Kunst und Bildung wählen das zweite Leben.

Längst setzen sich zahlreiche KünstlerInnen und Pädagogen mit dem 3D-Internet auseinander, finden hier neue Ausdrucksformen und Lehrmittel, und auch einen neuen Bekanntenkreis.

Durch die räumliche Unabhängigkeit haben sich Netzwerke sogar auf internationaler Ebene in Second Life etabliert.

Der Erfolg des Arbeitskreises E-Learning und die ständig wachsende Zahl an Livekonzerten und Lesungen machen deutlich, dass in Second Life ein großer Bedarf in beiden Bereichen zu decken ist. [Weiterlesen…]

Was machen wir eigentlich?

manchmal hilft die x.te Antwort auf die Frage

Was macht ihr da eigentlich?

Seit ca. 3 Jahren arbeite ich daran, zu formulieren, was wir eigentlich tun. Immer wieder, formuliere ich meine Antwort neu, um der „Welt da draußen“ immer besser verständlich zu machen, was und wie wir es tun. Heute kam eine E-Mail mit einer Anfrage, was wir genau machen bei unseren „3D-E-Learning-Kursen“. Teile der E-Mail möchte ich hier replizieren. Ich finde Sie ist mir gut gelungen :-) Hier ein paar Auszüge aus der E-Mail:

das Seminar wurde speziell für Entscheidungsträger in Bildungseinrichtungen und für Lehrkräfte entwickelt. Die TeilnehmerInnen erwerben die Grundlagen, um sich sicher und souverän in Virtuellen Welten bzw. Second Life zu bewegen. Darüber hinaus werden konkrete E-Learning-Anwendungen vorgestellt und Institute sowie bestehende Bildungseinrichtungen besucht. Im Rahmen kleiner selbstdefinierter Projekte haben die Teilnehmer die Möglichkeit weitere praktische Erfahrungen zu sammeln.

Das Seminarkonzept ist so angelegt, dass wir uns mit einer maximalen Gruppegröße von 15 Leuten auf Bildungsexpedition ins Metaversum begeben. Eine Gruppe wird jeweils von 2 erfahrenen Trainern betreut und geführt. I.d.R. starten wir mit einem Präsenztermin als Auftaktveranstaltung, gefolgt von 6 virtuellen Präsenzterminen in Second Life zu je 2. Std. pro Woche, meist Abends.

Begleitet werden die physischen und virtuellen Präsenztermine über unsere eigene Learning-Management-Plattform unter moodle.avameo.de. Hier erhalten Sie den Zugang zu den Inhalten für das Selbststudium wie: Orientierung, Avatarsteuerung, Wichtige Institute in Second Life, Suchfunktionen, Transaktionssystem, Erstellung von Objekten usw. usf.

Das Grundseminar gibt es mit zwei Bausteinen als Anwendungsfelder. Neben den Anwendungsfeld E-Learning starten wir am 1. September mit dem zweiten Anwendungsfeld Kunst & Kultur. Diesen Kurs führen wir in Kooperation mit der stART09 durch (www.startconference.org).

Zur Zeit sind die neuen Flyer und Anmeldeformulare noch in Bearbeitung, einen weiteren Eindruck vermittelt Ihnen aber auch der Flyer, der vorangegangenen Veranstaltungen. Diesen habe ich Ihnen im Anhang beigefügt, ebenso habe ich Ihnen auch die Zusammenfassung unserer Vortragsreihe aus dem letzten Jahr angehängt.

Wer jetzt dabei sein will, meldet sich am Besten frühzeitig bei twuertz@avameo.de an. Denn insgesamt werden wir in diesem Jahr noch max. 2 Kurse starten und die Teilnehmeranzahl ist auf 10-15 Personen pro Seminar begrenzt.

