Innere Stärke gegen Sucht

Laut Wikipedia hat das Wort „Sucht“ nichts mit der „Suche“ zu tun. Dem wage ich insofern zu widersprechen, als dass ich einen Zusammenhang sehe zwischen einem unbefriedigten Gefühl, dass man zu befriedigen sucht, und einer Abhängigkeit von dieser Suche.

Nehmen wir beispielsweise eine nicht befriedigte Anerkennung, so halte ich es für möglich, dass eine Person durchaus ihr eigenes Leben so gestaltet, dass sie möglichst viel Anerkennung von anderen bekommt. Dafür muss sie allerdings Menschen suchen, die ihr dieses Gefühl geben.

Und wo findet man sehr schnell sehr viele Menschen? Natürlich im Internet, insbesondere im WEB2.0. Wie in unserem Artikel über die vier Erfolgsfaktoren beschrieben, ist das WEB2.0 wie geschaffen, um für alles Mögliche Anerkennung und Wertschätzung zu bekommen. Dieser Mechanismus zeigt sich zum Beispiel in Online Rollenspielen, wenn ein Spieler über seinen Spielerfolg und sein Engagement in der Spielwelt von anderen Spielern anerkannt wird.

Wer nun denkt, das Netz sei voll von psychisch labilen Menschen, der liegt nur bedingt richtig. Die Mechanismen der Anerkennung und Wertschätzung lassen sich auf alle sozialen Gruppen übertragen, vom Dackelzüchter Verein bis hin zu politischen Parteien. Doch wann genau bezeichnen wir jemanden als „süchtig“?


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Verwelkte Blüten im Apfelland

so tönt es aus der Kolumne von Bettina Gaus

Die Hoffnung, über neue Medien auch neue Zielgruppen zu erreichen, beruht nämlich allzu oft auf einem Missverständnis: dass es dabei vor allem um die Form der Kommunikation geht – und nicht etwa um den Inhalt. Vor zwei Jahren haben einige Bundestagsabgeordnete angekündigt, regelmäßig im „Apfelland“ des Websimulationsspiels „Second Life“ zum Meinungsaustausch mit anderen Spielern zusammentreffen zu wollen. Als ob mangelndes Interesse jüngerer Wählerinnen und Wähler an Politikern nur darauf zurückzuführen sei, dass diese die falsche Hardware benutzen. Es hat sich gezeigt: Daran lag es nicht. Die Blütenträume im Apfelland sind rasch verwelkt.

Dazu sei angemerkt, dass es auf Form und den Inhalt ankommt. Dass Problem hier ist eher, dass unsere Bundestagsabgeordnete nicht fähig sind, die Form adäquat zu bedienen. Statt dessen nutzen Sie eine 3D-Internet-Plattform wie Neanderthaler einen iPod nutzen würden. Sie würden zwei iPods solange aufeinanderschlagen, bis es Feuer gibt.

Im 3D-Internet kann dies die Community live beobachten, wie Politiker versuchen mti iPods Feuer zu machen. Kein Wunder also, dass sich dann die so begehrte Zielgruppe eher dorthin gezogen fühlt, wo Sie sich wohlfühlt und das sind ganz bestimmt nicht die Sprüche von Politikern in Second Life, die man sich auch im Fernsehen genauso anschauen kann.

Dazu ist viel mehr Kreativität notwendig :-) Und die Bereitschaft, die jeweilige Form eines Mediums tatsächlich begeifen zu wollen!

Ein Kommentar dazu, dass Second Life als „Websimulationsspiel“ bezeichnet wird, verkneife ich mir vorsichtshalber einmal ;-) Aua Aua Aua

Medienkompetenz im Wandel des Internets

In seiner Vortragsreihe beleuchtet der Web 2.0- und 3D-Internet-Experte Andreas
Mertens aktuelle Veränderungen des Internets. Für Kritiker sind das Web 2.0
und Second Life mehr oder weniger Spielereien und Luftblasen. Befürworter dieser
neuen Technologien hingegen schwärmen über neue Möglichkeiten und Chancen. In der Vortragsreihe wurden diese Themen und aktuelle Medien- und Technologiekonvergenzen
vorgestellt, die als Treiber für den Wandel des Internets verantwortlich sind. Darüber hinaus wurden die Mehrwerte für E-Learning-Anwendungen herausgearbeitet.

Hier das komplette PDF „The Next Generation Internet“ zum Download. Die Vortragsreihe wurde zusammen in Kooperation mit den Regionalbüros für Fortbildung in Karlsruhe, Mannheim und Pforzheim durchgeführt und durch Mittel des Europäischen Sozialfonds und des Wirtschaftsministeriums Baden Württemberg unterstützt.

International Society for Technology in Education – ISTE – macht gute Erfahrungen in Second Life

Die International Society for Technology in Education (ISTE) evaluiert seit Anfang 2007 die Plattform Second Life als Ort für Bildung und zur internationalen Vernetzung von Bildungsexperten. Die Organisation veranstaltet wöchentlich Events für Educators sowohl „Real-Life“ als auch Second Life bezogen.

