KI – In fünf Jahren unterhalten wir uns mit Maschinen wie mit Menschen

So zumindest antwortet Andreas Gerber, Chef des KI-Spezialisten Xaitment in einem Interview mit golem auf die Frage:

Spekulieren Sie mal: Wie lange dauert es noch, um einen glaubwürdigen virtuellen KI-Menschen zu erschaffen, mit dem ich per Sprachausgabe plaudern kann – und nicht merke, dass er künstlich ist?

Gerber: Vor kurzem habe ich mich mit Professor Uszkoreit vom DFKI darüber unterhalten. Die grundlegende Technologie ist bereits vorhanden. An deren Weiterentwicklung wird derzeit intensiv geforscht. Deshalb gehe ich davon aus, dass glaubwürdige virtuelle KI-Menschen auch in Spielen innerhalb der nächsten fünf Jahre Wirklichkeit werden.

Aus dem Bereich Künstliche Intelligenz ist auch der Trend zum Semantischen Web entstanden. Zwar betonen die „Semantiker“ das wäre was ganz anderes, aber die Parallelen sind doch sehr auffällig. Eine aktuelle Diplomarbeit zum Semantischen Web findet man im Multimediablog.

Eidolon A.I. TLP spielt mit der Thematik wie hier im Video zu sehen
„This is just an elaborate joke“

Elektronisches Surfbrett für virtuelle Welten

Matthieu Deru und Simon Bergweiler vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz zeigen hier Ihre Entwicklungsarbeit im Bereich Controller anhand eines Wii Balance Board. Geeignet auch für Second Life® Surf-Meisterschaften

Virtuelle Welten als KI – Spielwiese für Robotik?

Die Anforderungen der Benutzer von virtuellen Welten im Bereich Grafik und Performance sind ja bekanntermaßen recht hoch. Einen ganz anderen Fokus hat die Artificial-Technology GmbH. In einem Interview auf Golem sagen die Entwickler hierzu:

„Dadurch, dass immer mehr Physik ins Spiel kommt und auch die Grafik immer detailreicher wird, fällt mir als Spieler viel mehr auf, wenn das Verhalten dazu nicht passt. Ich bin in Bezug auf leblose Gegenstände in einer hochdynamischen Welt, aber beim Verhalten und bei den Charakteren passt etwas nicht, da gibt es eine Diskrepanz. Die wollen wir kleiner machen.“

In virtuellen Umgebungen wie Second Life® sind ja momentan noch recht wenige Avatare durch Softwareprogramme gesteuert. Erste Experimente sind aber auch hier schon zu beobachten.
Wenn man sich das weiter denkt, werden diese Erfahrungen auch der Herstellung Humanoider Roboter dienlich sein. Denn die brauchen ja nicht nur Steuerungssoftware für Motorik.

Künstliche Intelligenz und Second Life

Das Thema KI begeistert mich seit meiner Kindheit. Als Phantasie in Science-Fiction Filmen mag es für viele zur Unterhaltung beitragen, doch wenn die ferne Zukunft als vielleicht gar nicht mehr so fern erscheint, kommt bei nicht wenigen Zeitgenossen neben Ablehnung noch Angst dazu. Die sachliche Auseinandersetzung mit diesem Thema sehe ich als eine wichtige Aufgabe für die Zukunft…oder doch schon der Gegenwart?

Nun ja, für die der englischen Sprache mächtigen bietet sich ein Gespräch mit einem digitalen Online-Psychologen an. Laut golem wendet der Mindmentor dabei verschiedene Methoden aus der Psychotherapie an, darunter auch Neurolinguistische Programmierung (NLP).

Während Second Life® nach dem Hype immer noch von den meisten Journalisten als dumme Spielerei abgetan wird, geht die Entwicklung wie abzusehen auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz weiter. Forschung und Entwicklung entdecken das Potenzial der Plattform. Jüngstes Beispiel: The Rensselaer Polytechnic Institute

Wissenschaftlern in den USA ist ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) gelungen. Ihre KI-Software besteht einen wichtigen kognitiven Test. Wer diesen Test besteht, verfügt über die Fähigkeit, von eigenen Überzeugungen zu abstrahieren. Quelle golem


Kybernetik, Cyberspace und Ethik

kybern_cyber_1.jpg

Im Spannungsfeld der digitalen Revolution

und der beobachtbaren Globalisierungseffekte wird uns immer mehr eine Komplexität unserer Welten bewusst, die sich dazu noch täglich erhöht. Der Medien-overflow schafft durch Reflexion und Rückkoppelung in „Echtzeit“ über das Internet eine Erweiterung von Komplexität unserer technischen und sozialen Systeme, welche von den meisten Zeitgenossen nicht einmal Ansatzweise wahrgenommen wird.

Während dessen macht sich die „Ethik“ als Verhaltensprinzip in den Manageretagen breit. Um einigermaßen zu verstehen was momentan in diesem Sektor passiert, bedarf es folgender Eigenschaft: „Die Information einer Beschreibung hängt von der Fähigkeit eines Beobachters ab, aus dieser Beschreibung Schlussfolgerungen abzuleiten.“ (Heinz von Foerster).

Wissenschaftler diskutieren die Konsequenzen unserer vernetzten Welten und scheinen, wenn auch zögerlich, „kybernetisch“ zu denken, ohne den Begriff explizit zu benutzen.
[Weiterlesen…]