Ein Jahr Arbeitskreis „Lernen in virtuellen Welten“

Mit Freude habe ich heute unser Einjähriges des Arbeitskreises „Lernen in virtuellen Welten“ gefeiert. Dieser Geburtstag war der 18. Termin seit unserem ersten Treffen am 10. Juli 2009. Damals berichtete die Sprachtrainerin Nergiz Kern über ihre Erfahrungen in unserem Arbeitskreis, was wir auch in unseren ersten Projektbericht dokumentierten. Die Mitglieder des Arbeitskreis kommen aus Industrie, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und tauschen sich über virtuelles Lernen in 3D-Umgebungen regelmäßig aus. Die Community ist offen für alle Interessierten und begeisterten Protagonisten von 3D-Welten.
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Virtuelle Fullerene

Google feiert auf der Startseite heute den 25. Geburtstag der sog. Fullerene. Fullerene sind sehr stabile chemische Strukturen, die zu Ehren des Architekten Richard Buckminster Fuller benannt wurden. Bekannt wurde Fuller durch seine geodätische Kuppeln. Die Stabilität dieser geometrischen Dreiecks-Strukturen inspirierten den Management-Kybernetiker Stafford Beer diese auf organisatorische Strukturen zu übertragen. Er nutzte die stabilen Dreicks-Strukturen der Platonischen Körper Tetraeder, Oktaeder, Dodekaeder und Ikoseader um stabile Organisationsstrukturen für Teams zu erzeugen. In seinem Buch Beyond Dispute beschreibt Beer, wie er mit diesen 3D-Körpern Menschengruppen strukturiert, um hochkomplexe Themenfelder in kürzester Zeit zu bearbeiten.



Die Anzahl der Ecken [Weiterlesen…]

Einladung zum JUBILÄUMS Arbeitskreis E-learning, 18. AK

Einladung zum 18. Arbeitskreis
„E-learning in virtuellen Welten“
am Donnerstag, dem 09.09.2010 um 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
im Hörsaal avameo:) 

Den Arbeitskreis E-learning gibt es nun über ein Jahr, und das ist für uns nicht nur Grund zur Freude, sondern auch Grund genug, wieder etwas ganz besonderes zu veranstalten.

Wir möchten an diesem Treffen etwas präsentieren, was es in der physischen Welt durchaus schon gibt, aber in virtuellen Welten noch sehr selten anzutreffen ist.

Eine Besonderheit ist, wie schon angekündigt, das Barcamp Format in virtuellen Welten. Diese Form der Unkonferenz wird immer beliebter, und deshalb wollen wir das Format in die virtuelle Welt übertragen.
Dazu haben wir für Euch zusätzlich drei hochkarätige Themen gesammelt, die Ihr gerne noch mit Euren Beiträgen ergänzen könnt! [Weiterlesen…]

AvaTalk #1 – Kybernetische Kommunikationsmodelle

In Vorbereitung auf unsere LiveStream-Sessions haben wir hier eine Kostprobe für Euch. Patrick Wunderland im Chat mit Steward Drumbeat über kybernetische Kommunikationsmodelle von Stafford Beer. Anhand der dreidimensionalen Struktur eines Ikosaeders erklären wir das kybernetische Kommunikationsmodell.



Rekursives Leben

Ein „kybernethisches“ Geheimnis für Erfolg, oder gar ein Rezept für Evolution ist rekursive, selbstreferentielle Reproduktion! Zur Inspiration ein Video hierzu via Torley und AimeeTrescothick:



Bildungskongress Düsseldorf am 26.08.2009

Bei dem diesjährigen Bildungskongress in Düsseldorf am 26.08.2009 ist das diesjährige Motto

„Kollektive Intelligenz – Was wir von der Kapuzenshirt Generation lernen koennen“.

Mit dabei sind Professor Kruse, Ulrike Reinhard, Hannes Kloepper, Sebastian Hirsch, Maleanie Unbekannt, Melanie Gottschalk und Anne Grabs.

Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der Metro AG.

Im Vorfeld kann man über das Netz via DNAdigital Fragen an die Expertenrunde stellen. Natürlich werden dort auch Topthemen wie Serious Games, Gamebased Learning, Second Life und OpenSimulator diskutiert.

Avameo wird live bloggen und twittern über das Event.

In diesen Videos nimmt Peter Kruse bezug zum Thema kollektiver Intelligenz, Internet und der Bedeutung.


Wobei ich glaube, dass sich Bedeutung im Internet durch das WIKIPEDIA-PRINZIP ergibt. Bedeutung und Relevanz bekommen Informationen und Netze, wenn Sie genutzt werden und emergieren. Interessant hier das Video, indem Kruse über die symbolische Funktion von Führung spricht, etwas, was die 2.0-Generation lernen muss. Hier zitiert Kruse auch Heinz von Foerster:

Ich versuche so zu handeln, dass die Menschen in meiner Umgebung mehr Möglichkeiten gewinnen.

Peter Kruse also ein KybernEthiker! Schade, dass er vergessen hat Heinz von Foerster zu erwähnen.



