John „Pathfinder“ Lester – Education in Virtual Worlds

Education in Virtual WorldsVon 2005 bis 2010 war John „Pathfinder“ Lester bei Linden Lab „Community Leader Evangelist“ für Second Life und sehr beliebt in der Szene. Seit Oktober 2010 arbeitet er bei Reactiongrid als „Director of Community development“. Auf der Virtual Worlds Best Practice in Education – VWBPE (17.-19. März 2011) erzählte er in einer Session etwas über seinen Werdegang und den jetzigen Fokus seiner Arbeit.

Ursprünglich als Neurowissenschaftler befasst er sich seit ca. 20 Jahren mit virtuellen Welten. Die Vernetzung zur Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fachdisziplinen war und ist dabei laut Lester ein entscheidender Faktor um Wissen zu bilden und Lösungen zu entwickeln.

Erstaunt, immer wieder neue Leute mit großer Begeisterung für virtuelle Welten aus dem Bildungsbereich (Education) kennen zu lernen, mahnt er aus den Fehlern welche er wohl genug gemacht hat, zu lernen. Ich würde das hier mal als „Komplexitätsfalle“ umschreiben.

Letztes Jahr musste er sich eine mehrmonatige Auszeit nehmen, um wie er sagt, aus der „border perspective“ den Blick auf das Ganze zu nehmen. Seinen identifizierten „Patterns“ zur Folge macht es Sinn, die unterschiedlichen Plattformen entsprechend zu orchestrieren. Hinter Reactiongrid stünde eine entsprechende Philosophie.

Auch im Education Bereich gilt die Prämisse: Es gibt nicht das eine Tool. Es gilt aus dem großen Spektrum von Anwendungen bezogen auf die individuellen Anforderungen passende Lösungen zu entwickeln. Auch wenn Secondlife für den Einstieg in virtuelle Welten keine schlechte Wahl ist, bedarf es doch für vernetzte Ansätze einer offenen Plattform. Hier wird mit Open Simulator eine entsprechend offene Infrastruktur ermöglicht.

Was sind „virtuelle Welten“? Schon bei der unterschiedlichen Verwendung des Begriffes zeigt sich das weite Feld. Es gilt, die Möglichkeiten zur Integration sämtlicher Web basierten Diensten im Auge zu behalten.

Games im Kontext Lernen und Bildung werden von einigen Pionieren bereits entdeckt, doch auch hier gibt es noch sehr viel Skepsis. Zum gestalten von offenen Lernspielen mit nötiger Struktur benötigt man sehr viel verschiedene Kompetenzen. Ein Vorteil der in diesem Sektor aktiven Education Szene liegt eindeutig in deren bereitwilligkeit gemeinsam vernetzt mit unterschiedlichsten Leuten zusammen zu arbeiten. So sieht John beispielsweise auch Potenzial bei der Verknüpfung der sehr aktiven Roleplay Community mit den „Edu Leuten“.

Weitere Infos:
Be Cunning and Full of Tricks
Strategies for Pioneers in Education, Online Communities and Virtual Worlds

Hier die Session im Video:



In diesem weiteren Interview erfährt man noch zusätzliches zu seiner Arbeit bei Linden Lab und jetzt Reactiongrid:

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