Markenwahrnehmung in SL, die EnBW forscht

Wir kennen sie alle aus dem Flatnet: die kleinen Zappelanimationen, die uns von irgendeiner Dienstleistung überzeugen sollen, Pop Ups, die so toll gestaltet sind, dass man den Knopf zum Schließen erst suchen muss und schließlich die monotonen Werbebotschaften im Audioformat, bevor endlich das interessante Programm im Internetradio losgeht.

Als Verbraucher fühle ich mich nicht „umworben“ sondern genervt und teilweise für dumm verkauft.
Es wird sicher viel über Werbung finanziert, und es gibt bestimmt Angebote, die es ohne Werbung gar nicht gäbe. Aber wie kommt der Werbeauftritt von Marken im Zeitalter von Adblock, Noscript und Pop Up-Blockern an?

Wie können die Unternehmen ihre Werbung so verpacken, dass sie vielleicht sogar begeistert? Was wollen die User?

Diese Frage hat sich die EnBW AG auch gestellt, allerdings ins kommende 3D-Internet übertragen, und in Second Life erforscht.

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Am 23.07. wurden die Ergebnisse der Umfrage veröffentlicht.

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Um das Ergebnis kurz zu machen:

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Second Life Avatar als Marke

Da fragte sich die Tage Rene im Web3D Blog noch, ob die Verantwortlichen der im obigen Bild zu sehenden Werbekampagne der Arbeitsagentur einen SL Account haben, lese ich eben im Twitter Kanal von Mal Burns, dass anscheinend die Designerin Aimee Weber ihren Avatar seit 11.11.2008 als Marke registriert hat.

Was mich wundert ist, dass die meisten Leute nicht nachvollziehen können, dass kreative Leistungen, welche in virtuellen Welten erbracht werden, nicht genauso zu betrachten sind wie in der realen Welt. Und hoffentlich hört bald dieses dumme Unterscheiden in diesem Zusammenhang von realer und virtueller Welt auf…

Bildquelle: Web3D Blog

Metaversum GmbH auf OMD 2008

OMD 2008: Metaversum GmbH stellt In-World Advertising in neuer Onlinewelt Twinity vor

Die Metaversum GmbH, Entwickler und Betreiber der 3DOnlinewelt www.twinity.com, wird auf der diesjährigen OMD in Düsseldorf vertreten sein und innovative In-World Advertising Werbemöglichkeiten vorstellen.

Berlin, 16. September 2008 – Die Metaversum GmbH wird auf der diesjährigen OMD (Online Marketing Düsseldorf) vertreten sein und die kürzlich in die offene Beta-Phase gestartete virtuelle Welt Twinity vorstellen. Im Fokus des Messeauftritts stehen dabei die innovativen Möglichkeiten des In-World Advertisings in der 3D-Onlinewelt. Die OMD findet am 17. und
18. September in Düsseldorf statt. OMD-Besucher finden die Metaversum GmbH in Halle 10 / Stand 51. [Weiterlesen…]

Erste Hilfe für Second Life – Buchvorstellung

erstehilfe_buch(openPR) – Diesen Monat gibt es für Linden Lab®, der Betreiberfirma von Second Life, einiges zu feiern. Zum einen konnte der 14.000.000 Nutzer begrüßt werden, zum anderen feiert die virtuelle Welt ihren fünften Jahrestag. Pünktlich zum Jubiläum ist nun das Buch „1. Hilfe für Second Life“ erschienen.

Es ist das erste deutschsprachige Buch seiner Art, dass sowohl dem Einsteiger Hilfe bei der Anmeldung und auf den ersten Entdeckungstouren bietet, als auch dem Fortgeschrittenen zeigt, wie man im Web 3D erfolgreich wird.

Zugleich wurde erstmals ein Handbuch unter einem Second Life-Avatar-Namen veröffentlicht: Life Ra. Der Autor ist ganz bewusst diesen Weg gegangen, da die Chancen der Plattform nicht von außen beleuchtet, sondern Insider-Informationen direkt vom virtuellen Alter Ego transportiert werden. Zudem erhält der Leser alle Quellen und Informationen, um künftigen Anforderungen und Entwicklungen gewachsen zu sein.
In einem exklusiven Interview mit Jean Miller (alias Jean Linden), von der Betreiberfirma Linden Lab, wird auch ein Blick in die Zukunft Second Lifes gewagt. [Weiterlesen…]

Was bewegt die Nutzer wirklich?

