Pia Piaggio in der Oper


Pia Piaggio in der Oper

Nachdem Pia Piaggio sich in Second Life™ bereits klassisches und modernes Theater sowie ein Ballett angeschaut hat, lade ich sie heute zu einem Opernbesuch ein. Auf der italienischen Sim IMPARAFACILE ISLAND, die anbei bemerkt ein Beispiel für das untrügliche Designgefühl ist, das allen Italienern im Blut zu stecken scheint, stellt die Ava-Künstlerin Giovanna Cerise ihre virtuelle Interpretation der bekanntesten Oper Mozarts vor.


Pia Piaggio in der Oper


Die Zauberflöte
komponierte der begnadete Wolfgang Amadeus Ende des 18. Jahrhunderts. Das zweiteilige Werk gilt als Musterstück für den Zeitgeist der Wiener Klassik und war seinerzeit wegweisend für die zukünftige Entwicklung der Musik. „Jetzt nimm doch nicht alles vorweg“, beschwert sich Pia. „Lass uns lieber durch die Anywhere Door gehen und mal schauen, was diese Flöte so hergibt!“, drängelt sie.


Pia Piaggio in der Oper

Die Vorhalle widmet sich dem Komponisten selbst. Dieser Mensch schien praktisch nur aus Noten zu bestehen. Jeder Gedanke ein Klang, jedes Wort eine Note.


Pia Piaggio in der Oper

So ist das Entree vielleicht als die Ouvertüre zu verstehen, mit der Die Zauberflöte eröffnet. Die Uraufführung fand 1791 im Freihaustheater in Wien statt.


Pia Piaggio in der Oper

Raschelnde Röcke aus Samt und Seide gaben damals die Hintergrundgeräusche der aufgeregten und aufregenden Gesellschaft ab, die sich im Opernsaal zusammenfand, um dem neusten Werk des kleinen Wunderkindes zu lauschen.


Pia Piaggio in der Oper

Pia will dem nacheifern und toucht sich eines der Freebie-Outfits, die für die werten Avi-Opernbesucher bereitstehen. Als ich ihr Jackett und Weste – die Überbleibsel ihres Standard-Outfits – abnehmen will, empört sie sich: „Lass das mal schön sein. Ich finde diese Kombination absolut passend als moderne Interpretation der damaligen Mode.“ Sie beharrt auf diesem Standpunkt, peinlich findet sie das kein bisschen und mir bleibt nichts anderes übrig, als mich an diese merkwürdige Kleidgestaltung zu gewöhnen. Sei´s drum.


Pia Piaggio in der Oper

Betreten wir einfach die erste Szene, in der die Hauptpersonen mit den seltsamen Namen Tamino, Pamina, Sarastro und Papageno debütieren. Pia stockt der Atem beim Anblick dieser virtuellen Opernbühne.


Pia Piaggio in der Oper

Ein Schwenk mit der Kamera ermöglicht den Überblick in der funkelnden Halle. Insgesamt sieben Szenen stellt Giovanna Cerise dar. Sie ist übrigens nicht die erste Künstlerin, die sich von diesem Singspiel zur Bühnengestaltung inspiriert fühlt. Schon David Hockney stellte 1978 seine Interpretation in der Glyndebourne Opera zur Schau.


Pia Piaggio in der Oper

Zugegeben, ich bin Opernbanause genug, um auch dieses Werk niemals gesehen zu haben. Für mich ist es zudem ein Glück, dass diese virtuelle Oper ohne Gesang auskommt und die Szenarien für sich wirken lässt.


Pia Piaggio in der Oper

Natürlich habe ich mich anlässlich dieses Streifzugs ein wenig firm gemacht, was Die Zauberflöte inhaltlich angeht. Die Geschichte ist eine Heldenreise mit so schillernden Figuren wie der Königin der Nacht und so verlockenden Orten wie dem Weisheitstempel. Der Bösewicht Monostatos sorgt für die nötige Spannung, muss jedoch am Ende mit seinem Tod dafür bezahlen.


Pia Piaggio in der Oper

„Zum Glück führt ein Teleporter von einer Szene zur anderen. Mit diesem monströsen Rock traue ich mir das Treppensteigen echt nicht zu“, bemerkt Pia recht nüchtern in Anbetracht des magischen Schauspiels der Farben und Formen.


Pia Piaggio in der Oper

Das vorletzte Szenenbild zeigt zwei Hände, die kurz davor sind, sich miteinander zu vereinen. Schließlich haben Tamino und Pamina schon fast alle Stufen der ihnen auferlegten Prüfung bestanden und stehen tatsächlich kurz davor, endgültig zusammenzufinden.


Pia Piaggio in der Oper

Dies jedoch gelingt ihnen allein durch die Zauberflöte, die sie auf der letzte Wegstrecke zur strahlenden Sonne beschützt. „Sag mal, ist eure Sonne nicht rund?“, erkundigt sich Pia viel zu akribisch für den Geist einer modernen Bühneninterpretation.


Pia Piaggio in der Oper

Aber was außen pyramidisch geformt ist, kann innen durchaus rund wirken. Und nun lege ich Pia Piaggio die Worte in den Mund, mit der diese Oper endet:

„Es siegte die Stärke und krönet zum Lohn – die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron’“.

Wer sich im Detail für Die Zauberflöte interessiert, dem sei dieses Video vom Salzburg Festival 2006 angeraten, in dem die Wiener Philharmoniker aufspielen:


Landmarke The Magic Flute
Website der Künstlerin Giovanna Cerise

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