R.I.P. Community trauert um die Lindens

Als direkte Reaktion auf Entlassung von ca. 100 Mitarbeitern der kalifornischen Firma Linden Lab wurde in Second Life ein Friedhof für die Avatare der Entlassenen eingerichtet. Hätte der Inselbetreiber auf die Pinup Bilder im Hintergrung verzichtet, hätte die Atmosphäre noch ein bisschen dichter werden können…
Ich behaupte, der Avatar mit dem Nachnamen „Linden“ ist so etwas wie eine „Dienstkleidung“ oder ein „Firmenwagen“, der nach Kündigung an die Firma zurückgegeben werden muss. Somit begleiten unsere Gedanken die Avatare auf dem Weg ins Datennirvana. [Weiterlesen…]

Linden Lab entlässt 30% der Belegschaft

Wie bereits vorgestern angedeutet, schlug unser kybernetischer Seismograph aus. Heute erreicht uns die Nachricht, dass Linden Lab 30% der Mitarbeiter entlässt, Gerüchten zufolge wird sogar das Office in Singapur geschlossen. Eine offizielle Bestätigung durch Edelman erreichte uns noch nicht. Die starken Restrukturierungsmaßnahmen sind weitere Signale, dass Linden Lab, Second Life möglicherweise für einen Verkauf vorbereitet. Laut der Meldung wolle man noch profitabler werden und sich auf eine künftige „Integration“ mit Social Media vorbereiten, so scheint es mir durch (Facebook lässt grüßen). [Weiterlesen…]

Wer kauft Second Life? Google, Amazon & Co.

Ich möchte unserem aktuellen Blog Carnival „Wie entwickeln sich virtuelle Welten?“ etwas Vorschub leisten.

Auch wenn wir hierzulande in Deutschland „internet- und Investoren-technisch“ hinter dem Mond leben, ist es ja kein wirkliches Geheimniss, dass Linden Lab mit Second Life gute schwarze Zahlen schreibt. Ja, zum Erstaunen vieler Beobachter, die da sagen:

Gibt es das noch? Ich denke der Hype war 2007 vorbei ?

Gut, *hüstel*. Gegenwärtig zeigen unsere kybernetischen Indikatoren an, dass sich in Kürze ein paar Karten neu gemischt werden. Schauen wir mal hin:

  • Google hat den Versuch, eine virtuelle Welt sebst (Lively) zu bauen, schnell wieder verworfen, was sehr Weise war.
  • Google hat aber ein starkes Interesse an 3D, siehe Google Earth
  • Wie bereits erwähnt, wächst und gedeiht Second Life, ein neuer Viewer (Shared Media) ist an den Start gebracht, Mark Kingdon restrukturiert den Laden, Second Life Enterprise ist am Start und im Januar kam CFO Bob Komin an Board
  • Facebook mit 400 Mio User zeigt, das „Socializing/Social Media“ das Thema schlechthin ist. Was aber, wenn die flache 2D-Welt, überflutet von Widgets, irgendwann etwas fade wird und Durst nach Immersion geweckt wird?
  • OpenSimulator kommt als OpenSource-basierte SL-Variante zunehmend aus den Kinderschuhen heraus!
  • Warum Linden Lab den Kauf von Google nötig hat (The Poultry Report).
  • Oder kauft Amazon Second Life?
  • Amazon könnte mit Ihrer Cloud, Second Life vielleicht wesentlich besser skalieren. Amazon ist der „Experte/Leader“ in Sachen Web-Service-Technologie (SOA, Web-Services, Restful, …)
  • Leider erfährt man auf den Seiten von LL natürlich nicht, welcher Headhunter gerade welchen Top-Manager rekrutiert. Aber: Über den „technologischen Recruiting-Fingerprint“ lässt sich schon so Einiges ablesen. Schauen wir in die Offene Stellen rein. Es werden gesucht: Spezialisten aus den Bereichen Suchmaschinentechnologie (SOLR, Google) und Web-Services-Core. Interessant, oder? Ferner ein Produktmanager, International Billing.