Ich muss gestehen, dass ich nicht besonders überzeugt bin von trivialisierten Umfragen in denen die Teilnehmer anhand einer simplen Matrix Ihre Kreuzchen machen. Zugegeben, dies ist eine sehr kostensparende Möglichkeit sich einen groben Eindruck über die Zielgruppe zu verschaffen. Mehr aber aus meiner Sicht auch nicht. Qualitativ Hochwertige Methoden wie beispielsweise von Nextpractice entwickelt, scheinen mir doch Aussagekräftiger zu sein.

In der Abhandlung Wie virtuelle Welten wirken im Kapitel Problemaufriss schreibt dazu Prof. Dr. Jürgen Fritz:

Das Problem der Medienwirkungsforschung betrifft auch Forschungsbemühungen, die darauf gerichtet sind, die Wirkungen virtueller Welten zu erfassen. Mit Hilfe von Experimenten, speziellen Felduntersuchungen und Befragungen versucht man, Antworten auf die Frage zu finden, ob von Computerspielen problematische Wirkungen ausgehen können.

Die engen Fragestellungen der Untersuchungen, Unterschiede in den Forschungsmethoden und uneinheitlich benutzte Begriffe lassen es kaum zu, die deutlich divergierenden Ergebnisse angemessen miteinander zu vergleichen. Wie schon bei der Medienwirkungsforschung lassen sich eindeutige und in sich konsistente Ergebnisse kaum gewinnen. Auch hier gilt, dass sich das komplexe Bedingungsgefüge der Wechselwirkungsprozesse zwischen Computerspiel und Spieler durch die praktizierten Formen der empirischen Untersuchungen und die damit verbundenen sehr engen Fragestellungen nicht angemessen erfassen lässt.

Einen Interessanten Ansatz findet man auch bei Macromedia Fachhochschule der Medien.

In einer Pressemitteilung mit dem Titel Erlebnisforschung: Neue Instrumente an der Macromedia FH entwickelt liest man auszugsweise:

Unter Erlebniswelten versteht man verschiedenste Stätten, an denen das Erleben im Mittelpunkt steht. Dazu gehören Markenwelten, aber auch Transport-, Medien- und Arbeitswelten, wie Bahnhöfe, virtuelle Umgebungen oder Bürogebäude. „Markenwelten funktionieren nur mit großem Budget. Daher ist es verwunderlich“, gibt Ellert zu Bedenken: „dass die Wirkung bisher kaum kontrolliert wird.

Linden Lab eröffnet reale Residenz auf dem Mars

Also eine noch unwahrscheinlichere Schlagzeile ist mir so auf die schnelle nicht zugefallen. Aber irgendwie ist dass ja so was mit den Schlagzeilen. Kein Wunder, alle haschen nach Aufmerksamkeit und da muss die Headline schon greifen, da die Meldung sonst im Medienrauschen unter geht. Was Linden Lab da aushalten muss ist meiner Meinung nach allerdings schon mehr als geschmacklos, ich würde es geschäftsschädigend nennen.

Heise titelte am 19.05.2008
Neuer Chef von Second Life® sieht virtuelle Welt noch in den Kinderschuhen
mit Bezugnahme auf einen Artikel bei Technology Review
„Wir sind immer noch am Anfang“

Jetzt nimmt Welt Online mit Titel Second Life® rät Firmen von Online-Filialen ab Bezug auf ein Interview welches der Focus mit Linden Lab CEO Mark Kingdon führte (Headline hier noch „Zweite Chance für Second Life“ und was von Golem mit „Second Life® rät Firmen von Second Life® ab“ betitelt wurde:

Mark Kingdon, Chef des Second-Life-Erfinders Linden Labs, empfiehlt Geschäftsleuten, momentan „eher abzuwarten“ und sich nicht mit aufwendigen Filialen in der virtuellen Welt zu profilieren. In naher Zukunft sollten sie zurückkommen, „um dem ‚Zweiten Leben‘ eine zweite Chance zu geben“, sagte er dem Magazin „Focus“ laut dem Branchendienst Golem. (Quelle: Welt Online)

