3D Controller – Informationen aus dem Hirn

Die Funktionsweise des Gehirnes ist für die Einen ein Wunder und für die Anderen eine Prozessmechanik, die es zu erforschen gilt.
Die Messverfahren, die uns Einblicke in die physikalische Ebene unseres Denkens geben, sind vielfältig und werden stetig weiter entwickelt.

Die praktischen Anwendungen, die die Labore schließlich verlassen sind Programme und Apps zum gezielten entspannen, Stressensoren, die auf der Arbeit eine Art „Airbagfunktion“ haben bis hin zur rudimentären Steuerungen von Prothesen.


Pflaster das Gedanken liest
Auf der Seite des New Scientists gibt es einen kurzen Artikel über Todd Coleman, der die Entwicklung von Hirnsensoren alltagstauglich macht.

Das Messen von Hirnaktivitäten mit Hilfe eines speziellen „Pflasters“ soll eine günstige Alternative bieten, gleich einem „Fenster ins Gehirn“ medizinische Behandlungen zu unterstützen.

Für die Auswertung der Daten kann schon ein Smartphone ausreichen, dass drahtlos an das Pflaster angebunden wird.

Doch nun steht Coleman wohl an der Schwelle, dass der Umfang der gemessenen Hirnaktivitäten ausreicht, um komplexere Muster als nur einfache Ausschläge zu erkennen.
Indem die elektronischen Muster der Gedanken des Patienten interpretiert werden können, wird er vom „Beobachteten“ zum „Steuernden“.

Dieser Fortschritt soll in der Medizin für die Dosierung von Medikamenten und eine präzise Steuerung von Prothesen eingesetzt werden.

Interessant ist auch die Vorstellung, das Pflaster in Verbindung mit Google Glasses zu nutzen, was die nonverbale und somit unauffälligere Aktivierung der Videokamera ermöglichen würde…

Doch jeder, der in langen Raids seine teure Gamertastatur mit einer Kartoffel-Paprika-Fettglasur aus der Chipstüte überzogen hat, oder bei plötzlichem PvP-Kontakt den Inhalt der Mate-Flasche über die Pizza gekippt hat weiß, dass es wesentlich bessere Verwendungszwecke für dieses tolle Pflaster geben kann…


TechnoMage

Über twuertz

Tobias arbeitet seit Ende 2009 für avameo bzw. für SLTalk & Partner.

Kommentare

  1. Frido says:

    Ich verfolge schon seid laengerem, wie die entwicklung der hirnforschung voran rast. Schoen, immer wird der positive aspekt herausgestellt. Diese hirnsensoren zusammen mit nanoelementen -, alles wird als fortschritt im kampf gegen krebs und demenz propagiert, den groessten schrecken und angstmachern unser gesellschaft. Damit wird sehr effektiv das misstrauen desensibilisiert.
    Wenn ich aber daran denke, dass die wissenschaftlichen erkenntnisse zuerst lauf militaerische tauglichkeit und – anwendung geprueft wird ….
    Big brother ist hier schon angekommen.

  2. Murat says:

    Das Smartphone das meine Gehirnströme versteht will ich sehen … Aber an sich guter Forschungsansatz

  3. Frido says:

    Und so schleicht sich das smart-phone in kombination mit GOOGLE tiefer und tiefer in unser dasein. Grade hab´ich einen artikel ueber BIG BROTHER GOOGLE von meinem bruder bekommen. Sehr informativ und lesenswert.
    Es ist eine kopie aus der neuen CT:
    http://www.heise.de/ct/inhalt/2013/05/34/

  4. Peter says:

    Versucht das Google den nicht schon seit Jahren um zu setzen ? ;-)

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