Wie auch immer, die jeweiligen Konstruktionen für Szenarien bleiben dem Leser überlassen, seiner Phantasie, Erfahrung und Vernetzungsgabe. Der kybernetische Seismograph jedenfalls schägt gerade aus. Und es würde mich keineswegs wundern, wenn es in Kürze „wums“ macht und man zum Schluß kommt: Ahso! Jetzt ja! Ich verstehe! Zwei kleine Puzzleteile fehlen allerdings noch, die sicherlich eine Rolle spielen: Das mobile Internet und Augmented Reality.

SL-Community überrascht: Katrin nicht mehr im Boot von Linden Lab

soeben haben wir erfahren, dass Katrin Linden aka Katrin Janssen nicht mehr im Boot von Linden Lab ist. Katrin war seit Juni 2008 bei Linden Lab und übernahm zunächst das Management für die Community Gateways. Anschließend wurde Sie Country-Mangerin für Deutschland. Als Ansprechpartnerin für den deutschen Markt, insbesondere für die deutsche Community und Solution Provider baute Sie zuletzt das Projekt Germany in 3D auf und vereinte damit deutsche Angebote innerhalb Second Life’s auf einem Kontinent.

Insgesamt ist die Linden Lab Strategie sehr intransparent. Im März wurde in Amsterdam zwar ein Büro eröffnet, Aktivitäten konnten wir jedoch noch nicht vernehmen.

Eine offizielle Pressemitteilung bzgl. Katrin gibt es von Seiten Edelman, der vertretenden PR-Agentur, bisher noch nicht. Auch ist noch kein Nachfolger bekannt oder benannt, der künftig als Ansprechpartner für die deutsche Commnunity gelten soll.

Katrin als Metaverse Evangelist wird hoffentlich dem deutschen Markt erhalten bleiben.

Neue TOS bei Linden Lab sorgen für Unmut in Second Life

Dass Neuerungen in Top-Down-Style immer mit einer gewissen Gegenwehr verbunden sind, ist ja nix neues und sicher über all gleich. Ärgerlich ist es nur, wenn Top dazu führt, dass sich Down zusammenschließt, und plötzlich solidarisch wird.

„Divide et impera“, diese Devise ist bei Linden Lab scheinbar in Vergessenheit geraten und nach den kürzlich verordneten neuen Terms Of Service (TOS) macht sich diese Nachlässigkeit jetzt unangenehm bemerkbar.

Der Grund für den Unmut der Community und die gefolgte Bottom-Up-Reaktion ist hier ganz ausführlich beschrieben. Die entsprechende Diskussion auf Englisch gibts bei Mashable

Second Life startet 2010 rasant: Erfolgreiches erstes Quartal 2010

Pressinformation. Transaktionen zwischen Usern, Unique User-Zahlen und Verkäufe verzeichnen zweistellige Zuwächse

Second Life kann auf ein erfolgreiches erstes Quartal 2010 zurückblicken. Die Kennzahlen der virtuellen Welt stiegen deutliche an – egal, ob es sich um Unique User, Xstreet Verkäufe oder Transaktionen zwischen den Usern handelt. Ganz eindeutig: Der Film Avatar bescherte der Second Life Wirtschaft ebenso einen Aufschwung wie der Valentinstag. Second Life Händler und Geschäfte nahmen diese Ereignisse zum Anlass, neue Produkte und Content zu entwickeln.

Die Highlights des ersten Quartals in Kürze:

  • Transaktionen zwischen Second Life Usern erreichen neuen Höchststand, es wurden 160 Millionen US-Dollar umgesetzt – im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr ein Plus von 30 Prozent
  • Die aktive Zahl der Einwohner (sogenannte Residents) von Second Life wuchs im März auf 517.349 an
  • Die monatlichen Unique User mit mehrfachen Logins stiegen auf ein bislang noch nicht erreichtes Niveau: 826.214 Bewohner loggten sich im März ein – und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum
  • Die Xstreet Verkäufe zogen um 82 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2009 an und liegen bei 2,3 Millionen US-Dollar

Außerdem startete Linden Lab, das Second Life Mutterunternehmen, im ersten Quartal mit Search-Marketing-Aktivitäten sowie einem Affiliate-Programm, bei dem Partner und Residents Honorare für neuen, qualifizierten Traffic erhalten.

