Serious Games mit der Kinect oder wohin mit der Bewegung?

Im letzten Arbeitskreis haben Prof. Dr. Urlike Lucke und Dr. Ing.Ralph Zender der Uni Potsdam über eine technische Möglichkeit informiert, den Avatar eines Sprechers mit dessen Bewegungen zu synchronisieren. Doch neue Techniken werfen bei mir immer die Frage auf: „Was kann man noch daraus machen?“ Die Körpersprache in virtuelle Welten zu bringen ist in bestimmten Bereichen einfach notwendig, aber da geht bestimmt noch mehr.

Andrew Hughes von Designing Digitally Inc. hat nun ein Video herausgegeben, dass noch eine andere Möglichkeit für die Nutzung der Kinect aufzeigt. Das Training von Gesten im virtuellen Raum. Im Video ist es die Aufgabe, ein Flugzeug mit Hilfe der korrekten Gesten über einen Parcours auf dem Rollfeld zu steuern.




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Kulturschätze als 3D-Objekte

3D-Conform nennt sich das europäische Projekt, dass antike Kunstschätze in dreidimensionaler, virtueller Form archivieren soll.

Angefangen bei Bildern, Waffen, Vasen bis hin zu Großobjekten wie Tempeln soll für Mitarbeiter entsprechender Forschungsgebiete alles gescannt und getagt werden, was so in den Kellern der Museen zu finden ist.

Zum Einen, um eine Übersicht über die eingelagerten Bestände einzelner Museen zu bekommen, zum Andern, um über eine Software gleichartige Objekte zu finden. So ist es beispielsweise für die Restauration eines Objektes sinnvoll, vorher gleichartige Objekte aus der selben Epoche bezüglich Farbe, Form und Oberflächenbeschaffenheit zu studieren.

Die kommerzielle Verwendung der Technologie soll dahin gehen, dass mit Hilfe des Rapid-Prototyping-Verfahrens jeder die Möglichkeit hat, eine Nachbildung der Venus von Milo sein Eingen zu nennen, die sich von den bisherigen Schlüsselanhängern gewaltig unterscheiden wird.

Mit beteiligt an dem Projekt ist das in Darmstadt ansässige Fraunhofer Institut für Gafische Datenverarbeitung (IGD). Ein Bild dazu, sowie ergänzende Informationen, gibts hier.

Relevante Konvergenzen: 3D-Scanning, AR und VR

Über die Erzeugung von 3D-Content via Scanner-Technologie und der Photogrammetrie haben wir bereits mehrfach gesprochen. So ist zum Beispiel automatisierter und generisch erzeugter 3D-Content für Virtuelle Welten denkbar, wenn man eine Digital-Kamera mit GPS-Positionierung und Winkelmesser ausstattet und im Anschluss aus mehreren hundert 2D-Fotos die 3D-Modelle via Photogrammetrie konstruiert. Die Vision ist, dass man den 3D-Modeller spart und die Objekte dann mehr oder weniger selbst in die jeweilige 3D-Welt importiert.

Eine andere Variante ist das 3D-Scanning via Lasertechnologie. Bisher waren das meist stationäre Geräte, in die man das zu scannende Objekt platzierte und dann scannte.

Über diesen Artikel bin ich nun auf einen Handheld-Scanner aufmerksam geworden, den ZScanner 700 PX von Z Corporation.

Auf YouTube habe ich folgendes Produktvdeo dazu gefunden:

Wie auch immer, naheliegend ist die Konvergenz zwischen den Technologien, die 3D-Content erzeugen, Virtuellen Welten-Plattformen und Augmented Reality. Künftig wird es einfacher sein, 3D-Inhalte für das immersive 3D-Internet bereitzustellen. Die Augmented Reality-Technologie wird dafür sorgen, dass die Grenze an der Mensch-Maschinen-Schnittstelle zunehmend verschwimmt bzw. virtuelle Daten in physischen Umgebungen nahtlos integriert werden können.

Sony Playstation Motion Controller

Nach der unglaublichen Demo des 3D-Scanners, der künftig für die XBox zu bekommen sein soll, hat Sony jetzt seinen Prototypen auf der Spielemesse in L.A. ins Rennen geschickt.



