Microsoft, IBM und Google nutzen bereits Serious- und Productivity Games

Im Bereich der virtuellen Welten und des 3D-Internets ist man heute fast noch missionarisch unterwegs, wenn man über ernste Lernspiele, engl. Serious Games spricht, zumindest im Internet-Entwicklungsland Deutschland. Dabei nutzen die drei Riesen Microsoft, IBM und Google bereits erfolgreich Serious Games bzw. Productivity Games , um ihre Produkte zu verbessern oder um Mitarbeiter im Bereich der Unternehmensprozesse zu schulen.

Während Productivity Games direkt auf die Erzeugnisse eines Unternehmens zielen, geht es bei den Serious Games schwerpunktmäßig um das Lernen im Sinne des Know-how-Transfers oder Wissensmanagements. Im deutschen Sprachraum sind bisher eher die „seriösen Lernspiele“ angekommen, Productivity Games werden vielleicht noch ein Thema. Gute Beispiele für Productivity Games sind in dem zitierten silicon-Artikel erwähnt. Microsoft nutzt ein Mitarbeiter-Community-Spiel, um beispielsweise die Qualität der Texte in den Office-Produkten zu verbessern. Die Mitarbeiter spielen während der Arbeitszeit, treten gegeneinander an, entspannen sich dabei und optimieren dabei die Produkte. Leider sind die Worte Lernen, Arbeiten und Spielen oftmals in einer Altherren-Kultur Begriffe, die nicht zusammenpassen, obschon auch auf der EU-Ebene immer mehr Fördermittel für Serious-Games zur Verfügung stehen.

Sehr clever ist auch der Google Image Labeler. Das Spiel nutzt für die qualitativ hochwertige Verschlagworten von Bildern den Mensch und sein Spieltrieb. Dazu wird ein Bild zwei Menschen gezeigt. Diese fangen nun an Assoziationen zu dem Bild einzutippen, bis beide Personen einen gleichen Begriff gefunden haben. Der Image-Labaler von Google löst damit das sehr komplexe Problem der automatisierten Verschlagwortung von Bildern, dass durch einen Algorithmus schier unlösbar erscheint. Durch die Nutzung der sog. Crowd im Netz und der „kollektiven Intelligenz“ wird das Problem sehr einfach lösbar.

Innov8 von IBM ist dagegen ein echtes Serious Game, um Abläufe in Call-Centern zu trainieren. Innov8 von IBM ist ein proprietäres computergestütztes 3D-Rollenspiel.

Die Entwicklungskosten im guten sechstelligen Bereich für Rollenspiele wie innov8 schrecken jedoch ab. Die hohen Entwicklungskosten sind meist durch die Entwicklung proprietärer Software begründet, die durch offene Middleware-Architekturen drastisch reduziert werden können. Deshalb sieht die Zukunft sehr gut aus für Plattformen wie Second Life, Open Simulator oder Open Croquet.

Über Andreas Mertens

Andreas Mertens aka Patrick Wunderland (SL) ist Initiator von avameo und schreibt seit 2006 für diesen Blog.

Kommentare

  1. Patrick says:

    Thx an Michael für den Hinweis auf den Silicon-Artikel :-)

Trackbacks

  1. […] Microsoft, IBM und Google nutzen bereits Serious- und Productivity Games Im Bereich der virtuellen Welten und des 3D-Internets ist man heute fast noch missionarisch unterwegs, wenn man über ernste Lernspiele, engl. Serious Games spricht, zumindest im Internet-Entwicklungsland Deutschland. Dabei nutzen die drei Riesen Microsoft, IBM und Google bereits erfolgreich Serious Games bzw. Productivity Games , um ihre Produkte zu verbessern oder um Mitarbeiter im Bereich der Unternehmensprozesse zu schulen. (link zu diesem Artikel) […]

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