2008 METAVERSE TOUR – THE SOCIAL VIRTUAL WORLD’S A STAGE

Wer hat schon die Zeit, sich alle möglichen virtuellen Welten der „Kategorie“ Second Life an zu schauen? Nun, hier erhält man einen schönen Abriss im Video. Vertreten sind:

Second Life, HiPiHi, Kaneva, Twinity, ActiveWorlds, LagunaBeach vMTV, There.com, Habbo, Google Lively, FootballSuperstars, Weblin, AmazingWorlds, CyWorld, Whyville, Gaia Online, RocketOn, Club Penguin, YoVille, Webkinz, BarbieGirls, Prototerra, IMVU, Spore, vSide, Tale in the Desert, SpineWorld, Stardoll, The Manor, There.com, ExitReality, Vastpark, Qwaq, PS3Home, GoSupermodel, Grockit, Croquet, Metaplace, Coke Studios, Dreamville, Dubit, Mokitown, Moove, Muse, The Palace, Playdo, Sora City, Voodoo Chat, TowerChat, Traveler, Virtual Ibiza

MetaverseInfrastructure

Gerade gefunden bei Meta-Unlimited von Lars Klostermann und Florian Kuhlmann: Einen Wiki-Eintrag über Metaverse Infrastrukturen. Das gefällt mir gut: METAVERSE-INFRASTRUKTUREN oder Metaverse-Infrastrukutur-Plattformen. In diesem Beitrag listen sie neben OpenCroquet, OpenSimulator auch die Torque Game Engine noch weitere Plattformen auf, die noch nicht auf meinem Radar waren, wie zum Beispiel www.smallworlds.com, www.metaplace.com, www.uni-verse.org, interreality.org und smallworlds.com.


Small Worlds

Ich frage mich nur, wie bei einer solch hohen Vielfalt eine Konsolidierung aussehen könnte. Vermutlich regelt sich das aber auch von selbst, indem die weniger erfolgreichen Plattformen genauso verschwinden wie sie erschienen und die erfolgreichen Plattformen über Aufkäufe konsolidiert bzw. gekillt werden.

Auf jeden Fall ist das 3D-Internet eine sehr spannendes Umfeld … täglich gibt es Neues …. Information Overflow pur …. Wir versuchen Euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden zu halten.

3D-OpenSource auf Vormarsch

Die Immersive Education Initiative hat drei 3D-Infrastrukturplattformen als Plattformen der nächsten Generation für immersives Lernen ernannt. Dies sind:

  1. Second Life®
  2. Croquet (Pressemitteilung)
  3. Wonderland von Sun Microsystems

Folgende Kriterien wurden dafür hinzugezogen:

  1. Support für Windows- und Macintosh-Plattformen
  2. Software auf Basis eines OpenSource-Ansatzes
  3. Software-Hersteller-unabhängige Client- und Server-Architektur
  4. Stabile Runtime-Implementierungen
  5. Integrierter Text- und Voicechat
  6. Hochauflösende Grafiken
  7. Multi-Userfähigkeit für kollaborative Anwendungen in Echtzeit
  8. Hochparametrisierbare Avatare mit Gestik-Animationen
  9. User-generated 3D-Content

Neu war für mich das Project Wonderland von Sun Microsystems. Bei dem Project Wonderland handelt es sich um den 3D-Client des MPK20-Projectes. Das „GRID“-Projekt wird unter dem Namen Darkstar geführt. Auf YouTube habe ich folgenden Video gefunden.



Sieht so aus, dass sich die Riesen in zwei Lager teilen. Die einen konzentrieren sich mit ihrer Lösungen auf den Fokus auf User-Generated-Content und die anderen versuchen die reale Welt möglichst gut nachzubilden:

  1. User-Generated-Content
    • Second Life®
    • Croquet
    • Wonderland / MPK20
  2. Abbildung der realen Welt
    1. Google Earth
    2. Microsoft Virtual Earth
    3. Twinity

Interoperabilität zwischen Metaversen

Auf seinen Blog hat David A. Smith vom Croquet-Team die Schwierigkeiten bzgl. der Interoperabilität zwischen Metaversen in seinem Artikel vom 14. April 2007 zusammengefasst. Hier die Essenz:

  1. Entwicklung eines Standards für einen Universal-Avatar, mit dem man zwischen den Metaversen wechseln kann. Dies kommt einer Art Single-Sign-On nahe
  2. Entwicklung und etablieren eines Standards für ein Transportprotokoll für Online-3D-Daten mit einer Delta-Update-Funktionalität (Funktionalität, User-Generated-3D-Content in Echtzeit zu aktualisieren,Analog HTTP)
  3. Entwicklung und etablieren von einen Datenbeschreibungsformat von Online-3D-Daten mit Delta-Update-Funktionalität
  4. Entwicklung und etablieren eines Standards für eine Build-In-Sprache, um 3D-Objekte zu steuern.

