Bildungskongress Düsseldorf am 26.08.2009

Bei dem diesjährigen Bildungskongress in Düsseldorf am 26.08.2009 ist das diesjährige Motto

„Kollektive Intelligenz – Was wir von der Kapuzenshirt Generation lernen koennen“.

Mit dabei sind Professor Kruse, Ulrike Reinhard, Hannes Kloepper, Sebastian Hirsch, Maleanie Unbekannt, Melanie Gottschalk und Anne Grabs.

Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Metro AG.

Im Vorfeld kann man über das Netz via DNAdigital Fragen an die Expertenrunde stellen. Natürlich werden dort auch Topthemen wie Serious Games, Gamebased Learning, Second Life und OpenSimulator diskutiert.

Avameo wird live bloggen und twittern über das Event.

In diesen Videos nimmt Peter Kruse bezug zum Thema kollektiver Intelligenz, Internet und der Bedeutung.


Wobei ich glaube, dass sich Bedeutung im Internet durch das WIKIPEDIA-PRINZIP ergibt. Bedeutung und Relevanz bekommen Informationen und Netze, wenn Sie genutzt werden und emergieren. Interessant hier das Video, indem Kruse über die symbolische Funktion von Führung spricht, etwas, was die 2.0-Generation lernen muss. Hier zitiert Kruse auch Heinz von Foerster:

Ich versuche so zu handeln, dass die Menschen in meiner Umgebung mehr Möglichkeiten gewinnen.

Peter Kruse also ein KybernEthiker! Schade, dass er vergessen hat Heinz von Foerster zu erwähnen.



Intelligenz 2.0

Intelligenz 2.0 ist, wenn man das Netz nutzt. Das stimmt noch nicht ganz! Intelligenz 2.0 ist, wenn man die Menschen im Netz durch Vernetzung nutzt und es schafft, dass diese Menschen gemeinsam mehr Kreativität entfalten und produktiver sind, als die Summe der Einzelprodukte der Individuen.

Der Satz „Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile“ war lange eine Wortphrase, die zwar immer wieder auftauchte, aber empirisch erst seit Wikipedia und Second Life evident sind und zugleich so zerstörerisch für diejenigen, die verschlafen haben, wie z.B. die Verlage (siehe Duden und Brockhaus).

In der Kybernetik 2. und höher Ordnung ist dieses Konzept schon lange bekannt, u.a. durch das Konzept der Emergenz und der Erkenntnis, dass komplexe Systeme gelenkt, aber nicht kontrolliert werden können. Auch Peter Senge als „Systemdenker“ beschreibt diese Effekte wunderbar in seinem Buch „Die fünfte Disziplin“.

Das Nutzen kollektiver Intelligenz ist allerdings mit einem radikalen Paradigmenwechsel verbunden, aus:

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

wird im Kontext der vernetzten Intelligenz 2.0:

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Das sich selbst steuernde Kollektiv sorgt dabei für eine nachhaltige Qualität, wie es Wikipedia zeigt.

Das Phänomen Second Life auf Basis dieses Konzeptes wird nun in dem neuen Buch von Thomas M. Malaby mit dem Titel

Making Virtual Worlds: Linden Lab and Second Life

bearbeitet. In diesem Interview spricht Malaby über die Wisdom of the Crowds:


In meinem WIKT-Metamodell mit den Vier+1 Erfolgsfaktoren für Second Life habe ich versucht, das Phänomen der Kollektiven Intelligenz über die Wertschätzung, der Identifikation, der Kommunikation und über den Teil-der-Welt-Aspekt zu beschreiben.