Bachelor-Arbeit in Project Wonderland

armselig distanziert sich das DFG Forschungszentrum MATHEON Mathematik für Schlüsseltechnologien in einer Pressemtteilung vom 18.08.2008:

Der Wirbel um virtuelle Welten wie dem erfolgreichen „Second Life“ hat sich mittlerweile gelegt – von Avataren und ihrem fiktiven Leben wird kaum noch berichtet. Jenseits von Show, Sex und Spielen leben sie aber in der Wissenschaft weiter. In vielen Bereichen wird getestet, wie sich virtuelle Welten nutzen lassen.

Ganz offensichtlich hat man das Thema nicht wirklich verstanden. Das ist sehr schade, denn immerhin hat das Zentrum eine Bachelor Arbeit zum Thema „Einsatz virtueller Welten“ hervorgebracht. Aus der Bachelor-Arbeit offenbaren sich atemberaubende Erkenntnisse, dass sich virtuelle Welten für die Visualisierung von Molekularmodellen eignet, sogar die Animation mittels einer Trajektorie.


Anstatt sich künstlich von Second Life zu distanzieren, um über das Schlüsselwort Second Life vielleicht noch etwas vom PR-Krümel zu erhaschen, hätte die Texterin vielleicht doch eher den wirklichen Mehrwert herausstellen sollen. Nämlich nicht den Mehrwert der reinen Visualisierung, sondern der dreidimensionalen Visualisierung unter dem Aspekt der kollaborativen Zusammenarbeit in einem gemeinsam geteilten virtuellen Raum, der über das Internet vernetzt ist und die physische Präsenz einer Person teilweise ersetzt.

Allerdings war da auch noch das Schlüsselwort SEX in der Pressemitteilung, was noch mehr Aufmerksamkeit erhascht :-). Das kann ich auch: Sex, XXX, Porn, free, …. Ätsch !