Tim Berners-Lee und Ray Kurzweil auf Dresdner Zukunftsforum

In dem Beitrag der FAZ.NET „Das Internet wird wohl nie verstanden werden“ wird klar, dass die Grenzen zwischen virtueller und physischer Realität zunehmend verschwimmen. Dort heißt es:

„… Tim Berners-Lee, Erfinder des World Wide Web, und Ray Kurzweil, dessen Software-Innovationen die Welt verändert haben. Beide trafen sich virtuell auf dem Zukunftsforum in Dresden und entwarfen eine neue digitale Welt. …“

Hängen geblieben bin ich natürlich an dem Wortlaut

“ … Beide trafen sich virtuell auf dem Zukunftsforum in Dresden … “

Dies lies mich vermuten, dass eine besondere Video-Konferenztechnik oder Ähnliches zum Einsatz kommt, und Tim Berners-Lee, sowie Ray Kurzweil „digital“ hinzugeschaltet wurden. Obschon Kurzweil ein „Second Life-Gläubiger“ sei, ist das Ganze wohl aber nicht via Avataren oder spezieller „Videokonferenz“ abgelaufen. Vielmehr erscheint es, dass die Herren der Internet-Schöpfung tatsächlich physisch vor Ort auf dem 4. Dresdener Zukunftsforum waren. (siehe auch Second Life Community Convention 2009)

Doch dann wird es klar, nur für den Betrachter treffen sich Tim Berners-Lee und Ray Kurzweil virtuell, da sich Joachim Müller-Jung offenbar über das 2D-Internet via Livestream virtuell hinzuschaltete und selbst nicht physisch vor Ort in Dresden war.

Interessant finde ich, dass Ray Kurzweil (Ramona Ray in Second Life) als Second Life Gläubiger dargestellt wird.

Kurzweil ist einer der prominentesten Vertreter des Transhumanismus, einer Denkrichtung, die sich intensiv mit der Synthese von Mensch und Maschine auseinandersetzt. Zudem ist Ray Kurzweil für seine 20.000 USD-Wette bekannt. Er wettet, dass in 2029 ein Computer den berühmten Turing Test von Alan Turing besteht. In dem Test geht es darum, dass ein Mensch zwei Chat-Dialoge führt. Einen Dialog mit einem Menschen und einen weiteren Dialog mit einer Maschine. Der Test gibt als bestanden, wenn der Fragesteller nicht klar sagen kann, welcher von beiden Chatpartnern die Maschine ist.

Wie auch immer, sehr interessant, dass die Grenzen zwischen „Realität“ und Virtualität – oder besser gesagt – zwischen virtueller und physischer Realität zunehmend verschwimmen:

Beide trafen sich virtuell auf dem Zukunftsforum in Dresden und entwarfen eine neue digitale Welt.

komm.passion interactive präsentiert neuen 3D-Converter

Dresden, 5. 6. 2008. Auf dem Dresdner Zukunftsforum hat die
Kommunikationsagentur komm.passion den ersten 3D-Converter
für virtuelle Welten vorgestellt. Das neue Tool ermöglicht eine detailgenaue
Übertragung dreidimensionaler Formen nach Second
Life. Namhafte Unternehmen wie Sony, Head und T-Systems Multimedia
Solutions nutzen bereits diese innovative Technologie für
Ihren Markenauftritt.

„Das neue Tool ist ein wichtiger Schritt in Richtung 3D-Welten im Internet“,
sagt Alexander Schimkat, Director Interactive bei komm.passion.
„Beliebige räumliche Formen sind nun ohne technische Umwege in der
virtuellen Welt abbildbar. Mit dem 3D-Converter können Unternehmen
Kampagnen in virtuellen Welten wesentlich einfacher und schneller
realisieren. Auch Aktionen mit kurzer Vorlaufzeit lassen sich jetzt problemlos
umsetzen.“ [Weiterlesen…]

3. Dresdner Zukunftsforum jetzt auch in SL

Der am 5. Juni 2008 stattfindende Kongress „Dresdner Zukunftsforum“ findet dieses Jahr auch parallel in Second Life® statt und mausert sich dadurch zum Mixed-Reality-Event. Hierzu haben 30 Interessenten die Möglichkeit, sich aus dem virtuellen Raum in die Diskussion mit Referenten und Teilnehmern der RL Veranstaltung mit ein zu bringen.

Don Tapscott spricht zum Thema: „Wikinomics: Mit Enterprise 2.0 zu neuem Erfolg“ und ein Real-Life-Podiumsgespräch mit Ranga Yogeshwar und Prof. Yadegar Asisi wird live per Streaming übertragen.

Die Integrierbarkeit externer Anwendungen wird duch das Robocup-Game – ein in 3D simuliertes Fußballspiel mit virtuellen Robots veranschaulicht.

Bei der Second Life® – Podiumsdiskussion sprechen Experten auf dem Gebiet virtueller Welten unter anderem über die Chancen von innovativen Business-Szenarien und Kollaboration in 3D-Umgebungen.

Folgende Referenten wurden eingeladen:

– Alexander Schimkat (ehem. Geschäftsführer von SL Inworld Productions)
– Florian Alexander Schmidt (Autor des Buches Parallele Realitäten)
– Danny Pannicke (wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Berlin, forscht im Bereich virtueller Welten)
– Holger Endert (Mitarbeiter des DAI-Labors der TU Berlin, Entwickler des Robocup-Games)
– Stephan Keisers (Creative Director, SECOND INTEREST AG, Virtual Business Solutions)