Berlin – Feuer im Ostbahnhof

Über Twitter kam heute von der Berliner S-Bahn die Meldung, dass gegen 15:50 Uhr in einer Regionalbahn im Berliner Ostbahnhof ein Feuer ausgebrochen ist. Die Sperrung des Bahnhofes dauerte bis 17:20 Uhr, es gab keine Verletzen.

Das scheint mir eine sehr gute Leistung der Rettungskräfte zu sein.

Allerdings stellt sich die Frage, was passiert wäre, wenn sich der Vorfall in einem Bahnhof ereignet hätte, der nicht so offen und leicht zugänglich wie der Berliner Ostbahnhof ist. Zum Beispiel im unterirdischen Bereich des Frankfurter Hauptbahnhofes.


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Egal, wie die technischen Maßnahmen zur Sicherung aussehen, letztlich entscheidend ist die Arbeit der Menschen, die evakuieren, retten und löschen.
Hierfür sind reibungslose Abläufe, Ortskenntnis und eine präzise Kommunikation nötig, alles Dinge, die man nur durch Training verbessern kann.
Aber gerade an hoch frequentierten, öffentlichen Plätzen stelle ich es mir problematisch vor, mit einem Löschtrupp Übungen abzuhalten, solange noch ahnungslose Zivilisten vor Ort sind.

Verschiedene Fachleute halten virtuelle Welten als Trainingsumgebung für eine saubere Lösung. Die Realisierung ist sogar gar nicht so futuristisch, wie man glauben könnte, denn schon 2008 gab es diesbezüglich eine Pressemitteilung der Hamburger Feuerwehr, und sogar Bachelorarbeiten beschäftigen sich mittlerweile mit dem Thema.

Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht wieder Menschenleben kosten muss, bis diese günstige Form effektiver Übungen Einzug in den Ausbildungsalltag hält.

Über twuertz

Tobias arbeitet seit Ende 2009 für avameo bzw. für SLTalk & Partner.

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