Die 8. #VWBPE15 Konferenz in Second Life

Die Bildungsmöglichkeiten in virtuellen 3D Welten sind noch lange nicht im Mainstream angekommen. Wer aber nur ein Bisschen links oder rechts am Mainstreamvorbei guckt, wird erkennen, dass dieses Jahr zum achten Mal die größte 3D-Bildungskonferenz in Second Life stattfindet. Die #VWBPE15 – Virtual Worlds Best Practice in Education Conference. Eine viertägige 3D WEB-Konferenz mit hochkarätigen Referenten und spannenden Themen.

VWBPE15

VWBPE15


So stellt die University of Idaho beispielsweise eine Lernwelt vor, die sich mit gesunder Ernährung beschäftigt. Am Mittwoch, dem 18.03. um 06:00 pm (SLT) (also bei uns so um 03:00 Uhr morgens) berichtet die Uni von ihrer Erfahrung, mit den Lernfortschritte erfahrener „Gamer“ im Vergelich zu denen von „Non-Gamer“. Macht die Erfahrung mit Computerspielen einen Unterschied beim Gamebased Learning?
Alle weiteren Vorträge sind im Kalender aufgelistet. Der Kalender auf dieser Seite fängt bei heutigen Datum an, also bitte in die 3. Märzwoche navigieren ;-)

Für alle, die etwas zur Konferenz beisteuern möchten, gibt es bis zum 27.02.2015 die Möglichkeit, sich anzumelden. Das gilt selbstverständlich auch für die Vertreter aus OpenSimulator Welten.
Wer sich unter einer solchen Konferenz überhaupt nichts vorstellen kann, kann sich einen Vortag von 2011 ansehen, in dem John „Pathfinder“ Lester die Anforderungen an das Lehren in virtuellen 3D Welten beschreibt.
Allgemeiner Hinweis: Dabeisein ist anders ;-)
#vwbpe auf Youtube

Rosedale’s neues Baby

„Wir verstehen Virtual Reality noch nicht“, wird Rosedale von der fillmore.at zitiert. Der Vater von Second Life und VR hat ein neues Baby namens „High Fidelity„.

Das ich ein Fan von Rosedale bin, brauche ich nicht zu sagen. Seine Genialität, die er in die Plattform Second-Life einbrachte, habe ich versucht, durch mein WIKT-Metamodell zu erklären. Mit seinem neuen Baby High-Fidelity geht Rosedale einen entscheidenden Schritt weiter. Neben den WIKT-Kriterien kommt ein neues Element hinzu. Er versucht das entscheidende Manko zu eleminieren, dass Second Life u. a. daran hinderte, den Durchbruch zu erlangen: Das komplexe und komplizierte User-Interface. Es ist Fluch & Segen zu gleich. Auf der einen Seite unterscheidete die Fülle der Möglichkeiten Second Life von anderen Plattformen. Die schier unendlichen Möglichkeiten der Kreativitätsentfaltung sorgen dafür, dass Second Life immer noch am Leben ist. Aber die Komplexität des User-Interfaces erschlägt den durchschnittlichen Endverbraucher. Erst wenn es gelingt, virtuelle Welten so einfach zu bauen wie in WorldBuilder, sind wir einen entscheidenden Schritt weiter:


In High Fidelity sieht das im Moment zwar noch hemdsärmelig aus, aber es geht in die richtige Richtung! Hier kann man in ECHTZEIT Rock, Paper, Scissors (Papier, Schere, Stein) spielen. Mit geringer Latenz und dabei werden die Gesten der Hände in Echtzeit gescannt, auf die virtuelle Welt angewendet UND über das Internet übertragen (geteilt) !



HAMMER!

Das alte Zweite Leben und das neue Zweite Leben 2.0

Vor kurzem erhielt ich eine Frage zum Interview von Peter Sieben der WAZ-Mediengruppe. Viele wissen ja, dass ich aufgrund meiner negativen Erfahrungen (WAZ Interview, Mai 2009 mit Andreas Böhme) in der Vergangenheit ungern Interviews für die Leitmedien bzw. „Nicht-Fachpresse“ gebe. Dementsprechend vorsichtig näherte ich mich bei der Anfrage Peter Sieben.

Mit der Zeit habe ich allerdings Erfahrungen gesammelt, um die Spreu vom Weizen unter den Journalisten zu trennen. Die Einen nenne ich mal „Schnellschuß-Journalisten“, die in  Ihren Auftrag bereits die Direktive erhalten, was sie zu schreiben haben und wie sie zu schreiben haben. Und dann gibt es da noch die Anderen: die wirklich Interessierten. Peter Sieben ist einer von diesen Journalisten, die aufmerksam zuhören und nachfragen, ob Sie es verstanden haben. Er legt einem nicht das Wort in den Mund, wie sein Kollege von damals. Und demnach ist auch folgender Artikel entstanden:

Das ist aus der vergessenen Welt von „Second Life“ geworden

Peter Sieben greift hier wunderbar unsere Erkentnisse aus 2007 auf, als wir die ersten Konferenzen in Second Life abhielten. Es geht um das Problem der Vorstellungsreihenfolge in einer „dunklen“ Telefonkonferenz und die Vorteile einer virtuellen Welt gegenüber „dunklen“ Telefonkonferenzen!

