Game! Crime? – Call for Paper

(Thomas-Gabriel Rüdiger, Alexander Pfeiffer (HRSG.))

Wir lieben Spiele, jedoch haben die letzten Jahre gezeigt, dass es auch Schattenseiten gibt, welche
sich durch eine stetig steigende Branche und neue Möglichkeiten, wie vernetztes Spielen/Kommunizieren und Onlinezahlungsmöglichkeiten entwickelt haben.

Die Schattenseiten, wie suchtähnliches Verhalten, Geldwäsche, Beleidigungen, Stalking, Diebstahl, Extremismus, Cybermobbing und –Grooming gibt es auch außerhalb der virtuellen Unterhaltungsindustrie. Dort existieren auch klare Richtlinien, was „richtig“ oder „falsch“ ist.

Spricht man jedoch über eben diese Delikte in virtuellen Welten, erzeugt dies derzeit noch anfänglich Kopfschütteln, gefolgt von Erkenntnis und der Frage:

„Was können wir tun, damit Spielewelten wieder das werden, was sie sein sollen – ein Platz für Spaß,
Spannung, Herausforderungen in einer letztendlich gefahrlosen Umgebung“.

Thomas-Gabriel Rüdiger (Forschungs- und Lehrstelle zu Cybercrime an der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg) und Alexander Pfeiffer (Zentrumsleiter für Angewandte Spieleforschung an der Donau Universität Krems), beides begeisterte Gamer der ersten Stunde, möchten im Sommer 2014 im Verlag für Polizeiwissenschaft einen Sammelband herausbringen, welcher sich mit den oben genannten Punkten aus wissenschaftlicher Perspektive auseinandersetzt.

Der Sammelband – und das sei explizit erwähnt – möchte keine Diskussion „gegen Spiele“ initiieren, sondern, wie oben bereits erwähnt, aufzeigen, welche Kriminalitätsphänomene aus der Interaktion und Kommunikation
der Nutzer untereinander entstehen und wie man Spielewelten wieder sicherer und spielenswerter
gestalten kann.

Die Herausgeber freuen sich daher über Beiträge zu folgenden Themen:

  1. Spiele im Wandel: die Veränderungen und Erscheinungsformen von digitalen Spielewelten durch die Möglichkeit des vernetzten Spielens und der Kommunikation über Chat und Voicechat über das Internet.
  2. Cash & Crime: Überall, wo Menschen aufeinander treffen und auch Geld eine Rolle spielt, wird
    versucht, Geld illegal zu erwerben. Von Geldwäsche über Piratenserver bis Goldfarming können sämtliche Phänomene betrachtet werden.
  3. Pathologisches Spielverhalten: Gibt es exzessives Spielverhalten/Onlinespielsucht? Wenn ja
    – in welchem Ausmaß? Bei welchen Spielen? Was kann man dagegen machen und wie ist der
    aktuelle Stand der Forschung?
  4. Cybergrooming & Sexualtäter: Nutzen Pädokriminelle Onlinespiele, um mit Minderjährigen in
    Kontakt zu treten? Wenn ja, wie gehen die Täter vor? Gibt es Erkenntnisse zum Umfang? Gibt
    es andere Sexualdelikte?
  5. Die Kraft des Wortes: Meinungsäußerungsdelikte, wie Beleidigungen, Extremismus und Cybermobbing finden auch in virtuellen Welten statt.
  6. Spielen! Aber Sicher? Der Kinder- und Jugendmedienschutz, Präventionsmöglichkeiten sowie
    Aspekte der Vermittlung von Medienkompetenz im Blickwinkel der Herausforderungen von
    virtuellen Welten.
  7. Potpourrie: Texte zum Thema „Game! Crime?“, die nicht explizit in Kategorie 2-6 passen.
  8. Exkurs „Call for Games“: „Positive impact games“: Zum Abschluss sollen im Rahmen eines Exkurs Spielprojekte außerhalb der kommerziellen Spielewelt vorgestellt werden, welche einen Zweck über das Spielen hinaus verfolgen.

Wir bitten Sie, ein Abstract (1000 Wörter inklusive Leerzeichen) und ein Mini-Abstract (150 Wörter)
an alexander.pfeiffer@donau-uni.ac.at und thomas.ruediger@fhpolbb.de zu senden.

Abgabetermin des Abstracts ist der 15. November 2013.

Bis 30.04.2014 haben Sie dann Zeit, Ihr fertiges Kapitel auszuarbeiten (10 000 bis 15 000 Wörter).

Jene Autoren, die eingeladen wurden, am Sammelband mitzuschreiben, erhalten zum Zeitpunkt der Annahme genaue Instruktionen. Jeder Autor wird ein Belegexemplar erhalten, ein Autorenhonorar kann nicht gezahlt werden.

Für etwaige Rückfragen stehen Ihnen die Herausgeber jederzeit unter folgenden Kontaktdaten zur
Verfügung:

Das Original als .pdf gibts hier

Über twuertz

Tobias arbeitet seit Ende 2009 für avameo bzw. für SLTalk & Partner.

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