Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Es war die junge Autorin Amanda Hocking, die im März dieses Jahres eine kräftige Brise ins Geschäft mit digitalen Publikationen, auch eBooks genannt, trug. Innerhalb von zehn Monaten wurde sie mit ihren Büchern, die bis dato mangels Verlag in ihrer Schreibtischschublade herumdümpelten, zur Millionärin.

Beflügeln sollte diese Meldung wohl in erster Linie alle Autoren, ebenfalls den Schritt zum eBook zu unternehmen und damit reichlichen Content für den Kindle Shop von Amazon bereitzustellen. Hunderte von eBooks werden dort 24/7 eingestellt. Der Weg zum publizierten Buch steht somit nahezu ohne Hindernis offen, doch die Frage, wie das Buch zu seinen Lesern findet, ist damit noch lange nicht beantwortet. Im Gegenteil verschärft sie sich sogar, denn bei so vielen neuen eBook-Publikationen ist die Gefahr, erst gar nicht wahrgenommen zu werden, umso größer.
eBook-Autoren müssen erhebliche Anstrengungen unternehmen, um auf ihr Buch aufmerksam zu machen. Die Werkzeuge des viralen Marketings sind dabei Standardkomponente und müssen konsequent eingesetzt werden, um potenzielle Leser oder sogar Fans zu gewinnen. Amanda Hocking schaffte ihren Erfolg durch Nutzung der gängigen Social-Media-Plattformen wie Twitter und Facebook. Noch selten bis gar nicht werden bisweilen virtuelle Welten in den Marketing-Plan von eBooks integriert.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Pia Piaggio, die selbst erst kürzlich ihre Story Epidemic als eBook veröffentlichte, ist verständlicherweise sehr interessiert an dem, was andere Autoren so unternehmen, um ihr Buch nach vorn zu bringen. Schon ungeduldig wartet sie auf der Sim Slosser vor jenem Gebäude, das Herberge für eine virtuelle eBook-Präsentation ist. „Ich muss doch mal schauen, wie man so eine Marketingkampagne hier in meiner Welt aufziehen kann“, informiert sie mich und drängelt darauf, das Projekt von Angela Yuriko Smith aka Dandilyon Fluff zu erkunden.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Ein kirchenartiges Bauwerk situiert auf einer dieser vielen Sims, die merkwürdig zusammengewürfelt erscheinen, dient der Autorin als Ausgangspunkt ihrer viralen Marketingaktion in virtuellen Welten. „Dann wollen wir doch mal sehen, wie diese Dandilyon Leser gewinnen möchte. Ich bin wirklich mal gespannt“, murmelt Pia, bevor sie sich in Richtung Eingang aufmacht.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Für den 29. Juni ist eine Lesung ihres neuen Titels End of Mae angekündigt, die von einer Live-Performance begleitet wird. Das Event findet in diesem Gemäuer statt und natürlich informiert eine Notecard, die sich Pia durch Anklicken des Plakats holt, über die genauen Modalitäten.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Direkt im Eingangsbereich entfaltet sich die ganze Kampagne wie ein Prospekt zu E-Book-Marketingmaßnahmen in virtuelle Welten. Natürlich findet sich dort der Link auf die Website der Autorin. Dort ist eine eigene Rubrik zu End of Mae zu finden sowie die Gadgets für alle Social-Media-Plattformen im Web 2.0. Außerdem hängt eine Notecard-Box an der Wand, in der man einen Kommentar oder Lesermeinung hinterlegen kann. „So sammelt sie direkt vor Ort Feedback ein. Gar nicht schlecht“, murmelt Pia.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Als Freebie ist die ultimative End-of-Mae-Klamotte bereitgestellt. Sowohl für die Protagonistin Mae als auch für ihren literarischen Partner.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Er heißt Heylel und sieht ganz im Gegensatz zu Mae recht angezogen aus. „Das Ganze weist doch schon irgendwie auf eine Liebesgeschichte hin“, vermutet Pia. „Das Mädel Sparte sexy, der Typ Heavy´n Hard. Das verspricht ein heißes Zusammentreffen“, spinnt sie sich weiter zurecht.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Auf einem kleinen Beistelltischchen ist eine Leseprobe als virtuelles Buch ausgestellt, die mit Informationen zur Autorin eingeleitet wird.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Sie ist Amerikanerin und lebt derzeit in Australien. Schreiberfahrung bringt sie reichlich mit, wobei die Referenzen teilweise zu denken geben „Wieso?“, will Pia wissen. Naja, unter anderem schreibt sie für eine Military-Website. „Na und?“, wendet Pia ein. Also mein Fall ist das nicht. „Mir ist das erst mal egal. Mich interessiert genau dieses Buch und nicht, was die Autorin sonst noch so macht“, bemerkt Pia ein wenig spitz. Okay, also sei’s drum.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Das Buch End of Mae, das übrigens wie so viele eBooks als Fortsetzungstitel geplant ist, hat sogar ein eigenes Logo. Eine Mischung aus Drache und Schmetterling steht als Symbol für die ganze Story. Auch ein Motto gibt es dazu: Death is another life. „Dies wiederum könnte auf eine esoterische Geschichte hinweisen. Oder eben auf so eine Grufti-Story, vielleicht auch Fantasy-Gothic oder sogar Vampir“, überlegt Pia. Damit hat sie jetzt wohl alle Inhalte durch, die sich derzeit bestens verkaufen. Aber schauen wir uns doch mal den Trailer zum Buch an:

