Pia Piaggio bei #Occupy Wall Street

Vorwort :

Der heutige Artikel hat nicht nur einen aktuellen, politischen und wirtschaftlichen Hintergrund. Sein inhaltliches Schwergewicht unterstreicht auch das besondere Jubiläum, dass mit diesem Artikel erreicht worden ist.

Einhundert 99 Streifzüge durch virtuelle 3D-Welten!

Pia und Stephanie, das physisch-virtuelle Dreamteam der metaversen Berichtserstattung, bringen uns regelmäßig Geschichten und Begebenheiten aus virtuellen 3D-Welten. Welten, von denen so mancher glaubt, sie seien längst tot; andere wiederum behaupten, dass es sie gar nicht wirklich gäbe; und aus denen Dritte wiederum Dinge berichtet, die es nie gegeben hat.

Umso wichtiger ist es, Menschen und Avatare zu kennen, denen man vertrauen, und auf die man sich verlassen kann.

Deshalb sagt das ganze Team von avameo:) – natürlich inklusive aller Avatare – ganz herzlich Dankeschön für hundert neunundneunzig wundervolle Streifzüge, für die tolle reibungslose Zusammenarbeit mit Menschen, die über ganz Europa verteilt sind, und dafür, dass wir uns auf Euch beide verlassen können! (Nachtrag: …auch beim Nachzählen der Streifzüge)

….ja,ja, schon gut liebe Leser… hier ist er ja: der hundertste neunundneunzigste Artikel:

Pia Piaggio bei Occupy Wall Street


Pia Piaggio bei Occupy Wall Street

In dem Streifzug über Japan schrieb ich:

Große Ereignisse im RL spiegeln sich in der Regel immer in Second Life wieder. Die Frage ist nur wie.

Aus aktuellem Anlass einer nicht enden wollenden Krisendebatte, die an immer mehr Stellen echte Debakel hervorbringt, gehe ich dieser These heute ein weiteres Mal nach. Klar, ich hätte mir natürlich ein virtuelles HotelDe Bilderberg gewünscht, fand jedoch nur eine Gruppe ohne feste Location – ganz wie im RL auch. Unter dem Suchbegriff Occupy wurde ich dagegen fündig und dies gleich mehrfach.


Pia Piaggio bei Occupy Wall Street

So kommt es, dass Pia Piaggio sich heute mitten in den Herd der Flammen teleportieren muss. Neben ein paar Holzscheiten besteht das Brennmaterial aus Dollarnoten, die im drei Sekunden Takt aus dem Feuer in den Gridhimmel aufsteigen. Immerhin werden die Geldnoten hier deutlich langsamer vernichtet, als sie nachgedruckt werden können – ein kleiner Unterschied zum RL.


Pia Piaggio bei Occupy Wall Street

Eine der virtuellen Locations von Occupy Wall Street besteht aus einem kleinen Rechteck, das auf einer ansonsten recht leeren Sim aufgebaut ist. Die Bewegung will laut eigener Aussage die virtuelle Plattform Second Life™ für die Verbreitung dieser Initiative nutzen, die in New York ihren Anfang nahm und sich bereits global auf etliche weitere Städte mit einem Börsensitz ausgebreitet hat.


Pia Piaggio bei Occupy Wall Street

„Puuhh, da bei euch im RL scheint ja so einiges los zu sein“, fasst Pia ihren ersten Eindruck zusammen. Sie ist umgeben von lauter Plakaten und Slogans, die das hauptsächliche Inventar dieser Location darstellen.


Pia Piaggio bei Occupy Wall Street

Darunter befinden sich auch klare Ansagen zu dem, was diese Bewegung überhaupt will. Pia deutet dies zunächst missverständlich: „Ist ja klasse, jetzt soll dem einen Prozent der armen Menschen auch noch geholfen werden. Dann wäre das Paradies auf Erden ja erreicht“, freut sie sich. Meiner Richtigstellung hört sie verständnislos zu und konstatiert dann: „So arg schaut das bei euch aus? Ehrlich?“ Ja, ehrlich.