Der letzte Punkt steigert die Komplexität eines solchen Vorhabens: Die Schaffung eines Standards für eine Sprache, sowie eines Frameworks, mit dem man Objekten „Leben“ einhauchen kann, analog zu Linden Labs Linden Scripting Language. Mir scheint, dass sich dieses Vorhaben wahrscheinlich durch einen Quasi-Standard des dominierenden Marktführers etablieren wird. Leider, so habe ich das Gefühl, nimmt das Web3D-Consortium, welches bereits seit 2002 existiert, im Bereich Virtueller Welten das Zepter nicht wirklich in die Hand. Ich habe vielmehr das Gefühl, dass das Consortium eher stark wissenschaftliche Ansätze wie VRML und X3D forcieren, statt pragmatische Ansätze in Zusammenarbeit mit den sich herauskristallisierenden Marktführern. Schade.

Rosedale im Spiegel-Online Interview

Rosedale äußerte im Spiegel-Online Interview einige Hinweise zur weiteren Strategie von Linden Lab® bzgl. Second Life®. Insgesamt sind 400 Universitäten in Second Life® vertreten, was daruf hindeutet, dass die Themen E-Learning und Real-Time-Collaboration wahrscheinlich die stärker fokussierten Themen in diesem Jahr sein werden. In Sony Home sieht Rosedale keine Konkurrenz, da Sony Home nicht über die Option User-Generated-3D-Content verfügt. Die Benutzeroberfläche soll einfacher und intuitiver gestaltet werden, ebenso soll es nur „Browser“ auf Basis des OpenSource-Clients geben. Bzgl. der Strategie und der Tatsache das neben OpenSIM weitere OpenSource-Projekte wie Croquet am Markt auftauchen ist folgende Aussage bedeutend:

Wir müssen das System fundamental öffnen. Die Client-Software haben wir schon geöffnet, jetzt machen wir mit Formaten, Protokollen, Standards, Programmcode weiter. Wir als Unternehmen können die Aktivitäten vieler anderer Firmen und Einzelpersonen in diesem System koordinieren – und indem wir das tun, können wir es ermöglichen, dass SL 100-mal oder sogar 1000-mal größer wird. Am Ende wird der Nutzen von virtuellen Welten den des Webs übertreffen.

Dies geht schon in Richtung GRID OpenSource, obschon das Global Provider-Programm Linden Lab-Seiten für mich noch nicht wirklich transparent ist und eher entgegen einer fundamentalen Öffnung strebt. Aber abwarten!

Unter einer fundamentalen Öffnung stelle ich mir den Download einer GRID-Server-Software vor, die ich nach Installation ähnlich einer DNS-Struktur in den globalen GRID-Verbund einbinden kann.

Höchst spannend klingt die Aussage, dass man aus der 3D-Welt endlich „normal“ im 2D-Web surfen kann:

Darüber hinaus arbeiten wir mit Hochdruck daran, dass man von SL aus perfekt im Web surfen kann.

Uni Bielefeld folgt RFH ins Second Life

Das Bernd Schmitz zu den innovativsten deutschen Dozenten in Bereich der Neuen Medien gehört, ist ohne Zweifel. Erfolge zeichen sich dadurch das sie kopiert werden. Ein Beispiel an der RFH Köln nimmt sich jetzt die Universität Bielefeld. Sie will ähnliche Wege wie die RFH Köln gehen und wagt den Schritt in die internetbasierte 3D-Infrastrukturplattform Second Life®.

Ziel sei es, die Möglichkeiten von SL sowie die Vor- und Nachteile im Vergleich mit konventionellen E-Learning- Angeboten zu ermitteln.

Und in der Tat ist dies ein ernstzunehmenes Thema für den E-Learning-Markt. Auf der gerade aktuell laufenden LearnTec-Messe in Karlsruhe gibt es auch zahlreiche Anbieter von virtuellen Kommunikationsplattformen für E-Learning-Anwendungen.

Die meisten Anbieter befinden sich noch in einem Dornröschenschlaf und haben noch nicht realisiert, dass man einen Teil ihrer Dienste komplett kostenfrei, viel einfacher und mit attraktiveren Funktionen demnächst im Web.3D nutzen kann. Internetbasierte 3D-Infrastrukturplattformen wie Second Life® oder Croquet substituieren Lösungen, wenn es um virtuelle Klassenräume geht.

Virtuelle Klassenräume, wie z. B. von Thalden kosten zwischen 20 und 50 Euro pro Monat.

Das Potential ist groß und wahrscheinlich noch gar nicht richtig erkannt. So werden die virtuellen Klassenzimmer von lo-net² augenblicklich von über einer halben Million Schüler genutzt.

Weitere OpenSource-Plattform: Croquet

Neben dem OpenSIM-Projekt, ist jetzt eine weitere OpenSource-Plattform im kommen: Croquet.

Via Web.3D-Blog bin ich auf folgendes Video gestoßen.



Zu Croquet gibt es ein freies SDK, sowie den Metaverse-Browser Cobalt zum Download unter croquetconsortium.org