Es geht darum, die Möglichenkeit der Selbst-Ver-Ortung des Avatars im virtuellen Raum zu erkennen, um Position zu beziehen und die Vorteile zu erkennen, die sich hieraus für die (nonverbale) Kommunikation eröffnnen!

Mit einer einzigen kurzen und knappen Direktiven ist die Vorstellungsreihenfolge definiert:

„Wir stellen uns kurz vor, indem wir hier vorne auf der linken Seite beginnen und dann nach oben gehen, anschließend springen wir auf die rechte Seite und stellen und von hinten nach vorne vor, in der Ordnung, in der wir sitzen!“

In dem Bild sehen wir einen Screenshot einer Konferenz aus 2007 die seinerzeit Pixelsebi aka Sebastian Otaared aka Sebastian Küpers in Second Life hielt, ich glaube es war mein erstes Barcamp. Oha! Mein erstes Barcamp war virtuell, erst danach war ich auf meinem ersten physischen Barcamp! Da kommt wieder dieses Pionier-Feeling auf :-) Achja! Lange ist es her :-) Das waren noch Zeiten. Und heute?

Was macht eigentlich der Urvater von Second Life, Phil Rosedale, zur Zeit? Phil arbeitet gerade an Second Life 2.0, HighFidelity.

Emily sings „Beautiful“ from High Fidelity on Vimeo.

Ganz Ehrlich. Ich habe keine Ahnung war Phil vorhat, ob das wirklich ein Second Life 2.0 wird. Welch‘ Zufall, dass die Avatare von High Fidelity das Kindchenschema erfüllen :-) Zufall? Ganz sicher nicht! Rosedale hat es drauf, das steht für mich außer Frage! Insbesondere was Immersion angeht!

Mein Apell hat Phil Rosedale für High Fidelity: Denke 1. an das UserInterface, 2. and das UserInterface und 3. an das UserInterface, an neue, clevere HumanInterfaces, denke an das Prinzip KISS (Keep it simple and stupid), integriere Augmented Reality und lass‘ Dich bei der neuen Sache unbedingt von den Prinzipien eines Steve Jobs inspirieren! Viel Erfolg!

Virtual Worlds Best Practices in Education #VWBPE 2014 9. – 12. April

VWBPE 2014

VWBPE 2014

Jedes Jahr gehört die #VWBPE Conference in Second Life im Frühling genauso dazu wie die Krokusblüte in unserer heimischen Erde. Wie jedes Jahr stellen viele erfahrene Dozenten ihre Anwendungsbeispiele für das Lernen in virtuellen Welten vor und geben Impulse, die sich das ganze Jahr über entfalten können.

Doch dieses Jahr ist am 10. April der open Source Klon OpenSimulator mit eigenen Sessions im OSGrid vertreten.
Im Bildungsbereich haben die Altersbeschränkungen von Second Life dazu geführt, dass mehr und mehr Bildungspioniere nach OpenSimulator „ausgewandert“ sind.

Die VWBPE ist eine internationale, öffentliche Konferenz zum Thema Lernen in virtuellen Welten“. Das Programm gibt es als .pdf-Datei oder hier

Game! Crime? – Call for Paper

(Thomas-Gabriel Rüdiger, Alexander Pfeiffer (HRSG.))

Wir lieben Spiele, jedoch haben die letzten Jahre gezeigt, dass es auch Schattenseiten gibt, welche
sich durch eine stetig steigende Branche und neue Möglichkeiten, wie vernetztes Spielen/Kommunizieren und Onlinezahlungsmöglichkeiten entwickelt haben.

Die Schattenseiten, wie suchtähnliches Verhalten, Geldwäsche, Beleidigungen, Stalking, Diebstahl, Extremismus, Cybermobbing und –Grooming gibt es auch außerhalb der virtuellen Unterhaltungsindustrie. Dort existieren auch klare Richtlinien, was „richtig“ oder „falsch“ ist. [Weiterlesen…]

Cloudparty – neue Welt, alte Diskussion

Es rumort wieder in der 3D Szene. Ausschlag war ein Bericht im Spiegel Online, der über „die Macher“ von Berlin in 3D und deren letzte Aktivitäten in Cloudparty berichtete. Wie sehr die journalistische Darstellung der „neuen“ und der „alten Welt“ für Resonanz sorgt, zeigen die zahlreichen Kommentare namhafter SL Nutzer und derer, die unter Beweis stellen wollen, dass man auch ohne viel Wissen eine eigene Meinung haben kann.