Pia Piaggio bei Occupy Wall Street

Auf der ganzen Welt macht sich der Eindruck breit, die Demokratie habe sich zur Fratze für ein unglaubliches Spektakel entwickelt, das die sogenannte Elite mit uns veranstaltet. Und viel zu lange haben wir gar nicht gemerkt, welche Rolle wir dabei spielen. „Aber was hat denn Politik mit der Finanzwelt zu tun?“, wundert sich Pia. „Wall Street und Demokratie haben doch so erst mal gar nichts gemeinsam!“ Naja, eigentlich nicht. Aber eben doch. So scheint es zumindest.


Pia Piaggio bei Occupy Wall Street

Leider funktioniert die Notecard, die über die Ziele von Occupy berichten will, nicht. Aber derweil ist ein Avatar aufgetaucht, obschon er sich hinter der populär gewordenen Maske eines Anonymous versteckt. Vielleicht sollte Pia ihn mal ansprechen, um mehr herauszufinden.


Pia Piaggio bei Occupy Wall Street

„Sag mal, was geht hier eigentlich ab?“, fragt sie ihn rundheraus. Ein wenig irritiert sie das unbewegliche Lächeln ihres Gegenübers, der passend dazu Krawatte und Anzug trägt. Während die beiden ein wenig chatten, läuft im Hintergrund das Video von einer Podiumsdiskussion zum Occupy-Thema ab. Kein geringerer als Micheal Moore erhebt dabei die Stimme für diese Bewegung.


Pia Piaggio bei Occupy Wall Street

Schlussendlich fragt Pia den Anonymous nach einer Lösung für das ganze Dilemma. Als Antwort zeigt er auf ein Plakat, das den vorgeblich richtigen Ratschlag bereithält. „Du meinst, jeder soll sein Geld von der Bank holen?“ Er nickt nachdrücklich. „Na prima, da freuen sich ja die Einbrecher“, bemerkt sie dazu leicht sarkastisch.


Pia Piaggio bei Occupy Wall Street

Wie auch immer, diese kleine Location will jedenfalls zu einer Ausweitung der Proteste beitragen, indem sie eine Gruppe gründet und Veranstaltungen plant oder über solche informiert. In manchen SL-Foren wird zu diesem Thema bereits heftig diskutiert, was durchaus ein Hinweis darauf ist, dass virtuelle Welten keineswegs unpolitisch sind. Für Pia ist das eine ganz neue Erfahrung und ich glaube, sie braucht noch ein wenig Zeit, um den heutigen Streifzug zu verdauen. Etwas verschüchtert fragt sie mich: „Also gut, ich habe das jetzt ungefähr verstanden mit den 99 und dem einen Prozent. Aber was ich wirklich nicht begreife: Wie konnte es denn überhaupt zu so einer, ich sage mal Schieflage kommen?“ Dies erklärt das folgende Video der Gewerkschaft ver.di recht anschaulich und amüsant, wenn auch ein wenig polemisch. Aber ist im Moment nicht einfach alles reine Polemik?

Landmarke Occupy Wall Street
Website Occupy Germany

Kommentare

  1. virtuelle welt says:

    Coole Elerbnisse! Sehr gutes Video, danke fürs teilen! :D

    Bitte keine SEO-Fake-Kommentare!

  2. avatar says:

    Oh krass, was es nicht alles gibt. Ich muss mir wirklich mal wieder mehr ansehen bzw. mal wieder die Zeit nehmen um die virtuellen Welten genauer unter die Luppe zu nehmen.

  3. Hier noch ein kleiner Nachschlag zur Thematik:

    Warum Occupy berechtigt und notwendig ist

    http://www.taz.de/Beamtenpensionen-/!83788/

    Eine sehr anschauliche Analogie zu unserer Situation

    http://www.rottmeyer.de/plastische-katastrophologie/3/

  4. Kleine Korrektur:

    http://www.rottmeyer.de/plastische-katastrophologie/

    (der vorige Link führte auf die letzte Seite des Artikels, sorry)

Ihre Meinung ist uns wichtig

*