Das ganze gipfelt in Artikeln wie diesem bei digitalnext:

Was passiert mit Second Life? – Linden Lab überfordert mit Presserummel
Betreiber Linden Lab zeigt sich anhand des großen Medieninteresses um Firmen-Repräsenzen überfordert und rät Unternehmen zum Ausstieg aus der virtuellen Welt. Linden Lab zufolge haben die Medien die Erwartungshaltung der großen Markenartikler befeuert, schiebt der seit Mitte Mai amtierende CEO Mark Kingdon in einem Focus-Online-Interview den schwarzen Peter an Zeitungen, Magazine, Fernsehsender und…

Und so erleben wir momentan wieder wie Medien funktionieren.

Ich fragte Jean Miller (Hauptverantwortliche bei Linden Lab für die Entwicklung des deutschen Marktes) zu dem Interview beim Focus, und Sie antwortete mir: Leider war das Interview bei Focus gekürzt.

Also nochmal an alle die nicht nur Schlagzeilen lesen. Ein ausführliches Interview findet man bei Technology Review. Und die Schlagzeile meines Artikels sei mir verziehen…

komm.passion interactive präsentiert neuen 3D-Converter

Dresden, 5. 6. 2008. Auf dem Dresdner Zukunftsforum hat die
Kommunikationsagentur komm.passion den ersten 3D-Converter
für virtuelle Welten vorgestellt. Das neue Tool ermöglicht eine detailgenaue
Übertragung dreidimensionaler Formen nach Second
Life. Namhafte Unternehmen wie Sony, Head und T-Systems Multimedia
Solutions nutzen bereits diese innovative Technologie für
Ihren Markenauftritt.

„Das neue Tool ist ein wichtiger Schritt in Richtung 3D-Welten im Internet“,
sagt Alexander Schimkat, Director Interactive bei komm.passion.
„Beliebige räumliche Formen sind nun ohne technische Umwege in der
virtuellen Welt abbildbar. Mit dem 3D-Converter können Unternehmen
Kampagnen in virtuellen Welten wesentlich einfacher und schneller
realisieren. Auch Aktionen mit kurzer Vorlaufzeit lassen sich jetzt problemlos
umsetzen.“ [Weiterlesen…]

Pia Piaggio auf der Modemesse

So langsam bekomme ich es auf die Reihe mit meinem Zweitleben. Pia avatiert endlich reibungslos. Sie geht, fliegt und teleportiert sich durch das Second Life, sucht und findet mühelos Orte und Veranstaltungen, die mich interessieren oder von denen ich einfach nur höre. Genauer gesagt lese ich darüber. Pflichtlektüre ist da unter anderem das kostenlose Magazin TOUCH, das regelmäßig Inworld berichtet und alle Rubriken einer ordentlichen Lifestyle-Zeitschrift abarbeitet. Ebenfalls die Foren Toolbar Info, Second Life® Info, Pedro Meya Marty, der Multimediablog oder German SL Style sind wahre Fundgruben für Infos rund ums Leben im Grid, wobei diese Nennungen beispielhaft für zahlreiche interessante Foren stehen.

Mir macht mein Zweitleben immer mehr Spaß. Die Liste der Locations und Events, die Pia Piaggio besuchen soll, wird immer länger. Ganz oben stehen diverse Museen, gefolgt von einigen Künstlervierteln und gespickt mit festen Dates aus den Bereichen Bildung und Kultur. Mit jedem Einloggen wird diese Liste automatisch länger, weil ich an jedem Ort Verweise auf weitere Locations finde, die das jeweilige Thema ergänzen, vertiefen oder ausweiten. Welch gigantisches Grid!