Arbeitskreis E-Learning in Second Life, 1. Termin

Gestern tagte unser erster „Arbeitskreis E-Learning im 3D Internet“ auf der Kybernethik1. Die Idee, einen solchen Arbeitskreis zu bilden entstammte unserem BlendetPLUS Kurs SL Basics, in dem sich die Teilnehmer für das Thema E-Learning in SL so sehr begeisterten, dass sie sich über das Kursende hinaus weiter mit diesem Thema beschäftigten wollten.

Wir haben zum ersten Zusammenkommen des Arbeitskreises noch viele bekannte Größen aus der Virtuellen Welt eingeladen, um einmal die Bekanntheit des Engagements zu fördern und um anderen erfahrenen SL Usern eine Möglichkeit zu bieten, wie sie sich und Ihre Erfahrung einbringen können.


Höhrsaal 02

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Pia Piaggio bei blendedPLUS

Die Benutzerzahlen der Web 3D Welten mögen schon jetzt eindrucksvoll sein und auch die Meldung von steigendem Wachstum hört man in Zeiten der Krise gern und selten. Im Falle des Webs insgesamt stehen die Pfeile allesamt nach oben: mehr User, mehr Content, mehr Umsatz. Dies trifft ebenfalls auf die Prognosen für virtuelle Welten zu, die sich in Zukunft zunehmender Betriebsamkeit erfreuen werden. Daran scheint kaum ein Weg vorbei zu führen.

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein.

Alle rein ins Web 3D

Dementsprechend groß ist die Zielgruppe all jener, die sich eines Tages mit ihrem Avatar im Web 3D so selbstverständlich bewegen werden, wie derzeit im World Wide Web. Die Frage dabei ist eben nur, wo man das erlernen kann. 3D Welten sind keine einfachen Spiele mehr sondern komplexe virtuelle Räume, wo zunehmend ernste Dinge geschehen. Sie bieten unendlich viele Möglichkeiten, sodass es schon jetzt kaum noch damit getan ist, die reinen Programmtools zu kennen und anzuwenden. Vielmehr ist zu erlernen, wie und wofür man all diese Werkzeuge und Hilfsmittel einsetzen kann. Dafür muss neben dem reinen Handwerkszeug die Struktur und Konzeption einer 3D Welt verstanden werden.

Das Rüstzeug aneignen

Ein Unterfangen, das sich nicht von heute auf morgen erledigen lässt. Und es ist sogar noch viel schlimmer: Lässt man sich auf die technischen Möglichkeiten einer Welt wie zum Beispiel des Second Life ein, gerät man in den Prozess des ständigen Lernens. Die Entwicklungen, Neuerungen und Verbesserungen vollziehen sich in solcher Schnelligkeit, dass 24/7 viel zu kurz greift, um alles mitzubekommen. Insofern gilt es, den dreidimensionalen virtuellen Raum kleinschrittig zu vermitteln und bestenfalls eine solide Basis für die Entdeckung der unendlichen Möglichkeiten zu schaffen.

Ausbildung der Ausbilder

Mit dem blendedPLUS Seminar „SL Basics“ von Avameo wurde genau dies versucht. Mitte April startete Andreas Mertens mit der Unterstützung von Tobias Würtz die erste Veranstaltungsreihe dieser Art. In knapp 20 Stunden sollten dieTeilnehmerInnen einen Einstieg ins Second Life bekommen. Geschult wurden Entscheidungsträger aus Bildungseinrichtungen des Landes Baden Württemberg und der Schwerpunkt lag auf dem Thema E-Learning. Vermittelt werden sollten die Möglichkeiten des Lehrens, die das Metaversum für Dozenten anbietet.

Starkes Konzept

Das Seminar fand in Kooperation einiger Regionalbüros der Arbeitsgemeinschaft für berufliche Fortbildung statt und wurde zudem vom Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen unterstützt. [Weiterlesen…]

5. BlendedPLUS InWorld-Termin

Nachdem unsere Teilnehmer im vierten blendedPLUS Termin Projekte definiert haben, ging es im fünften Teil darum, den derzeitigen Stand der Projekte, Probleme, Erfolge und Fragen zu diskutieren.

