5. Internationale Konferenz zu Gewalt an Schulen

Vom 07. bis 09 April 2011 findet in Mendoza, Argentinien der 5. Internationale Kongress zum Thema Gewalt an Schulen statt. Schon am ersten Kongress 2001 in Paris nahmen Forscher aus 27 Ländern teil. Gewalt an Schulen wird hier als komplexes und globales Problem betrachtet, und die Teilnehmer arbeiten gemeinsam an effektiven Strategien zur Prävention und Intervention (Quelle).

Körperliche und psychische Gewalt widersprechen eindeutig den Menschenrechten, doch man sollte beachten dass in Bayern z.B. die Prügelstrafe erst 1980! gesetzlich abgeschafft wurde. Und wo Lehrer Schüler schikanieren, braucht man sich über den Umgang der Schüler untereinander nicht zu wundern. Genauso verhält es sich mit den Gepflogenheiten im Elternhaus. Für Mobbing am Arbeitsplatz gibt es in Deutschland keine explizite Gesetzgebung, in Ländern wie Schweden, Frankreich und Spanien schon. Der Themenkomplex Gewalt an Schulen, und dann noch mit globaler Perspektive, scheint eine Herkules Aufgabe zu sein.

Speziell für die Erwachsenenbildung wurde zusätzlich zu den vielen Online Angeboten auch ein Virtueller Campus zur Thematik ins Leben gerufen. Dementsprechend stellen Thomas Jäger vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau und Andy Hickson von Actionwork, Großbritannien, auf der Konferenz das AVC@SL Projekt vor.

Der Anti-Gewalt-Campus ist eine 3D-Lernumgebung in der virtuellen Welt von Second Life, die eine Vielzahl von Informationen und Lernangeboten zu den Themen Gewalt, Mobbing und Bullying in der Schule, Cybermobbing, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus umfasst. Der virtuelle Anti-Gewalt-Campus wurde im Rahmen des von der EU geförderten Projektes „AVC@SL – The virtual Anti-Violence-Campus in Second Life“ entwickelt und ist das Ergebnis einer Kooperation von Partnern aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien und Bulgarien.

http://www.idw-online.de/pages/de/news415968


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