30. AK E-Learning Begabtenförderung in virtuellen Welten

Wie es sich für einen Arbeitskreis E-Learning gehört, stand das erste Treffen des Jahres ganz im Zeichen der Bildung. Allerdings einem speziellen Bereich von Bildung: der Begabten- und Hochbegabtenförderung.


30. AK E-Learning Begabtenförderung in virtuellen Welten

Dazu sprach der Avatar „Ayoria Klinger“ als Referentin vom Begabtenförderungszentrum Bayern.

Sie führte kurz in die Thematik der Hochbegabung ein, erläuterte, dass es gar nicht so einfach ist, eine Begabung zu erkennen, dass es darüber hinaus verschiedene Spezifikationen von Begabung gibt, und das auch begabte Kinder Individuen sind, die man nicht über einen Kamm scheren kann.
Somit folgte ein kurzer thematischer Ausflug in das Bildungssystem, und die Hindernisse, denen begabte Kinder im Alltag begegnen. Der entscheidende Unterschied, den die Begabung ausmacht ist der, dass das Kind einfach mehr „Input“ braucht, als andere Schüler dieser Altersklasse.


30. AK E-Learning Begabtenförderung in virtuellen Welten

Anhand dieser Eigenschaft hat sie ein Schüler-Lehrer-Modell hergeleitet, in dem der Schüler nicht das Wissen des Lehrers „aufgepflanzt“ bekommt, sondern sich, mit Hilfe des Lehrers, seine Interessensgebiete selbst in der Geschwindigkeit erarbeitet, die er benötigt. Dabei fiel auch der Begriff „forschendes Lernen„, also eine Haltung, die schon vom Konstruktivismus her bekannt ist.


30. AK E-Learning Begabtenförderung in virtuellen Welten

Um eine konstruktivistische Lernumgebung zu erschaffen, werden freie Informationen und soziale Bindungen benötigt. Während ihrer Arbeit ist auch aufgefallen, dass sich Kinder beim Lernen gegenseitig geholfen haben, d.h. diejenigen, die schneller mit dem Lernstoff „durch“ waren, haben ihre Erkenntnisse genutzt, um langsamere Kinder zu unterstützen, womit wir beim Thema LdL wären.
Aus diesen Gründen sind virtuelle Welten wie Second Life oder Open Simulator wunderbare Spielplätze, denn sie bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten, phantasievoll zu erschaffen, zu kommunizieren, zu forschen und zu lernen.


30. AK E-Learning Begabtenförderung in virtuellen Welten

Auf die Frage, ob diese virtuellen Welten die wertvollen, begabten Kinder nicht zu „Computerjunkies“ machen, war die Antwort ein klares „Nein“. In den Augen der Kinder sind virtuelle Welten Plätze, die für bestimmte Aufgaben und Themenbereiche genutzt werden können, und für andere Bereiche eher uninteressant sind. Dann geht man eben wo anders hin.


30. AK E-Learning Begabtenförderung in virtuellen Welten

In der Abschlussrunde stellten sich noch weitere Kuriositäten heraus. Z.B., dass Kaus und Roya Kingner ehrenamtlich und aus eigener Initiative das Begabungszentrum aufgebaut haben, und auf der Suche nach Fördergeldern bei Konzernen auf verschlossene Türen stoßen.
Als hätten Konzerne noch nicht begriffen, dass sie sich im „War for Talents“ befinden, und das Begabunszentrum Bayern DIE Anlaufstelle ist, um sich schon frühzeitig bei künftigen Mitarbeitern beliebt zu machen ;-)

LINK zur Präsentation

Über twuertz

Tobias arbeitet seit Ende 2009 für avameo bzw. für SLTalk & Partner.

Kommentare

  1. Vielen Dank für diese interessante Artikel!

    Schöne Grüße aus Begabungszentrum Bayern in Freising, Bayern.

    Roya Klingner

Ihre Meinung ist uns wichtig

*