Rein thematisch lässt er alles zwar alles offen, gibt aber ein Beispiel für das, was durch die Einbeziehung von Machinima für ein Buch möglich ist. „Man kann mit wenigen Mitteln einen Kurzfilm zum Buch herstellen“, nimmt Pia mir die Worte aus dem Mund. Genau. Und damit integriert man eine weitere wichtige Social-Media-Plattform wie zum Beispiel YouTube. „Korrekt“, unterstreicht Pia.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Mit dem spärlich ausgestatteten Raum, der als Eingang keine Tür sondern einen gigantischen Bogen hat, kann Pia im ersten Moment nichts anfangen.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

Bei genauem Hinsehen jedoch gerät ihre Fantasie in Wallung. Die leicht spießige Szenerie eines ganz normalen Esszimmers scheint in Wirklichkeit Ort einer heftigen Auseinandersetzung zu sein. „Hier ist irgendetwas passiert. Jemand ist hektisch, wahrscheinlich wütend, aufgesprungen und hat dabei den Stuhl umgeworfen“, munkelt Pia.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

„Das Weinglas ist entweder dabei umgefallen oder es wurde vorher mit einer heftigen Bewegung umgestoßen. Der rote Fleck muss nicht unbedingt Wein sein, es kann auch Blut darstellen. Wobei das wahrscheinlich eher verspritzte Flecken ergeben hätte“, mutmaßt Pia in Bezug auf die dargestellte Szene. Wie auch immer, hier scheint bereits die Lesebühne aufgebaut, auf der die Autorin ihre Geschichte vorstellen wird. „Eingebettet in eine Szenerie kommt das bestimmt gut rüber“, stellt Pia klar und ich kann ihr da nur beipflichten.


Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing

„Jetzt will ich aber wirklich mal wissen, wovon End of Mae eigentlich handelt“, beschließt Pia und macht sich daran, das blätterbare virtuelle Buch zu lesen. Leider steht dafür kein gemütlicher Sessel bereit – an irgendeinem Detail mangelt es eben meistens. Bleibt zu hoffen, dass der Inhalt Pia nicht umhauen wird. Oder sollte es doch genau anders sein?

Landmarke End of Mae

Website der Autorin

Trackbacks

  1. […] Lastly, for now, I want to thank Cambria at The Unlocked Diary for choosing me to recieve some blog awards.  As soon as all the dust settles down I will be accepting this award happily and nominating blogs of note that I love… and there are sooooo many!  Here’s one last one that I can’t even read – Avameo posted Pia Piaggio entdeckt eBook-Marketing. […]

Ihre Meinung ist uns wichtig

*