Virtuelles Museeum Ahlen in Ahlen / Westfalen von 5DAG

Soeben habe ich folgende Schlagzeile

Sensationelle Entwicklung von 5DAG macht Museum im Internet dreidimensional interaktiv begehbar

auf innovations report gelesen.

Die deutsche Firma 5DAG erstellt virtuelle Welten am Beispiel realer Umgebungen, ähnlich wie dies Twinity realisiert.

Die erste Frage, die ich mir stellte war, ob die Welten lediglich nur dreidimensional begehbar sein werden oder auch dreidimensional erlebbar? Was der Unterschied ist? Ich spiele natürlich auf den Avatar-Effekt und die Immersion an. In diesem Film, den ich leider nicht als YouTube-Variante gefunden hatte, sieht man einen Avatar.

Am Ende des Videos ist folgender wünderschöner konstrukivistischer Claim von Reiner Heller/2webstar zu lesen:

Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. Mit uns sind Sie virtuell schneller der Realität nahe, als es in der Realität möglich wäre.

Das Projekt scheint noch am Anfang zu stehen. Investitionsstrukturen sind, wie bei Twinity, noch nicht transparent oder werden noch aufgebaut. Wir werden die 5DAG – Creating Worlds, auf unseren Konvergenz- und Technologieradar aufnehmen und weiterhin beobachten.

Bzgl. des User-Generated-Content-Gedankens, der in Welten wie von 5DAG oder Twinity eher zweitranging sind, stellt sich die Frage, inwiefern offene und einfache Schnittstellen geschaffen werden, sodaß Third Party Content Supplier und Developer an den Geschäftsmodellen partizipieren können. Dies scheint mir ein sehr wichtiger Aspekt zu sein, wenn es darum geht in kurzer Zeit vielen hochwertigen Content zu erzeugen.

Die Nachfrage wird sicherlich kommen, sobald die ersten aus der Web 2.0 Diskussion wach werden und merken, dass das NEXT GENERATION INTERNET vor der Tür steht – nämlich das 3D-Internet :-)

Prof. Edward Castronova heute Live im virtuellen Campus Hamburg

Campus Hamburg

Prominenter Wirtschaftswissenschaftler aus den USA zu Gast auf dem virtuellen Campus Hamburg

HAW Hamburg, Ringvorlesung „Games & Beyond“
Dienstag 17.06.08, 17:00-19:00 Uhr: [Weiterlesen…]

CAVE® – Der virtuelle Welten Hype von 1992

Bei meiner Recherche zum Artikel „CAVE – Miele spart Kosten bei der Produktentwicklung durch virtuelle Welt“ bin ich durch den Schlüsselbegriff (Tag, Keyword…) CAVE auf die Webseite von evl (electronic visualization laboratory) gestoßen, welche „The CAVE Virtual Reality System“ entwickelten.

Bei Youtube findet man sehr interessante Beiträge, aus denen die damit verbundene Begeisterung (Euphorie) ersichtlich wird. Das System wurde auf der SIGGRAPH 1992 vorgestellt.

SIGGRAPH Showcase 1992 and CAVE® Documentation – Part 1

Weitere Videos findet man im Channel vom Electronic Visualization Laboratory bei Youtube.

Linden Lab eröffnet reale Residenz auf dem Mars

Also eine noch unwahrscheinlichere Schlagzeile ist mir so auf die schnelle nicht zugefallen. Aber irgendwie ist dass ja so was mit den Schlagzeilen. Kein Wunder, alle haschen nach Aufmerksamkeit und da muss die Headline schon greifen, da die Meldung sonst im Medienrauschen unter geht. Was Linden Lab da aushalten muss ist meiner Meinung nach allerdings schon mehr als geschmacklos, ich würde es geschäftsschädigend nennen.