Fokus auf Nutzerfreundlichkeit: Second Life vereinfacht Einstieg und Bedienung

Pressemitteilung.

Die virtuelle 3D Plattform erleichtert den Einstieg in Second Life, mit dem Ziel, eine breitere Nutzergruppe zu erreichen.

San Francisco, 1. April 2010 – Linden Lab hat heute vielfältige Neuerungen seines Flaggschiffprodukts, Second Life, vorgestellt. Unter anderem wurden die Benutzeroberfläche, die Integration von externen Internet-Inhalten sowie die Unterstützung bei den ersten Schritten in der virtuellen Welt überarbeitet.
Second Life ist eine soziale dreidimensionale Online-Welt, die die Nutzer, Einwohner genannt, eigenständig erschaffen und weiter ausbauen. Einwohner verbringen monatlich durchschnittlich 40 Stunden in Second Life. Dort treffen und interagieren sie mit Freunden aus der ganzen Welt. Dafür nutzen sie Text- und Voice-Chat, erschaffen virtuelle Güter, gründen Unternehmen oder arbeiten und lernen gemeinsam. Jeden Tag entwickeln Bewohner mehr als 250.000 virtuelle Güter und sind Teil einer virtuellen Wirtschaft, die 2009 über eine halbe Milliarde US-Dollar innerhalb von Second Life umsetzte.
„Die aktuellen Upgrades erleichtern den Einstieg in Second Life um ein vielfaches.“ erklärt Tom Hale, Chief Product Officer, Linden Lab. „Im letzten Jahr haben wir an der Stabilität und der Skalierbarkeit gearbeitet und das komplette Redesign von SecondLife.com abgeschlossen. Darauf bauen wir heute auf: Der Einstieg und das Erkunden der vielfältigen Möglichkeiten und Inhalte von Second Life wird einfacher, damit positionieren wir die Plattform für eine breitere Nutzergruppe.“ [Weiterlesen…]

Amsterdam fühlt sich wie Second Life an

Linden Lab eröffnet ein neues Büro in Amsterdam, um in den europäischen Markt einzutreten.

Mark Kingdon aka M Linden eröffnet das neue Büro in Amsterdam.



CeBIT: Keynote von Mark Kingdon, CEO von Linden Lab

Am Freitag, den 05.03. von 11:00 Uhr bis 11:30 Uhr spricht der CEO von Linden Lab auf der CeBit. In diesem Video begrüßt er die Community mit „Guten Tach – ich freue mich auf Ihren Besuch in Hannover ….


Die Veranstaltung findet im Convention Center (CC) in Saal 2 statt.

Das 3D-Internet saugt das 2D-Internet in sich auf

finally it is done! Linden Lab hat mit dem seit gestern zur Verfügung stehenden neuen Second Life Viewer 2 Beta ein Feature implementiert, dass wir seit längerem vermissen und deren Entwicklung seit 2007 verfolgen. Das Stichwort heißt „HMTL on Prim“ oder „Media on a Prim“ bzw. „Browser on a Prim“. Zuletzt berichteten wir von der NaviDemo, die dies eindrucksvoll zeigt.

Mit diesem lang ersehnten Feature wird das 2D-Internet, das sogenannte FlatNet buchstäblich in das 3D-Internet aufgesaugt, wie Phil Rosedale es einmal gesagt haben soll.


Mit diesem neuen Meilenstein in der Entwicklung von Second Life ist es jetzt tatsächlich möglich, vollwertige 2D-Webanwendungen zu integrieren und zu teilen. Es ist so, als ob sich mehrere Benutzer gleichzeitig ein Browserfenster teilen!



Die Anwendungsvielfalt ist schier unglaublich. Zum Einen können wir unseren eigenen Bildschirm live ins Netz streamen und für Schulungen zurück in Second Life übertragen, indem wir einfach einen Browser mit dem Stream in Second Life öffnen. Das wäre aber nur Selbstzweck. Wir können nun aber auch jede webbasierte Anwendung in Second Life teilen und schulen!

Ich bin der festen Überzeugung, dass dies ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung und Akzeptanz von Second Life ist.

Das sogenannte Flachland bzw. FlatNet wird nun endlich in die Dreidimensionalität, im 3D-Internet integriert. Hierzu ein kleines Video: