Pia Piaggio auf der Titanic


Pia Piaggio auf der Titanic

Am 14. April vor 100 Jahre erlitt der als unsinkbar bezeichnete Luxusdampfer RMS Titanic vor der Küste Neufundlands Schiffbruch. Besondere Tragik erhielt diese Katastrophe nicht nur, weil es sich um die Jungfernfahrt handelte, sondern auch wegen der vielen Menschen, die dabei ums Leben kamen. Von den 2.224 Passagieren, unter denen einige Berühmtheiten waren, überlebten nur 711. Genau nachzulesen ist dies unter anderem bei Wikipedia.


Pia Piaggio auf der Titanic

Schuld daran war ein Versagen der Rettungsmaßnahmen, verursacht von den Koordinatoren und Passagieren zu gleichen Teilen, weil man einfach nicht glauben wollte, was sich vor den eigenen Augen abspielte: Ein unsinkbares Schiff konnte doch nicht einfach so sinken! Von daher ist die Titanic heutzutage eine Metapher für Situationen, wo etwas nicht so sein kann, wie es ist, weil behauptet wurde, dass es so nicht kommen kann.


Pia Piaggio auf der Titanic

„Puuuhh, das hört sich für mich ein wenig kompliziert an“, gesteht Pia Piaggio, als sie am Kai ankommt. Die RMS Titanic in Second Life™ gibt es bereits seit 2009 und ist ein Projekt von Mara Menges, die in ihrem RL Niederländerin ist. Natürlich fanden aus Anlass dieses traurigen Jubiläums diverse Feierlichkeiten auf der virtuellen Titanic statt.


Pia Piaggio auf der Titanic

„Schade, die haben wir leider verpasst“, meint Pia ein wenig schnippisch. Naja, dafür hätte sie sich aber auch in Schale schmeißen müssen, denn der formale Dresscode, der hier generell gilt, wäre zu diesen Feierlichkeiten absolut unumgänglich gewesen.


Pia Piaggio auf der Titanic

Schließlich erfordert ein so verschwenderisches Ambiente auch ein bestimmtes Erscheinungsbild der Avis, die sich darin bewegen.


Pia Piaggio auf der Titanic

Nachgebildet sind alle zentralen Räumlichkeiten, in denen sich das Leben der 1. Klasse auf See abspielte. Natürlich gehört dazu ebenfalls ein Rauchsalon, wo man in bequemen Polstern tiefschürfende Gespräche führen kann.


Pia Piaggio auf der Titanic

In endlosen Gängen reiht sich eine Luxuskabine neben die andere. Neugierig wirft Pia einen Blick in die Zimmer und stellt dann enttäuscht fest: „Die sind ja gar nicht eingerichtet!“


Pia Piaggio auf der Titanic

Mitunter ist die virtuelle Titanic also recht spärlich ausgestattet. Auch der Ballsaal vermittelt nicht unbedingt das Flair, das wir aus der monumentalen Verfilmung von James Cameron gewohnt sind.


Pia Piaggio auf der Titanic

Nun spitzt Pia Piaggio die Ohren. „Titanic ist verfilmt worden? Das würde ich mir gern mal anschauen“, wünscht sie sich. Okay, kein Problem. Bitte Platz zu nehmen. Denn auch wenn sich die virtuelle Titanic nicht gerade als ein echter Knaller erweist, so ist doch das hier entstandene Machinima von RG Giano wirklich sehenswert:

  1. Landmarke RMS Titanic in Second Life
  2. Website virtuelle RMSTitanic

Kommentare

  1. Patrick says:

    Hallo Pia,

    sorry für das späte Einstellen deines Besuches auf der Titanic in Second Life. Bedauerlicherweise ist das beeindruckende Machinima-Video (vermutlich wegen der Musik) für Internet-Besucher unserer Webseite aus Deutschland nicht abrufbar :-(

    LG,

    Andreas

  2. Hi Patrick,

    dann versucht es doch mal hier, direkt auf der Website von Mara Menges:

    http://www.titanicsecondlife.nl/pages/133711/100_Year_Centenary_RMS_Titanic.html

    Ein kleines Stück runterscrollen, da findet ihr es. Es ist echt klasse – alle emblematischen Szenen sind nachgestellt. Viel Vergnügen – hoffentlich klappt es auf diesem Wege.

    Sonnige Grüsse,
    Pia

  3. Patrick says:

    Auch über die Website von Mara Menges können deutsche Internetbesucher dieses Video nicht anschauen. Das liegt daran, dass die Anfrage an YouTube nicht über die Webseite von Mara Menges läuft. Das Video ist dort nur eingebettet und dein Browser macht direkt die Anfrage auf YouTube. YouTube bewertet nun die IP-Adresse und stellt fest, dass es eine IP-Adresse aus dem deutschen Raum ist und gestattet dann den Zugriff nicht!

    Naja, das Internet in Deutschland ist eben nicht gleich das Internet sonstwo! Ursprünglich war das Internet global, zwischenzeitlich ist doch schon stärker lokalisiert als manch einer denkt.