Redesign KybernEthik 1 in Second Life

Seit 2007 betreiben wir KybernEthik 1 in Second Life. Viel haben wir gelernt in den letzten Jahren, zum Beispiel über sinnvolle und weniger sinnvolle Architektur in Second Life, Usability usw. usf. Im Laufe der Zeit wandelte sich unsere Insel immer wieder. Nun haben wir, u.a. in Vorbereitung auf die stART09 ein Redesign vorgenommen. Und Michael hatte mir von dem folgenden Video gar nichts gesagt (Tz!). Hier das aktuelle Video:



Im Mai 2007 sah es auf Kybernethik noch anders aus. Zur Erinnerung der Bericht unserer Schnitzeljagd zur Eröffnung von KybernEthik 1:

Peter Krieg ist tot

Foto: Reiner Pfisterer

Gerade googelte ich nach meinem Kybernetikfreund Peter Krieg und das Ergebnis erfüllte mich mit tiefer Trauer. Peter Krieg ist tot, erfuhr ich eben auf Mediaculture Online.

Er starb am Mittwoch, 22. Juli, in Berlin im Alter von 61 Jahren an den Folgen einer schweren Operation

Peter war ein bekannter deutscher Dokumentarfilmer, der sich gesellschaftskritischen Themen stellte, kein Blatt vor den Mund nahm, auch unbequeme Dinge offen ansprach und dabei mit vollem Herz Kybernetiker war und die Dinge in einem globalen Kontext betrachtete.

Es war für mich außerordentliche Berreicherung Peter Krieg persönlich kennengelernt zu haben. Was er den „Tribe“ nannte, war das, was uns verband. Die Faszination zur Kybernetik, eigentlich aber mehr.

Einen Nachruf schrieb Kai Hoffmann, der noch einmal treffend, auch die letzten Aktivitäten bzgl. Pile Systems, beschreibt.

In den letzten Tagen und Wochen musste ich immer wieder an Peter denken, weil ich ihn Anfang Juli kontaktierte. Ich war in Berlin auf dem bizzIn3D-MeetUp und dachte mir, ich könne diesen Termin mit einem Besuch bei ihm verbinden. Ich erfuhr von der anstehenden, sehr bedrohlichen Operation und machte mir immer wieder Sorgen.

Peter Krieg war ein großer Querdenker und Visionär und ein KybernEthiker im Sinne Heinz von Foerster. Peter eröffnete mit uns unsere Insel KybernEthik 1 in Second Life im Mai 2007. Zweifelsohne kann man Peter Krieg neben Paul Watzlawick und Heinz von Foerster als bedeutenden Konstruktivisten sehen, der mit seinem Lebenswerk Bedeutendes geleistet hat.

In tiefer Trauer um einen wirklich guten Menschen, den ich stets in guter Erinnerung halte. Andreas Mertens

Singularität – Paradigm shift – The Digital Rapture

Singularität hat verschiedene Bedeutungen. In der Wikipedia liest man heute zur technischen Singularität:

„…in der Futurologie den zukünftigen Zeitpunkt, zu dem die technische Entwicklung so schnell abläuft, dass ihr ein durchschnittlich intelligenter Mensch nicht mehr folgen kann…“.

In dem unten angeführten Video sehen wir einen Abriss technologischer Entwicklungen, welche tatsächlich real und virtuell zur Zeit emergieren. Die komplexen Fragestellungen sind bekanntermaßen nicht nur technischer Natur.


Intelligenz 2.0

Intelligenz 2.0 ist, wenn man das Netz nutzt. Das stimmt noch nicht ganz! Intelligenz 2.0 ist, wenn man die Menschen im Netz durch Vernetzung nutzt und es schafft, dass diese Menschen gemeinsam mehr Kreativität entfalten und produktiver sind, als die Summe der Einzelprodukte der Individuen.

Der Satz „Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile“ war lange eine Wortphrase, die zwar immer wieder auftauchte, aber empirisch erst seit Wikipedia und Second Life evident sind und zugleich so zerstörerisch für diejenigen, die verschlafen haben, wie z.B. die Verlage (siehe Duden und Brockhaus).

In der Kybernetik 2. und höher Ordnung ist dieses Konzept schon lange bekannt, u.a. durch das Konzept der Emergenz und der Erkenntnis, dass komplexe Systeme gelenkt, aber nicht kontrolliert werden können. Auch Peter Senge als „Systemdenker“ beschreibt diese Effekte wunderbar in seinem Buch „Die fünfte Disziplin“.

Das Nutzen kollektiver Intelligenz ist allerdings mit einem radikalen Paradigmenwechsel verbunden, aus:

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

wird im Kontext der vernetzten Intelligenz 2.0:

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Das sich selbst steuernde Kollektiv sorgt dabei für eine nachhaltige Qualität, wie es Wikipedia zeigt.

Das Phänomen Second Life auf Basis dieses Konzeptes wird nun in dem neuen Buch von Thomas M. Malaby mit dem Titel

Making Virtual Worlds: Linden Lab and Second Life

bearbeitet. In diesem Interview spricht Malaby über die Wisdom of the Crowds:


In meinem WIKT-Metamodell mit den Vier+1 Erfolgsfaktoren für Second Life habe ich versucht, das Phänomen der Kollektiven Intelligenz über die Wertschätzung, der Identifikation, der Kommunikation und über den Teil-der-Welt-Aspekt zu beschreiben.