WebGL – 3D im Browser am Beispiel Fractal Lab

WebGL - 3D BrowserMit WebGL 1.0 hat die Khronos Group dieser Tage ihren Standard für hardwarebeschleunigte 3D-Grafik mittels aktueller Browser freigegeben.

Fractal Lab zeigt hier als Web-Applikation was damit ohne zusätzliche Plug-Ins im Browser möglich wird.

Weitere Infos:

Fractal Lab: Imposante 3D-Grafik im Browser
3D im Browser – WebGL 1.0 ist fertig [Weiterlesen…]

Avination II: Out of the Dark

Avination II

Im Juli 2010 haben wir über die dark Roleplay Plattform AVINATION berichtet. Ursprünglich als virtuelle Spielwiese für Roleplay gedacht, hat die virtuelle Welt auf OpenSim Basis zahlreiche Contentcreators aus Second Life angezogen.

Nun scheint sich ein Facelift anzubahnen, die neue Website von Avination lässt nichts mehr spüren vom unheimlichen Dunkel vergangener Zeiten. „Create & Design“, „Meet & Chat“ und „Work & Learn“ sind die Punkte, die neben „Roleplay Heroes“ und „Style & Shopping“ angeführt werden.

Auch wurde offensichtlich aus den alten Lindenfehlern gelernt.
Die verbesserte Sicherheit für Produzenten virtueller Güter ist wahrscheinlich auch der Grund, weshalb viele Contentcreators sich nun in AVINATION niedergelassen haben. [Weiterlesen…]

Schurkencoder und ein beschädigter Smaragd

Ich fand ihn immer sehr sympatisch, den Secondlife Viewer mit dem grünen Logo. Mit Emerald konnte man sehen, wohin ein anderer Avatar gerade guckt, sich quer über eine Sim zu einem anderen Avatar teleportieren, und auch das Doppelklick-teleportieren innerhalb der Sichtweite auf einer Sim war möglich. Alles Standartfeatures des Clients, sehr nützlich bei Fortbildungen in der virtuellen Welt von Second Life.

Plötzlich ist der Emeraldviewer das Produkt von Schurkencodern. Er hat einen Code enthalten, der DDoS (Distributed Denial of Service) Attacken ausführt, und damit die Webseite von Hazim Gazov angreift. Hazim ist selbst Entwickler eines anderen Third Party Viewers, also ein Mitbewerber und heftiger Kritiker des Emerald Viewers. .

Eine Stellungnahme der Firma Modular Systems dazu befindet sich auf ihrem Blog, VWI rollt die ganze Sache sehr schön in deutscher Sprache auf.
SL Inside verweist dabei auf diese Quelle.

Auf der Liste der von Linden empfohlenen Viewern ist der grüne Smaragd jedenfalls nicht mehr zu finden, obwohl Modular Systems eine Umstrukturierung des Entwicklungsteams und der Software gestern ankündigte.

Der neue Viewer soll nun schnellstens auf http://EmeraldViewer.net zur Verfügung stehen, in der Hoffnung, wieder auf die Third Party Viewer List zu kommen. [Wenn der Link noch nicht geht, isses noch nicht so weit] ;-)

Avination – Innovation im Rollenspiel

Computerspiele sind eine tolle Sache. Angefangen vom Zeitvertreib, über die Entwicklung seines eigenen Charakters, bis hin zur Organisation einer Community gibt es die verschiedensten Gründe zu spielen.
Und immer dort, wo sich viele Menschen angesprochen fühlen, ist auch viel Geld zu verdienen, wie uns die letzte WM deutlich gemacht hat.
Kein Wunder, dass es also eine Menge Unternehmen gibt, die trotz aller Raubkopiererei in Computerspiele investieren. Wie viele das sind, wie die Entwicklung verlaufen ist, und dass sich teilweise totentwickelt worden ist, zeigt diese Slideshow am Beispiel von Duke Nukem, einem Spiel, dass zum ersten Mal am 1. Juli 1991 veröffentlicht wurde, und neben Doom von 1993 Maßstäbe setzte.

Mittlerweile sind wir in Sphären angekommen, wo die Entwicklung eines Spiels ungefähr so viel kostet, wie ein Hollywood Kinofilm. So hat Starcraft 2 laut Wall Street Journal 100 MILLIONEN (!) US Dollar gekostet. Ebenso Red Dead Redemption

Warhammer Online hat in der Entwicklung einen 2 Stelligen Millionen Betrag gekostet, der durch den Verkauf der Spielesoftware und einer monatlichen Nutzungsgebühr rentabel werden sollte.
Nach zwei Jahren wurde nun das Spiel vom Verleger GOA an den Hersteller Mythic Entertainment „zurückgegeben“ und die Spielsoftware steht zum freien Download zur Verfügung. Für den Spieler fallen nur noch die monatlichen Nutzungskosten an.