    Was mich wundert ist, dass Du es, Stephanie, aus Spanien aufrufen kannst, d.h. EU-Internet ist nicht gleich EU-Internet. Das hängt in diesem Falle am Titanic-Lied, dass in dem YouTube eingebettet ist. YouTube erkennt neben der IP automatisch auch geschützte Musik und je nach Verträge bzgl. der Verwertungsrechte werden die Werke freigeschaltet oder nicht. Mir ist nur nicht klar, mit wem der Produzent des Musikverlages einen Vertrag hat und warum ein spanischer Europäer das Video sehen darf, während ein deutscher Europäer eben nicht. Mich würde das wirklich mal interessieren. Irgendwie fühle ich mich als deutscher Europäer mit weniger Internet-Rechten versehen ….

  4. Maddy Gynoid says:

    „Was mich wundert ist, dass Du es, Stephanie, aus Spanien aufrufen kannst, d.h. EU-Internet ist nicht gleich EU-Internet.“

    Das Video kann überall, außer in Deutschland angesehen werden. Der Grund steht im Videofenster, welches das Video nicht abspielt. Die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA erlaubt YouTube nicht, dieses Video bei deutschsprachiger IP-Adresse abzuspielen. In allen anderen Ländern in Europa und fast überall in der Welt, ist dies jedoch möglich.

    Laut YouTube will die GEMA unverhältnismäßig viel Geld, laut GEMA will YouTube nicht bezahlen. Das geht schon seit Jahren so und hat sich seit dem letzten Urteil am 20. April 2012 noch verschärft.

    Abhilfe schaffen Seiten, wie Unblock YouTube (http://www.unblockyoutube.co.uk/), wo man den YouTube Link zum gesperrten Video einfügen und ihn dann sehen kann. (Bei Unblock z.B. ganz unten auf der Seite).

  5. Patrick says:

    Das mit der GEMA vermutete ich bereits. Ich würde gerne die Rechtsgrundlage verstehen. Wenn ich es recht verstehe geht es um den Titanic-Song von Celine Dion (1997), eine kanadische Sängerin. Die hat doch wahrscheinlich die Verwertungsrechte an des Filme-Produzenten für Titanic verkauft (?). Wie hängt jetzt der Filme-Produzent mit der GEMA (a) vertraglich zusammen und was ist (b) die Rechtsgrundlage. Hat die GEMA als deutsche Verwertungsgesellschaft Verträge mit Künstlern und Prouzenten? Ich glaube, ich muss mir das hier mal genauer durchlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/GEMA

    Gibt es eine öffentliche Datenbank der GEMA, in der man die Künstler nachschlagen kann, die Ihre Kunstwerke über die GEMA verwerten lassen?

  6. Patrick says:

    Witzig ist, dass dieser Song hier http://www.youtube.com/watch?v=saalGKY7ifU von meiner deutschen IP abgerufen werden kann !??? Wieso das? Das Machimina selsbt ist doch sicherlich nicht geschützt!

  7. Maddy Gynoid says:

    Die GEMA vertritt in Deutschland auch die Rechte von internationalen Verlegern, wie Warner, SME, UMG, usw. Das Video mit den Szenen aus dem original Film ist ein offizielles Video, das von einer Quelle stammt, die nicht Mitglied bei der GEMA ist (Link zum offiziellen Video: http://www.youtube.com/watch?v=0jeu4oHFh1c )

    Das Musikvideo von Celine Dion mit genau dem gleichen Song wurde dagegen gesperrt, weil es von der SME vertrieben wird, die auch von der GEMA vertreten werden. (Auch hier der Link: http://www.youtube.com/watch?v=NYA0x8l8zDw). Bei dem Video von der SL-Titanic geht die GEMA scheinbar davon aus, dass die die Musik den Datenträgern von SME entnommen wurde.

    Ist jetzt aber alles nur meine Interpretation. Zum Thema YouTube und GEMA könnte man eine eigene Newsseite betreiben.

  8. Patrick says:

    @Maddy Danke, jetzt wird ein Schuh draus. Ich dachte mir bereits nach dem Wikipedia-Artikel, dass die GEMA nicht nur die Interessen von deutschen Verlegern vertritt.

    Jetzt würde mich mal interessieren, wie die GEMA oder YouTube technisch oder nicht-technisch prüft, ob eine Musik von welchen Datenträgern entnommen wurde? Das ist für mich total intransparent, irgendwie!

    Was ich weiter nicht verstehe, wie beispielsweise eine SME die Rechte in anderen Ländern, insbesondere in Europa verwertet. Da scheint es keine GEMA zu geben oder die operieren anders? Aber wie? Gibt es in anderen Ländern vielleicht bereits so etwas wie eine „implizite“ Kultur-Flatrate, wie es die Piraten vorschlagen oder sind die anderen Länder einfach nicht „so weit“, was die Sicherung der Schutzrechte angeht?

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