Augmented Reality und die altbackene Seite der Kriminologen

Bei Gerald-Jörns habe ich gerade einen Artikel über Sonys Werbespot zur PlayStation Vita gefunden, in dem altbackene Kriminologen unter Beweis stellen, dass sie mit völliger Ahnungslosigkeit gesegnet sind.

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) hat ein Schriftstück herausgegeben, in dem es vor einer Werbung der PS Vita warnt. Gemeint ist folgendes Video:

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Cybergrooming in virtuellen Welten

Cybergrooming ist ein Kunstwort. Wörtlich könnte man es mit „Internetstreicheln“ übersetzen, wobei nicht unbedingt eine virtuelle Ersatzhandlung für die fehlende physische Körpersprache gemeint ist. Es geht eher um das „Verbalstreicheln“ z.B. in der Anbahnungsphase einer Beziehung, wo Komplimente noch offen ausgesprochen werden dürfen.

Wenn das Flirten als die unverbindliche Art, seine Zuneigung zu zeigen gilt, ist das Cybergrooming die schon etwas zielorientiertere Version, denn Streicheleien dringen schon in die „virtuelle Intimsphäre“ ein.

In Bezug auf virtuelle Welten hat Thomas Rüdiger-Gabriel einen Text veröffentlicht, der sich mit dem Cybergrooming als Anbahnungshinweis auf eine mögliche Straftat auseinander setzt.

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Rezension: Gamecrime und Metacrime

Gamecrime Metacrime

Das Buch „Gamecrime und Metacrime – Strafrechtlich relevante Handlungen im Zusammenhang mit virtuellen Welten“ von Cindy Krebs und Thomas Gabriel Rüdiger erschien im Rahmen einer Masterarbeit 2010 im Verlag für Polizeiwissenschaft.
Die Arbeit sollte klären, ob der Boom virtueller Welten auch strafrechtlich relevante Handlungen mit sich bringt, wenn ja in welchen Bereichen und in welchem Umfang.

Auf sehr ausführliche und nachvollziehbare Weise klären die beiden Kriminologen zunächst darüber auf, was virtuelle Welten sind, und welche Unterschiede es von Second Life über World of Warcraft bis zum Browsergame gibt. Auch die wirtschaftlichen Hintergründe und unterschiedlichen Geschäftsmodelle einzelner Plattformen werden anschaulich erläutert, als Basiswissen für die spätere Erläuterung von Vermögensdelikten.
Insofern kann ich an dieser Stelle das Buch allen Eltern und Lehrern empfehlen, die nachvollziehen möchten, was ihre Kinder den ganzen Tag am Rechner treiben. [Weiterlesen…]

Serious Games und der neue Kreuzzug

OSMTH-Deutschland Serious Games und der neue Kreuzzug

Es war schon immer so, dass neue Technologien zwei Seiten haben. Fast alles kann man entweder konstruktiv oder destruktiv einsetzen, und in seltenen Fällen kann destruktiv sogar konstruktiv sein. Dank seines Verstandes hat der Mensch die Wahl, für welche Verwendung er sich entscheidet, allerdings muss er dann auch die Verantwortung für seine Entscheidung tragen.

Die Diskussion um dieses Thema zieht sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte, durch alle Völker und Epochen, und ist nun, mit zunehmender Bedeutung des Internets, auch ein wichtiger Bestandteil in unserer Gegenwart geworden. [Weiterlesen…]

Google StreetView startet nun auch in Deutschland durch

Google überrumpelt laut Spiegel Online die deutschen Ministerinnen, die sich im Urlaub in der Sonne laben und den den Start des umstrittenen Projektes StreetView verpassen.

Viele Metropolen anderer Länder, wie London, Paris, San Francisco oder Madrid sind bereits via Google StreetView unter maps.google.de erreichbar. Mittels Google StreetView wird das Produkt GoogleMaps erweitert. Zieht man das oragenfarbene Männchen auf der Zoomleiste in eine Region, so verwandelt sich die Kartenansicht von GoogleMaps in eine Straßenansicht. Man kann regelrecht durch eine Großstadt via Computer fahren, virtuell versteht sich! [Weiterlesen…]

Google StreetView-Autos sammeln private WiFi-Daten

Wie in vielen Medien berichtet (tagesschau.de, schieb.de), sammelten die Google StreetView-Autos in der Vergangenheit auch private Daten von offenen WiFi-Netzwerken. Über das generell kritisch beäugte Projekt StreetView berichteten wir bereits öfters. Die aktuelle Panne wird es dem Projekt in Deutschland sicher nicht einfacher machen. Immerhin bestreitet Google die Panne in keinster Weise und nimmt im eigenen Blog Stellung dazu. Google bedauert diesen Vorfall und stoppt in Konsequenz nun jegliche Sammlung von WiFi-Daten mit den StreetView-Autos.

