Aurora aus den Mozilla Labs

via CreateOrDie bin ich soeben auf das Projekt Aurora aus den Mozilla Labs aufmerksam geworden. Die Schmiede lädt ein an dem Projekt mitzuwirken, von Hardcore-Developer bis zum Enduser.



Aurora (Part 1) from Adaptive Path on Vimeo.

Die Tendenz geht auch her in eine Richtung, um Informationen künftig dreidimensional zu explorieren. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch Pogo 3D-Browser von AT&T.

Pogo 3D von AT&T

Wem geht es in der Informationsflut nicht auch so: Tausende von Fenster sind geöffnet, RSS-Feed-Reader, Twitter, SixGroups, MySpace, Facebook, XING, Wer-Kennt-Wen.de, Skype, ICQ, MSN, LinkedIn, Second Life und Co.

In jedem Browser, natürlich hat man den IE und mindestens noch den Firefox auf, sind zu allem Übel noch 10-20 Tabs geöffnet …. Informationen über Informationen.

Lösungen für Probleme in einer Dimension n kann man oft gut lösen, wenn man den Lösungsweg in einer Dimension n+1 sucht.

Ich behaupte: Das heutige „Informationsoverflow-Desktop-Dilemma“ hat u.a. damit zu tun, dass wir die Metainformationen zur Strukturierung von Informationen bisher nur zweidimensional abgebilden. Wir sind auf dem klassichen Desktop gewöhnt, unsere informationen zweidimensional zu strukturieren. Dies wird allerdings zum Problem, wenn die Informationsmengen zunehmend steigen, die man (a) zu verarbeiten hat und in den man sich (b) bewegen können sollte.


Das Einführen einer weiteren Dimension (Lösungsweg in einer Dimension +1 zu der Dimension in der das Problem liegt) kann helfen. Apple hat solche Ansätze im Betriebsystem schön längst, Windows Vista versucht dies ebenfalls mit der Windows+Tab-Tastenkombination.

AT&T bringt nun einen neuen Browser heraus und positioniert sich damit im Browsermarkt neben dem Internet-Explorer und Firefox. Das Produkt heist Pogo 3D

Mir haben bisher die Ansätze wie in Vista oder auf dem Apple wenig geholfen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, im virtuellen dreidimensionalen Raum wie Second Life mehrere Browserfenster mit jeweils unterschiedlichen Inhalten anzuordnen. Das müsste ja gehen, sobald der normale 2D-Browser für HTML over HTTP voll integriert ist. Linden Lab arbeitet ja daran. Ich stelle mir einen Raum, ein Büro in Second Life vor, in dem ich dreidimensional navigiere und dann – auf Bedarf auf 2D umschalte. So könnte ich mir durch eine weitere Orientierungshilfe, wie beispielsweise „oben-rechts“ merken: Dort sind die Browser mit den Inhalten zu den Themen Social Networking, in der Mitte im Raum Suchergebnisse a la Google und unten links vielleicht meine E-Mail-relevanten Informationen. Ich operiere dann also nicht mehr mittles eines klassischen Betriebsystems, sondern in ein Betriebssystem-Raum, einen Maschinenraum sozusagen :-) Jaja, das wird kommen, sagt Onkel Orakel Patrick Wunderland ….