Hier wird eine Kombination von Bewegungsscanner und herkömmlichem Controller mit Bewegungssensoren verwendet. Der Controller sieht aus wie eine Taschenlampe, mit einer leuchtenden Kugel am oberen Ende. Die Kugel wird vom Scanner erkannt, die Position errechnet, und die Daten für die Feinheiten wie Rotation und Neigungswinkel liefert die Sensorik des Controllers. Die Genauigkeit ist dabei so hoch, dass auch Malen und Schreiben präzise verwirklicht werden kann. [Weiterlesen…]

Projekt Natal: Ohne Eingabe

Eingabegeräte, sogenannte Human Interfaces, dienen dazu, den Willen eines Menschen in ein Format zu bringen, dass der Computer verarbeiten kann. Beim Schreiben dieses Textes drücke ich die entsprechenden Tasten auf der Tastaur, und erhalte den Text auf dem Bildschirm. Völlig einfach, logisch und selbstverständlich. Und was wäre, wenn man all das nicht mehr braucht? Keine Tastatur, keine Maus… nur noch Sprache und Bewegung…. [Weiterlesen…]

Der erste Handheld-3D-Scanner

Hier der erste 3D-Handheld-Scanner von der Firma creaform:


Ein Preis ist leider nicht bekannt. Die Webseite von creaform ist zwar in Deutsch und es gibt eine Rubrik Vertriebshändler, allerdings schaltet dann die Webseite von von westeuropäischer Codierung auf asiatische Codierung um und da hört es leider bei mir auf :-(

Möglicherweise muss man zwischen Scan und fertigem glatten 3D-Modell auch noch etwas Handarbeit leisten. Aber die direkte Übernahme der Texturen ist schon eine ziemlich gute Idee. TalentRaspel virtual worlds Ltd. hat bei creaform mal zwecks Evaluierung und Start eines Pilotprojekts zur Entwicklung einer Schnittstelle zwischen der creaform-Software und den für 3D-VR-Umgebungen benötigenen low-poly-Modellen angefragt. Die Rückmeldung ist allerdings noch offen …

Heidelberg 3D

Über diesen Artikel unter Geopoint bin ich auf das Dissertationsprojekt von Nicolai Freiwald gestoßen. Bei dem Projekt geht es um die 3D-Darstellung von Heidelberg. Videos und den sog. XNavigator als Java-Anwendung kann man sich unter www.gdi-3d.de anschauen.

Von den verwendeten Technologien setzt das Projekt auf vernünftige Standards wie Web-Services und SOA. Insgesamt sind die verschiedenen Web.3D oder 3D-Internet-Ansätze von Google-Earth und Google-Lively über Second Life und Microsoft Virtual Earth mit Spannung zu verfolgen. Und es wird eine noch spannendere Konsolidierungsphase geben :-)

Google is watching you

… so die Beschreibung eines dpa-Bildes dieses tz-Artikels mit dem Titel „Google filmt München ab“ vom Dienstag. Offensichtlich handelt es sich hier über eine Art Google-Scan vom Boden aus und nicht via Satellit aus dem All.

Der Artikel thematisiert hauptsächlich den Datenschutz. Was, wenn das Google-3D-Scanner-Auto an einem Sex-Shop vorbeifährt, dabei einen Menschen filmt, der gerade den Sex-Shop verlässt und diese Bildinformation mehr oder weniger automatisiert ins Netz stellt?

Weniger thematisiert wird die für mich interessantere Frage, ob hier mittels der Photogrammetrie echte 3D-Daten erzeugt werden – und die Implikationen, die sich aus der Nutzung dieser Daten ergeben. Vermutlich fehlt es hier aber einigen an Vorstellungskraft.

Laut Mario Klingemann’sDefinition“ von Vorstellungskraft, hilft diese nicht ohne Wissen:

Vorstellungskraft wiederum ist die Fähigkeit, mit dem Wissen, das man besitzt, spielen zu können, neue Kombinationen zu finden, Muster zu erkennen oder daraus extrapolieren zu können. Das heißt aber auch, dass ohne Wissen alle Vorstellungskraft nichts nützt

Polygon Technology

3D Scanner, Second Life®, Skulptur

Gestern wurde ich durch Timm Stülken von den Wirtschaftsjunioren Wiesbaden auf eine Firma aufmerksam gemacht, die bereits Produkte für 3D-Scanning am Markt anbietet.

Die Firma heißt Polygon Technology, hat ihren Sitz in Darmstadt und hat sich auf 3D-Vermessung spezialisiert.

Der Firmengründer, Dr.-Ing. Peter J. Neugebauer war zuvor Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung und hat dort das QTSculptor-System entwickelt. Ein System das aus Hardware- und Software besteht um reale Objekte schnell und einfach zu digitalisieren.

Wie lange es wohl dauern wird, bis diese Technologie für den Einsatz des Web.3D, ergänzend zur Photogrammetrie zum Einsatz kommt? Wir sind gespannt!