Einen kurzen Überblick über den Status Quo in Second Life hat Torsten Küper aus der Literaturperspektive in seinem Blog gegeben, eingehendere Informationen bekommt man durch die Kulturorganisation „Brennende Buchstaben“.

Just another 3D World?

utopia_cloudparty
Bild mit freundlicher Genehmigung von Claudia Utopia

Doch was ist eigentlich passiert, tief unter der aufgewühlten Oberfläche von Eitelkeiten, Bewertungen und Emotionen?
Es gibt eine weitere 3D- Welt, die über ähnliche Eigenschaftenwie Second Life verfügt und dafür auf einen speziellen Browser verzichtet. Eine Welt, die mehr Wert auf offene Anschlußstrukturen legt, als auf restriktive Abschottung, mit der Linden Lab sein Geschäft verteidigen wollte.
Rumi, ein Philosph aus dem 13. Jahrhundert sagte:

“Out beyond ideas of wrongdoing and rightdoing, there is a field. I will meet you there.” (Hinter dem Gedanken von richtigem und falschem Handeln liegt ein Feld. Dort werde ich Dich treffen).

Die Frage ist also nicht, ob Second Life nun von Cloudparty abgelöst wird oder nicht, ob Second Life tot ist, oder nicht, ob irgendwo irgendwelche Avatare in egal welcher grafischen Qualität herumstehen und sich langweilen, oder auch nicht, oder mit welcher Intension wer was geschrieben hat.
Die meiner Ansicht nach einzige zulässige Frage sollte sein: „Wofür kann ich welche Möglichkeit nutzen?“

Jan Northoff nutzt die neue Welt, um seinen Traum eines leicht zugänglichen 3D Internets voran zu bringen. Jürgen Kappus treibt die Idee des 3D eLearning voran und hat schon eine MOODLE-Schnittstelle genutzt.
Die komfortable und komplexe Welt von Second Life mit ihrem Voicechat und der riesigen Fülle von „Inworld-Accessoirs“ und wird erfolgreich von den Brennenden Buchstaben und anderen Künstlergruppen für Lesungen, Musikevents und mehr genutzt.

Somit hat nicht nur jede Welt ihre Vor- und Nachteile, es bleibt auch noch spannend zu sehen, wie sie sich weiter entwickeln.
Ich jedenfalls bin gespannt….

Linden Lab launcht dio – Second Life für Arme?

Linden Labs, Macher der 3D-Plattform Second Life, kommen mit einem neuen Produkt um die Ecke. Gelabelt wird das Produkt unter dem Thema „Social Experience„. Der Name des Produkts ist dio. Dio wurde heute von Linden Lab laut Pressemitteilung als Open Beta gelauncht. Der „Social-Experience-Space“ soll Leben, eben Erlebnisse in die Social Media bringen. Dio verknüpft Bilder im Web miteinander und setzt diese über den Raum-Gedanken in einen Kontext. [Weiterlesen…]

4 Jahre Metropolis Grid – Happy Birthday

Vier Jahre Arbeit

Vor vier Jahren wurde das Metropolis Metaversum zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Für die neue Community wurde es mit einem Forum und einem Wiki ergänzt. Die beiden Technologien wurden zu unschätzbaren und immer aktuellen Informationsquellen für die Community, förderten den Zusammenhalt und die Entwicklung der Szene.
Mit 730 Regionen und ca. 1980 Nutzern steht das Metropolis Grid nun nach dem OSGrid und dem Francogrid an Stelle drei der öffentlichen Grids, und an Stelle Nummer eins in Deutschland.
Solch ein Werdegang fördert natürlich das Selbstbewusstsein, und so lassen es sich die Community und die Mitglieder des Teams nicht nehmen, die ersten vier Jahre angemessen zu feiern.

Start am 10.08.2012 um 21:00 Uhr

Events und Aktivitäten
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Rezension: Mein Kind ist bei Facebook

Mein Kind ist bei Facebook

Die Autoren Thomas Pfeiffer (Link geht, aber Ihr müsst Euch bei FB einloggen) und Jöran Muuß-Merholz haben mit ihrem Buch „Mein Kind ist bei Facebook – Tipps für Eltern“ das lange vermisste Handbuch zu Facebook veröffentlicht.
Dabei widmen sie sich der gesamten Komplexität, die soziale Netzwerke mit sich bringen. Umfangreich, und doch verständlich.

Die Metaphern, die sie verwenden (Facebook ist eine Kaffeeküche)
sind im ersten Moment vielleicht verwirrend, doch das Aha-Erlebnis bei der Auflösung umso größer.

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Pia Piaggio besichtigt State of the World


Pia Piaggio besichtigt State of the World

Dream Seeker Estates nennt sich eine recht weitläufige Region in Second Life™, die aus mehreren Inseln besteht. Naturverbunde Residents können sich dort einmieten und Quartier beziehen oder ihren geschäftlichen Tätigkeiten nachgehen. Auch The Ionic Spell Collective, das erst vor kurzem seine Sim aufgeben musste, ist dort untergekommen.

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