Erste Studie zu Geldwäsche in virtuellen Welten

Dr. Clare Chambers von der University of the West of England Bristol startet eine Studie, die sich mit Geldwäsche in virtuellen Welten befasst. In dem 18-monatigen Projekt evaluiert Sie, ob mit dem Handel von virtuellen Gütern und Land Geldwäsche durchgeführt werden kann. Auf populären Plattformen wie Second Life werden bis zu 1 Mio. US$ pro Tag umgesetzt (siehe Statistiken).

Die Relevanz von Internetkrimialität wird durch den Europarat bestärkt. Auf dem diesjährigen CyberCrime-Kongress sind die Schwerpunkte Cyberkriminalität, Cybersecurity und Datenschutz. Durch Cloud-Computing und für die internationale Strafverfolgung werden neue Anforderungen notwendig, um künftig sicherer im Netz zu agieren bzw. um Delikte zu ahnden.

Geldwäsche durch Virtuelle Welten

Gestern berichtete die Süddeutsche:

… In seinem jüngsten Vermerk zur Strategie gegen die Finanzierung von Terrortaten stellt der EU-Beauftragte Gilles de Kerchove fest, neue Zahlungsmethoden und alternative Überweisungssysteme seien anfällig für die Finanzierung terroristischer Aktivitäten. …

… „Außerdem wurden 2006 schätzungsweise über eine Milliarde US- Dollar für Waren und Dienstleistungen in digitalen beziehungsweise virtuellen Gemeinschaften (z.B. secondlife.com) ausgegeben“, heißt es in de Kerchoves 19-seitigem Papier.

Ein sehr großes Potential der Geldwäsche bergen neue und wenig kontrollierte Zahlungssysteme, so heiß es weiter.

Gut, das die Diskussionen endlich ernst genommen werden und auf den Tisch kommen. Dadurch wird die Relevanz deutlicher, auf die wir uns zubewegen. Im übrigen wiesen wir bereits am 14. Januar 2007 auf die Problematik der Geldwäsche in Virtuellen Welten hin. Wann werden wohl die Finanzämter aufwachen?

Kriminalität in Second Life

Zum Thema Kriminalität in Second Life® gab es vor einiger Zeit ein Interview, welches in der Zeit Online veröffentlicht wurde. In dem Interview geht es um „In-Game-Kriminalität“.

Was aber ist mit der „Out-Game-Kriminalität“, die sich aus In-Game-Aktivitäten ergeben? Ich spreche hier Geldwäsche und Steuerhinterziehung an. Und wie ist es mit dem Betrieb eines Casinos „In-Game“? Ist dies aus RL-Sicht legal, weil es sich um ein Spiel handelt oder ist der Betrieb eines SL-Casinos illegal? Ist es relevant, wo die Server stehen, welche nationale Kundenzielgruppe ich bediene oder spielt es eine Rolle wo der Betreiber des SL-Casinos im RL lebt?

Gibt es Juristen, Steuerberater bzw. Experten, welche Interesse haben, hier auf www.avameo.de ein Interview zu geben, zur Thematik „Second Life® und Kriminalität, Gesetz und Steuer“ ? Wenn ja, freue ich mich auf einen Kontakt: andreas.mertens@avameo.de

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