Heise titelte am 19.05.2008
Neuer Chef von Second Life® sieht virtuelle Welt noch in den Kinderschuhen
mit Bezugnahme auf einen Artikel bei Technology Review
„Wir sind immer noch am Anfang“

Jetzt nimmt Welt Online mit Titel Second Life® rät Firmen von Online-Filialen ab Bezug auf ein Interview welches der Focus mit Linden Lab CEO Mark Kingdon führte (Headline hier noch „Zweite Chance für Second Life“ und was von Golem mit „Second Life® rät Firmen von Second Life® ab“ betitelt wurde:

Mark Kingdon, Chef des Second-Life-Erfinders Linden Labs, empfiehlt Geschäftsleuten, momentan „eher abzuwarten“ und sich nicht mit aufwendigen Filialen in der virtuellen Welt zu profilieren. In naher Zukunft sollten sie zurückkommen, „um dem ‚Zweiten Leben‘ eine zweite Chance zu geben“, sagte er dem Magazin „Focus“ laut dem Branchendienst Golem. (Quelle: Welt Online)

Das ganze gipfelt in Artikeln wie diesem bei digitalnext:

Was passiert mit Second Life? – Linden Lab überfordert mit Presserummel
Betreiber Linden Lab zeigt sich anhand des großen Medieninteresses um Firmen-Repräsenzen überfordert und rät Unternehmen zum Ausstieg aus der virtuellen Welt. Linden Lab zufolge haben die Medien die Erwartungshaltung der großen Markenartikler befeuert, schiebt der seit Mitte Mai amtierende CEO Mark Kingdon in einem Focus-Online-Interview den schwarzen Peter an Zeitungen, Magazine, Fernsehsender und…

Und so erleben wir momentan wieder wie Medien funktionieren.

Ich fragte Jean Miller (Hauptverantwortliche bei Linden Lab für die Entwicklung des deutschen Marktes) zu dem Interview beim Focus, und Sie antwortete mir: Leider war das Interview bei Focus gekürzt.

Also nochmal an alle die nicht nur Schlagzeilen lesen. Ein ausführliches Interview findet man bei Technology Review. Und die Schlagzeile meines Artikels sei mir verziehen…

CAVE – Miele spart Kosten bei der Produktentwicklung durch virtuelle Welt

Das deutsche Traditionsunternehmen Miele geht neue Wege in der Produktentwicklung. Wie ich heute in einer Pressemitteilung gelesen habe, lautet das Zauberwort CAVE. Und da ich ja ein Freund von Schlüsselwörtern bin (auch im Hinblick aufs Taggen und dem semantischen Web) ging ich einmal dem Begriff CAVE weiter nach.


Aus der Bildbeschreibung von Miele: „Miele setzt bei der Produktentwicklung auf die CAVE (Computer Aided Virtual Environment). Die spezielle Projektionstechnik erzeugt eine dreidimensionale, virtuelle Realität, mit der Produktentwickler interagieren können. Der Entwicklungsprozess wird im Werk in Gütersloh damit erheblich beschleunigt.“

In der Pressemitteilung von Miele steht: „CAVE ist die Abkürzung für „Computer Aided Virtual Environment““. Hm, Wikipedia sagt aber CAVE = Cave Automatic Virtual Environment und ZDNet meint CAVE = Computer Automatic Virtual Environment. Am sinnigsten finde ich die Definition von ZDNet. Na gut, gemeint ist wohl jedesmal das selbe.

Aber ich konnte es nicht lassen und schrieb kurzerhand die Pressestelle von Miele an und, was soll ich sagen, erstaunlicher weise bekam ich innerhalb einer Stunde ausführlich Antwort. [Weiterlesen…]

Second Life Community Meeting 2008 – Mit über 150 Teilnehmern ein voller Erfolg

slcm_2008Über 150 Teilnehmer waren am vergangenen Wochenende, vom 30.5. bis 1.6.2008, beim größten Second Life® Community Treffen außerhalb der USA anwesend.

Diese Zahl zeigt deutlich, dass trotzt monatelanger Negativpresse, Second Life® in Deutschland ganz und garnicht schwächelt. Im Jahr nach dem Hype und nach drei abgesagten Second Life® Veranstaltungen in 2007, wurde mit dem Second Life® Community Meeting 2008 (kurz: SLCM 2008), endlich auch diese Schallmauer für die virtuelle Welt, im für Linden Lab zweitwichtigsten Markt durchbrochen.

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House of Research legt Grundlagenstudie zu virtuellen Welten am Beispiel Second Life vor


Das zweite Leben auf dem zweiten Blick

Das Berliner Medienforschungsinstitut House of Research legt Ergebnisse einer Grundlagenstudie zu synthetischen Welten vor.

++ Fachartikel in Media Perspektiven erschienen
++ Präsentation auf dem medienforum.nrw am 11.06.2008

Vor gut einem Jahr hochgejubelt, dann ebenso abrupt fallen gelassen: am Beispiel von Second Life® lässt sich gut nachzeichnen, wie Hypes funktionieren. Oft weder im Auf- noch im Abschwung substantiell begründbar.

Der Medien-Hype basierte im Wesentlichen auf der expotenziell gewachsenen Zahl von Registrierungen, die allerdings wenig über die Zahl der tatsächlich aktiven Nutzer aussagt. Viele Unternehmen zog es 2007 ins Second Life, um dort nach neuen Marketing- und Vertriebskanälen zu suchen – oft allerdings mit Konzepten, die auf die Interessen und Motive der virtuellen Bewohner, auf die Logik des Systems, wenig bis keine Rücksicht nahmen. [Weiterlesen…]

AMD – Changing the Game

Die neu gegründete AMD Foundation soll mit der ersten Initiative „AMD Changing the Game“ Jugendlichen wichtige technische und praktische Fähigeiten vermitteln, indem sie die Entwicklung digitaler Spiele mit sozialem Inhalt erlernen. In einem Statement sagt Dirk Meyer, AMDs Präsident und Chief Operating Officer: „Wir haben eine enorme Chance, die Leidenschaft zu nutzen, die Kinder bei Computerspielen aufbringen, damit sie zugleich die Fähigkeiten erlernen, die sie für den Erfolg in der digitalen Wirtschaft des 21. Jahrhunderts brauchen“. Quelle: http://www.business-traveler.eu

Unter anderem unterstützt AMD auch das Projekt Global Kids welches bereit durch Microsoft gefördert wird.
Hier ein aktuelles Machinima „Global Kids Second Life® Science Curriculum – Unit 2 Solid Waste – Naples, Italy“

Schatten in Second Life

Eins der Features die eine höhere Immersion in SL erzeugen werden ist sicherlich Schatten. Bisher haben sich die Designer mit Fixen Texturen als Schatten für manche Objekte beholfen, um einen natürlicheren Eindruck zu erzeugen.

David Gross scheint hier an einer Lösung zu arbeiten. Er schreibt als Zusatzinfo in einem Youtube Video: Please don’t bug me for the client,
It takes a serious system to run correctly at this moment.

KI – In fünf Jahren unterhalten wir uns mit Maschinen wie mit Menschen

So zumindest antwortet Andreas Gerber, Chef des KI-Spezialisten Xaitment in einem Interview mit golem auf die Frage:

Spekulieren Sie mal: Wie lange dauert es noch, um einen glaubwürdigen virtuellen KI-Menschen zu erschaffen, mit dem ich per Sprachausgabe plaudern kann – und nicht merke, dass er künstlich ist?

Gerber: Vor kurzem habe ich mich mit Professor Uszkoreit vom DFKI darüber unterhalten. Die grundlegende Technologie ist bereits vorhanden. An deren Weiterentwicklung wird derzeit intensiv geforscht. Deshalb gehe ich davon aus, dass glaubwürdige virtuelle KI-Menschen auch in Spielen innerhalb der nächsten fünf Jahre Wirklichkeit werden.

Aus dem Bereich Künstliche Intelligenz ist auch der Trend zum Semantischen Web entstanden. Zwar betonen die „Semantiker“ das wäre was ganz anderes, aber die Parallelen sind doch sehr auffällig. Eine aktuelle Diplomarbeit zum Semantischen Web findet man im Multimediablog.

Eidolon A.I. TLP spielt mit der Thematik wie hier im Video zu sehen
„This is just an elaborate joke“