Da alle diese klassischen Spiele entweder eigens entwickelt worden sind, oder die Entwicklung zumindest durch Middleware wie z.B. einer Grafikengine von Crytek ergänzt worden sind, ist die Entwicklung teuer.
Wie oben beschrieben lässt sich eine Entwicklung nicht mehr aus der Portokasse bezahlen, da braucht es mehr.

Entweder mehr Geld, oder mehr Innovation.

Im Klartext bedeutet das, die Hersteller können weiter Unsummen in die Entwicklung ihrer Produkte pumpen, oder alternative Spielideen und Entwicklungsverfahren finden.
Und gerade was das Entwickeln von Spielideen angeht, hat die Spieleindustrie nicht viel Neues gebracht.
Die Klassiker sind Science Fiction, Fantasy und das Horrorgenre, die Handlung erlaubt einen gewissen Freiraum mit den vom Entwickler gegebenen Mitteln.

Kein Wunder, dass das einzige Neuerungspotential in der Technik steckt. Realistischere Grafik, riesige Welten und vielfältige Animationen.

Und die kosten eben Geld!

Also gucken wir uns die Innovation an….

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3D-Internetpionier LindenLab verliert Marktanteile an OpenSource-Clone

Bisher hatte Linden Lab nahezu alleinigen Anspruch auf den Markt immersiver kollaborativer 3D-Echtzeit-Environments mit ihrer proprietären Middleware-Plattform Second Life. Jetzt bekommt Linden Lab tatsächlich mächtig Konkurrenz durch den „OpenSource-Clone“, der längst gar kein Clone mehr ist. Tatsächlich handelt es sich um eine offene 3D-Middleware-Plattform, die bereits mächtige Erweiterungsframeworks für PlugIns bereitstellt. In Zukunft sind in OpenSimulator verschiedene Programmiersprachen und Zahlungssysteme integrierbar.

Nicht selten geschah es Pionieren und Innovatoren in der Internetgeschichte, dass Sie zwar die Basis legten, dann aber überrannt wurden, weil entscheidende strategische Fehler gemacht wurden oder weil man durch blinde Arroganz entscheidende Faktoren nicht wahrgenommen hat. Ich errinnere mich da an Netscape und Brokat.

Aber richtig wach rüttelte mich der gestrige Artikel auf HyperGridBusiness.com.

Maria Korolov zählt die Regionen des „Social Open Grids“ zusammen und kommt auf über 6500 Regionen, die auf Basis von OpenSimulator bereits heute existieren. Bisher ist OpenSimulator, dass einzig ernstzunehmende Konkurrenzprodukt zu Second Life von Linden Lab. Nach meinen Schätzungen dürfte das ein Landvolumen von 20-25% von den auf Second Life betriebenen Regionen sein. Die ersten Communties wenden sich bereits von Second Life ab und wandern auf OpenSimulator basierende Welten ab. Deshalb bereist unsere tapfere Pio auch regelmäßig die OpenSimulator-Welten, die zunehmend stabiler, perforanter und attraktiver werden!

Gelingt der Schlag, die einzelnen auf OpenSimulator basierenden Grids zu einem echten HyperGrid mit Teleport zu verbinden, verliert Linden Lab mit Sicherheit weitere Anteile an das OpenSource-Pendant.

Neben Augmented Reality, Human Interfaces und den Bandbreiten für das mobile Internet, ist OpenSimulator ein weiterer wichtiger Faktor für anstehende Technologiekonvergenzen, um Virtuelle Welten zu etablieren.

OpenSimulator im normalen Browser

Wie im Oktober 2007 bereits berichtet, gibt es Bestrebungen, Second Life bzw. OpenSimulator durch eine Browser-Integration leichter zugänglich zu machen.

Die japanische Firma 3Di stellt dafür ein PlugIn bereit, das unter 3di-opensim.com bereitsteht. Leider ist die japanische Seite für Europäer schwer zu lesen. Für „Bastler“ gibt es aber unter rezzable.com eine Anleitung, wie man seinen Firefox patchen und sich anschließend mit einem OpenSimulator-GRID verbinden kann.