Die Könige der 1.0 Sozialisation

Wie kann eine Gesellschaft mit tausendjähriger Tradition und Kultur der Revolution 2.0 entgegenwirken?

Zensursula hat es vorgemacht, und die Chinesen kopieren dankbar und fleissig.

In deren Fall geht es aber nun nicht um Kinderpornogaphie, sondern um die moralischen Werte, die durch westliche Online Spiele und virtuelle Welten erschüttert werden, sowie um das Unterbinden von illegalen Geschäften, sagt die TAZ. Na,ja, der Vorwand ist einerlei, in beiden Fällen geht es einfach nur um Kontrolle und den Machterhalt im Anblick einer drohenden Gefahr mit schwer abschätzbarem Potential.

Das einzig Beruhigende, das die offizielle Diktatur in meinen Augen hat, ist: Man kann sich die Frage sparen „Wer hat die Vollpfosten gewählt?“, und es bleibt nur noch die Frage: „Was denken die, wie doof wir sind?“

„Ein Volk sollte nicht Angst vor dem Staat haben, sondern der Staat vor seinem Volk“ V wie Vendetta

Australien zensiert Second Life

nicht nur in Deutschland ist das Thema Internet-Zensur mit #zensursula, der Piratenpartei und der SPD am kochen.

Aus Australien, erreichte uns gerade die erschreckende Nachricht, dass Second Life in Australien zensiert wird.

Der australische Architekt Per Pegler, war einer der Ersten und nutzte bereits im März 2007 den Vorläufer des 3D-Internets für sein Geschäft, um auf Troppo-Island seine Immobilien-Objekte zu visualisieren. Das wäre niederschmetternd für die künftige Immobilienbranche, die das 3D-Internet nutzen möchte. Von daher glauben wir nicht, dass eine solche Zensur bestand hat – wir hoffen es inständig!

Solange wünschen wir Per Pegler viel Glück und drücken die Daumen. Im Notfall hilft nur auswandern, allerdings ist das Thema Internetzensur nicht nur in Deutschland und Australien umgesetzt. Vielleicht ist es die Zeit für Piraten, die glücklicherweise international aufgestellt sind.

Nächster Meilenstein für das 3D-Internet

wie gestern mehrfach getweeted wurde, wird in Kürze der nächste Meilenstein für ein 3D-Internet gelegt. Unter dem Tweet „Opensim gets a currency system“ wurde mehrfach auf das Interview mit dem mit OpenSimulator betriebenen Deep-Think-Betreiber Adam Frisby verwiesen.

Deep-Think soll das erste OpenSimulator GRID werden, dass ein Währungssystem implementiert. Allerdings berichtete CyberTech News bereits am 13. Januar, dass das OpenLife GRID eine PayPal Anbindung bekommen soll. Adam Frisby lässt in dem Interview ebenso durchscheinen, dass andere Service-Provider wie PayPal, Fatfoogoo, Paymo ein Payment-GateWay bekommen sollen.

Dieser Schritt ist mit Sicherheit einer der wesentlichen Treiber für ein 3D-Internet, dass es Linden Lab erschweren wird mit einer proprietären Währung standzuhalten. Insbesondere denkt die OpenSource-Community darüber nach, wie eine Währung im HyperGrid eingesetzt werden soll. Hier geht es um ein Transaktionssystem, dass gridunabhängig, also im HyperGrid, mit ein und dem selben Avatar genutzt werden kann. Die Ziele sind hoch gesteckt und noch nicht ganz umgesetzt.

Sollten wir allerdings den gridübergreifenden Single-Sign-On Universalavatar mit einem einheitlichen Währungssystem bekommen, dann sprechen wir tatsächlich von einer neuen Dimension! das Metaversum oder das 3D-Internet steht also unmittelbar vor der Tür, wenn auch die Tragweite nicht ganz abzuschätzen ist.

Next Generation: Die strategische Bedeutung von OpenSource für das 3D-Internet

Am 12.03. hatten wir zwei Vorträge im Startblock, das zentrale Themen war diesmal: The Next Generation – Die strategische Bedeutung von OpenSource für das 3D-Internet. Ein ausgewähltes Publikum von Interessierten aus den unterschiedlichen Industriezweigen und hochkarätige Experten tauschten sich nach den zwei Vorträgen beim Networking aus.

Hier die zwei Vorträge:

Die nächsten Veranstaltungen sind am 21. und 24.04. in Wiesbaden

  1. Selbstvermarktung im Web 2.0 – Personal Public relation 2.0
  2. Next Generation – Kosteneinsparungen durch den Einsatz virtueller Welten