Der digitale Imperativ

Im Herausgeberband „15. Buckower Mediengespräche“ von Klaus-Dieter Felsmann habe ich nun den Begriff des „digitalen Imperativ“ gefunden.
Ralf Lankau, der den Begriff ins Rennen schickt, beschreibt ihn als einen Nachfolger des Googleschen Imperativs

„Wenn Du nicht willst, dass etwas über Dich im Netz steht, solltest Du es nicht tun!“

Es geht also nicht um Grammatik, sondern um Verhaltensaufforderungen, die einer neuen Technologie implizit innewohnen. Der digitale Imperativ nach Lankau fordert nun folgendes:

„Wenn Du nicht willst, dass etwas über Dich im Netz steht, dann solltest Du Dich nicht mehr im öffentlichen Raum bewegen. Irgendjemand zeichnet immer (alles) auf!“

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Rezension: Mein Avatar und ich – Die Interaktion von Realität und Virtualität in der Mediengesellschaft.

Mein Avatar und ich

Im Rahmen der erweiterten Dokumentation zu den „14. Buckower Mediengesprächen 2010“ ist der Herausgeberband „Mein Avatar und ich – Die Interaktion von Realität und Virtualität in der Mediengesellschaft“ von Klaus-Dieter Felsmann erschienen.

Passend zur aktuellen Karnevalszeit lauten die einführenden Worte des Herausgebers:

„Es ist Karneval! Für wenige Tage gibt es dabei die Möglichkeit, dass man verborgen hinter einer Maske ein Anderer sein kann, als es ansonsten durch die Alltagsgegebenheiten über längere Lebensphasen hinweg festgelegt ist. Der Mensch agiert partiell in der Identität eines Stellvertreters, eines Avatars, und macht dabei entsprechende soziale Erfahrungen.“

Die modernen Medien gestatten uns nun, über die fünfte Jahreszeit hinaus in andere Rollen zu schlüpfen. Dabei ist es ganz gleich, ob wir von einem lustigen Twitteraccount, unserer Schokoladenseite auf einer Singlebörse, dem „wahren Ich“ auf Facebook oder unserem 3D Avatar in Second Life reden. Mit Hilfe des Internets können wir uns für jede Gelegenheit neu erfinden, in verschiedene Rollen eintauchen oder einfach nur das ausleben, was im alltag der physischen Welt nicht möglich ist.

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