Talentraspel bietet Fullservice Umzug an

Die Talentraspel virtual worlds ltd. bietet seit gestern einen Full-Service-Umzugsdienst an, um aus Second Life auszuziehen. Mittels des neuen Service ist es möglich, nach beliebigen OpenSimulator-Plattformen umzuziehen. Ein konkretes Preismodell ist der Meldung von gestern aber nicht zu entnehmen.

Ich glaube aber, das Kai Ludwig sicherlich, wie so gerne, die Kommentarfunktion hier nutzt, um darauf zu antworten :-)

Datenmigration von Second Life nach OpenSimulator und zurück

Offensichtlich schläft und schläft und schläft Linden Lab oder aber die Firma aus San Francisco hat eine Strategie in der Schublade, die uns alle noch mächtig überraschen wird.

Nachdem Rezzable ankündigte, die Linden Lab-Plattform zu verlassen und nach OpenSimulator zu ziehen, ist jetzt zu erfahren, dass Rezzable ein Datenmigrationstool bereitstellen möchte, um Second Life-Regionen nach OpenSimulator zu portieren.

Das Ganze läuft über sogenannte OAR-Dateien ab, welche Daten wie Primgröße, Primart, Primposition, Terraindaten usw. speichern.

Insgesamt enthält das Softwarepaket drei Werkzeuge:

  • SIM2OAR: Dieses Tool erzeugt aus in Second Life liegende .OAR-Dateien, die in OpenSimulator importierbar sind
  • OAR2SL: Dieses Tool importiert eine .OAR-Datei in Second Life
  • OAR Editor: Ein Editor, um das OAR-XML-File zu editieren

Interoperabilität im OpenMetaverse

Der Meerkat-Viewer erlaubt es, zwischen verschiedenen Metaversen hin- und her zu springen, Objekte auf der lokalen Festplatte zu speichern und diese Objekete jederzeit zu „rezzen“. In Deutsch: Man kann sich in Second Life einloggen, seine eigenen Objekte sichern, in ein OpenSimulator basierendes GRID spingen und dann diese Objekte in diesem Ziel-GRID erzeugen!

Hier ein kleines Video dazu:


Mit einer kleinen Manipulation des quelloffenen Browsers ist es sogar möglich, fremden Content zu transferieren.

In einem neuen Artikel auf Metaverse News wird sogar beschrieben, welche Zeile Code man entfernen muss:

“if ( (! ( isItemPermissive() || gAgent.isGodlike() ) )”

Weitere Infos zum Meerkat-Viewer unter dem Projekt bei der Open Metaverse Foundation.

IETF diskutiert Standards für Avatare

Im März trafen sich einige wichtige Meinungsmacher auf einer Konferenz der Internet Engineering Task (IETF) Force in San Fransisco. Top Thema war die Harmonisierung evtl. Standards und die Interoperabilität zwischen verschiedenen Metaversen wie Second Life und World of Warcraft.

Der heise-Bericht vom 29.03.2009 liest sich allerdings, als ob verschiedene Vertreter mit grundsätzlich unterschiedlichen Anforderungen und Zielen an die Sache gehen.

Kein Wunder, denn das Unterfangen, Second Life, Word of Warcraft und Weblin unter einen „Hut“ zu bringen erscheint mir schier unmöglich.

Parallel zu den agilen Internet-Machern, den Betreibern der Plattformen wie Second Life, World of War und Weblin, mischen sich die schwergewichtigen und trägen Strategen in das Spiel ein, wie wir am 27. März berichteten. Hier geht es dann um die Protokolle und Formate wie Canvas3D, Java3D, OpenCL, OpenGL, VRML, X3D.

Natürlich sind diese Diskussionen längst überfällig. Zudem sind Machtspielereien und Angst vor Kontrollverlusten der Diskussionen nicht förderlich.

Dabei hat voraussichtlich der OpenSimulator mit dem OpenGrid-Protokoll gute Chancen, obschon Christian Scholz auf eine Liste der Einzelprobleme aufmerksam machte, die einen einzelenen Standard als unrealistisch erscheinen lassen.

In einer Welt mit stark anwachsender Komplexität wird die Kontrolle immer schwieriger, gezielte und gesteuerte Entscheidungen immer unwahrscheinlicher aufgrund unterschiedlicher Interessen und Meinungen.

Es stellt sich die Frage inwiefern die IETF oder das W3C bei den schnellen Entwicklungen tatsächlich positiv mitwirken können? Ich sehe hier eher emergente, sich selbst entwickelnde Strukturen, die globale und gute Defacto-Standards prägen auf Basis von OpenSource-Lösungen und hochmotivierten Individuen die im Netz effektiv und effizient zusammenarbeiten.