Um jeglichen unerwünschten Effekten von Immersion entgegen zu steuern habe ich mir relativ feste Zweitlebenszeiten eingerichtet. Dienstags ist ganz klar mein Highscore-Second-Life-Tag, an dem ich von morgens bis abends Zeit dafür habe. Die restlichen Wochentage sind von lauter Haupt-, Neben- und Freizeitpflichten durchsetzt und werfen höchstens mal ein Stündchen für Pia Piaggio ab. Samstags und Sonntags ist SL-Verbot auf der Finca. Sonst würde ich wohl meine Beziehung und Freundschaften im Erstleben aufs Spiel setzen. Ausnahmen gibt es nur, wenn ein wichtiges Event ansteht. Basta. So sieht es aus für Pia Piaggios Aktivitäten.

Apropos Spiel: Da hat doch die Zeitung CHIP das Second Life® endlich Anfang April in ihre Downloads aufgenommen und sortiert es dann auch noch ein in die Kategorie „PC-Spiele“. Ein Stöhnen ging an jenem Tag durchs Grid, aber es hat wohl kaum jemand gehört. Sonst hätte es doch sicherlich eine Art Anti-CHIP-Magazin-Inworld-Demo gegeben, weil deren Redaktion noch immer nicht begriffen hat, was das virtuelle Leben außer dem Spielen sonst noch alles anbietet. Oder habe ich etwa nicht begriffen, dass es doch nur ein Spiel ist?

Offen gestanden verwirrt mich diese virtuelle Welt manchmal ganz schön. Ich sitze hier auf meiner Finca und haue mir das Web.3D in all seinen Finessen, Tücken und Herausforderungen um die Ohren. Um einen ganz realen Standpunkt zu dieser virtuosen Virtualität zu finden hilft oft nur ein ausgedehnter Spaziergang mit den Hunden.

Hunde

Diese zwei Schätzchen holen mich immer wieder in mein wirkliches Leben zurück. Wir tapern über die Haine, kraxeln in tiefe Schluchten und kämpfen uns durch dicht zugewucherte Wälder. Das macht den Kopf frei, den Rücken locker und meist sehe ich die Dinge nach so einer Hunderunde glasklar.

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Ikea Einrichtung als Addon für SIMS2

IKEA
Immer mehr Firmen kooperieren mit der Spieleindustrie. Das Zauberwort heisst „Produktplacement“. Dem Trend folgend, können sich bald (ab dem 26.06.2008) die User von SIMS2 Ihre Umgebung entsprechend mit dem Addon Ikea-Home Stuff verschönern. „Bei den Sims-Spielern standen Möbel von IKEA ganz weit oben auf der Wunschliste. Wenn man sich die Wohnräume ansieht, die sie entwerfen, entsprechen diese oft dem IKEA-Stil?, so Steve Seabolt, Vice President Global Brand Development des Sims-Labels. „Wir freuen uns, mit IKEA zusammenarbeiten zu können, und sind überzeugt, dass die Spieler viel Spaß mit den neuen IKEA Objekten haben werden.? Seabolt fügt hinzu: “Die Zusammenarbeit mit IKEA ist aus dem Wunsch der Spieler entstanden, beliebte reale Marken und Produkte im Spiel zur Verfügung zu haben. Die erfolgreichen Partnerschaften mit Ford und H&M beweisen, dass die Integration dieser Produkte eine großartige Bereicherung der Spielerfahrung darstellt.? Quelle: gamebasis.de

Update: Linden Lab Trademarks

Mr. Topf berichtete gestern das Linden Lab als markeninhaber von dem allgemeinen Begriff Grid Abstand nimmt. Trotzdem bleiben evtl. Auseinandersetzungen mit Inhabern von SLxxx-Domains ein Thema.

Ebenso berichtet Mr. Topf von der sinnvollen neuen Namensänderung des SL Grid-Protokolls. Bisher lautete der offizielle Name Second Life® Grid Open Grid Protocol (SLGOGP). Nun wurde der Name des Protkolls es zu dem wesentlich einfacheren Term Open Grid Protocol (OGP) umbenannt.

Das OGP wird von der Architecture Working Group (AWG) entwickelt. Insegsamt werden 3-4 AWG-Meetings pro Jahr gehalten, InWorld, versteht sich. Das letzte Meeting fand im März statt. Hier der Mitschnitt von Mr. Topf:

AWG Meeting Part 1



AWG Meeting Part 2