Hier haben sich wieder einmal fachkundige Spezialisten unter unsere Teilnehmer gemischt: Daffodile Fargis, der Avatar von Nergiz Kern, und schon bekannte SL-Residents waren wieder dabei.

Dieser hat zu den Fragen, die das Erstellen von Objekten betrafen, mal ganz lässig einen „Bastelkurs“ für die Teilnehmer improvisiert, Nergiz Kern konnte zum Thema E-Learning in Second Life wichtige Informationen bringen.

Besonders interessant fand ich die Nebenstömungen, dass beispielsweise ein Projekt „Hörsaal“ selbstständig, fast aus dem Nichts entstanden ist, was die Teilnehmergruppe auch über den Kurs hinaus zusammenhalten wird, und weitere neue Entwicklungsmöglichkeiten schaffen kann.

Darüberhinaus war zu spüren, dass das Medium SL immer vertrauter wird, denn sogar die anfangs noch etwas „steife“ Kommunikation ist, wenn es um ein heißes Thema ging, plötzlich „locker und flockig“ geworden, als hätten die Teilnehmer vergessen, dass sie vor einem Computer sitzen, und ihre Gesprächspartner hunderte von Kilometern entfernt sind.

4. BlendedPLUS Termin

Gestern hat die Projektarbeit in unserem SL Basics BlendedPLUS Seminar angefangen.

Dazu haben die Teilnehmer eigenständig Gruppen gebildet, und Projekte definiert, die es in den nächsten Wochen umzusetzen gilt. Vorgestellt wurden die Projekte anschließend mit Hilfe von Darstellungstools in der 3D-Welt, um die anderen Gruppen über die jeweiligen Vorhaben zu informieren. Bei Themenüberschneidungen wie z.B. bei dem Erstellen von Objekten.

Schwerpunktmäßig ging es, wie bei einem Seminar mit bildungsaffinen Teilnehmern zu erwarten war, darum, wie die 3D-Welt für Lehr- und Lernzwecke genutzt werden kann. Die Ideen gingen von einem Tool für eine pädagogische Rundreise, über die Überlegung, in welchem Format Inhalte in der 3D-Welt präsentiert werden können, bis hin zu den Voraussetzungen, die Dozenten in virtuellen Welten zu erfüllen haben.

Zu unserer Überraschung und Freude hatten wir sogar zwei erfahrene Residents, Slade Korobase und Kompagnon, zu Gast. Und trotz ihres abenteuerlichen Aussehens entpuppten sich die zwei als interessierte Zuhörer und, wie sich im Anschluß an das Seminar im Gespräch herausstellte, durchaus kompetente Residents!

Jean Paul Martin würde da wahrscheinlich wieder sagen: „Der Geist manifestiert im Netz“

In diesem Sinne freue ich mich darauf, wenn auch die Projekte im Netz manifestieren ;-)

3. BlendedPLUS InWorld Termin

Der dritte Termin BlendedPLUS bestand wieder aus kleineren Übungen und deren Umsetzung in der „realen“ InWorld.

Zu diesen Übungen zählte z.B. die Bewegung durch eine psychatrische Klinik, die von Psychologen und Patienten gemeinsam entwickelt wurde, um dem Besucher das Gefühl von Schizophrenie zu vermitteln.

Weitere Schauplätze war eine virtuelle Universität, die im Bereich Lernen im 3D Internet forscht.

Weiterhin wurden die Poseballs vorgestellt, natürlich in jugendfreiem Zusammenhang.

Das Schöne war, daß wir beobachten konnten, daß die Teilnehmer mehr und mehr selbstständiger und kommunikativer werden. Das Bewegen im 3D Raum fällt in der dritten Stunde schon auffällig leicht, die Gruppe organisiert sich immer wieder von selbst, und besonders hat es mich gefreut, als, im Anschluß an den Kurs, die virtuelle Welt auch für private Kommunikation genutzt wurde.

Ich bin schon sehr gespannt, ob die Hausaufgaben erledigt werden….

2. SL Basics InWorld Termin

Im Rahmen des BlendedPLUS Seminars Second Life Basics haben wir heute die VHS Goslar in Second Life besucht.

Lexa Merlin, in real Frau Christine Fischer, die verantwortliche Projektleiterin, hat uns freundlich empfangen, und sich 45 Minuten Zeit genommen, um uns das Projekt der virtuellen Volkshochschule Goslar vorzustellen. Hier wird nämlich konsequent elearning betrieben. Die Dozenten unterliegen alle einem strengem Auswahlverfahren, was die Fachkompetenz bezüglich der Lehrinhalte, sowie der Lehrmethoden angeht. Mit einem Lehrmedium des 21. Jahrhunderts einen Frontalunterricht abzuhalten, wie er schon am Anfang des 19. Jahrhunderts praktiziert wurde, ist hier völlig undenkbar. Neue Medien eröffnen neue Wege, und die Lehrkräfte haben sich diese Wege in jahrelanger Arbeit selbst angeeignet.

Neben einer sehr ansprechenden virtuellen Landschaftsarchitektur hat sie uns vor allem mit Inhalten überrascht. Von Schulungsmaßnahmen für Profis bis hin zu kostenlosen Bildungsspielen mit hohem Unterhaltungswert lässt sich alles finden.

Besonders hervorheben möchte ich hier die Übungen zur Schiffsbeleuchtung im Rahmen des Sporbootführerscheins See. Über die Umwelteinstellungen des SL Clients kann sowohl Tag als auch Nacht problemlos simuliert werden, und auch die Veränderung der Beleuchtung in Relation zur Position des Schiffes kann hier eindrucksvoll erfahren werden.

So kann man wunderbar in den kalten Wintermonaten die Theorie „praktisch“ erlernen, und, sobald es warm wird, in See stechen ;-)

Der Besuch der VHS Goslar ist für jeden, der mal über den Tellerrand hinausschauen möchte, ein Muss!

Für alle SL Nutzer ist hier die Surl

BlendedPLUS erster InWorld-Termin

Am 23. April fand der erste InWorld-Termin des BlendedPLUS Seminars mit dem Thema Second Life Basics statt. Der erste Schritt war die Herstellung einer zuverlässigen Kommunikation, wobei teilweise sogar das altmodische Telefon zum Einsatz kam.

Im weiteren Verlauf wurde teleportiert, virtuelles Eigentum verschoben, die ersten virtuellen Geldgeschäfte abgewickelt, sowie vieeele Fotos gemacht.

Interessant zu beobachten war, daß die zwölf Teilnehmer ganz unbewusst Verhaltensweisen aus dem realem Leben in den virtuellen Raum transferiert haben, und sehr erfreulich war es, dass, trotz der Auseinandersetzung mit einem neuen Medium, eine hohe Bereitschaft zum Experimentieren vorhanden war.

Das Feedback der Teilnehmer am Ende der zweistündigen Veranstaltung hat uns zum Einen gezeigt, daß wir auf dem richtigen Weg sind, zum Anderen wurde uns deutlich, wo es noch Stolpersteine gibt, die einem erfahrenem Nutzer gar nicht mehr bewusst sind.

Deshalb möchte ich mich hier noch mal bei allen Teilnehmern für ihre Offenheit und Ehrlichkeit bedanken!

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich mich sehr auf den nächsten InWorld Termin freue!

Lernkontexte

Sehr wichtig für die Lerninhalte sind Lernkontexte, denn ohne vernünftige Lernkontexte kommen selbst die besten Lerninhalte nicht rüber. Für unser blendedPLUS-Seminar habe ich mir heute den Quiz-Chair von SLoodle angeschaut, den ich wahrscheinlich für unsere Lernerfolgskontrolle einbauen werde.