In dem unten aufgeführten Video erhält man einen schönen Überblick

Weitere Infos:

ISTE IN Second Life
Teleport zum ISTE Headquarter in Second Life
Einige Infos zum ISTE von Martin Hofmann

Marcel zeigt: Was ist Second Life?

Da hab ich beim durchstöbern von YouTube aber eben nicht schlecht gestaunt.
Marcel, 13! Jahre alt und Gymnasiast, zeigt in Video Tutorials wissenswertes zu Second Life.
Na das nenn ich Medienkompetenz. Respekt!

Weiteres auf Youtube und bei Ning

Universität Lübeck – Lernen mit digitalen Medien: Second Life und Moles

Die Universität Lübeck lädt am 20 September zur Informationsveranstaltung „Lernen mit digitalen Medien: Second Life und Moles“ ein Angesprochen werden Pädagogen und alle an Pädagogik interessierte.
Hier zeigt sich ein weiteres mal das Second Life als Teil des Web 2.0 wahrgenommen wird und besonderes Interesse bei Bildungseinrichtungen besteht.

Ort ist das Auditorium Maximum der Uni im Raum 52

Das Programm ist folgendermaßen gegliedert:

10:30–11:00 Anreise
11:00-11:15 Begrüßung:
Dr. Thomas Winkler (Schülerakademie der Universität zu Lübeck: Kids in Media and Motion, Institut für Multimediale und Interaktive Systeme),
Dr. Cordula Fink-Schürmann (Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur Schleswig Holstein),
Martina Ide-Schöning (Institut für Qualitätsentwicklung Schleswig Holstein)
11:15-11:45 Einführung (Dr. Cordula Fink-Schürmann )
11:45-12:15 Pädagogische Möglichkeiten von Web 2.0 (Dr. Silke Günther)
12:15-13:00 Mittagspause mit Catering (Sponsor OHANA)
13:00-14:15 Workshop mit aktuellen Beispielen Mobilen Lernens in der Schule und in außerschulischen Bildungseinrichtungen (Dr. Thomas Winkler)
14:15-14:30 Kaffeepause
14:30-14:50 Einführung in Second Life und die Mixed-Reality-Performance „Second Life vs Real Life“ (Martina Ide-Schöning)
15:00-16:00 PERFORMANCE „Second Life vs. Real Life“ mit anschließender Diskussion. Raum AM 1

Chats, Communities & Co. – Wie sicher sind Kinder und Jugendliche?

Gerade bin ich über Twitter-Schmitz auf folgende Diskussionsrunde mit dem Thema

Chats, Communities & Co. – Wie sicher sind Kinder und Jugendliche?

aufmerksam geworden. Die Diskussionsrunde startete am 01. September und wurde initiiert von der Bundesinitiative „Unternehmen: Partner der Jugend“ (UPJ) e.V. und läuft bis zum 10. Oktober.

Da der Erwerb einer sinnvollen Medienkompetenz für unsere Jugend in Zukunft wichtiger den je sein wird, laden wir herzlichst alle Interessierten zu der Diskussion ein. Und hier geht es direkt dort hin.

Virtuelle Welten = Realitätsflucht ?

immer wieder wird uns diese Frage gestellt:

Ist Second Life nicht eine Flucht aus der Realität?

So auch heute wieder auf einem unserer Blogs.

Das lässt sich eigentlich leicht und knapp beantworten. Wenn man sich über die Sprache nähert, kann man sich dem Thema gut nähern. [Weiterlesen…]

Pia Piaggio prüft die Dresdner Bank

In einem vorangegangenen Beitrag von Anfang Mai schrieb ich: „……und nun gibt es hier bis Oktober normalerweise nur noch eine Wetterlage: Hitze……“. Gut, dass ich das Wort normalerweise in diese Aussage gesteckt habe, denn sonst würde ich jetzt ganz schön doof dastehen. Falls es sich in Deutschland noch nicht herumgesprochen hat: Das Wetter auf der Iberischen Halbinsel ist bisweilen eher Deutsch; kühl, grau und durchsetzt von Niederschlägen.

Regenwetter

Wie ich höre, herrschen dagegen in Mitteleuropa südländische Temperaturen. Selbst Nichtraucher verschlägt es vor die Kneipen oder in Biergärten, obwohl sie dort vom Rauch des wichtigsten Accessoires der Unbelehrbaren belästigt werden. Dann muss es schon ganz schön heiß sein im Deutschland. Glückwunsch, Ihr Lieben, das scheint einen guten Sommer zu geben.

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ARTE Themenabend Verspielte Kindheit – Im Sog virtueller Welten

Heute Abend, 03. Juni 08 ist bei Arte Themenabend der da lautet: Verspielte Kindheit – Im Sog virtueller Welten.

Dass Kinder und Jugendliche den Umgang mit Computern und neuen Medien für ihre Zukunft erlernen müssen, ist inzwischen unbestritten. Doch das Eintauchen in virtuelle Welten kann auch zu Problemen führen. Der Themenabend klärt, warum immer mehr Kinder die Welt dieser Spiele der Realität vorziehen und welche Folgen ein exzessiver Gebrauch der neuen Medien für Körper und Psyche von Kindern und Jugendlichen hat.

Die zwei Dokumentationen sind nach der Ausstrahlung bis zum 10. Juni bei ARTE+7 Online zu sehen.